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Bd. 18 (1879) Vacarius - Zywilsk
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Württemberg.

genöthigt; aber 1313, nach Heinrichs VII. Tode,erhob er sich wieder, gelangte bis 1315 wieder inBesitz seines Landes, trat zur Partei König Fried-richs von Österreich, machte eine Reihe neuer Er-werbungenu.trat 13L3nach derMllhldorferSchlachtzu König Ludwig über. Er verlegte 23. Juni 1321das Stift von Beutelspach nach Stuttgart u. starb,nachdem er W fast verdoppelt, 5. Juni 1325. SeinSohn, GrafUlrich III., schloßJuli 1.325 einBllndniß mit Österreich, ließ sich für seine Ansprüche anPsirr von Österreich mit 5000 Mark abfinden u. er-hielt als Pfand dis österreichische Hälfte der BurgTeck u. der Stadt Kirchheim n. die österr. Burg u.Stadt Siginaringen, sie wurden nachher nicht ausgelöst. 1327 befehdeteUlrichKurmainz; schon 1324kaufte er die Herrschaft Horburg bei Kolmar, Bibstein, Reicheuweiler, Zellenberg rc. Seit 1330 warer der Freund Kaiser Ludwigs. Er erhielt 1330 dieBelehnung über die Laudvogtei Schwaben und alsPfand Schloß Achalm u. die Stadt Reutlingen; fürLudwig stritt er im Elsaß gegen Österreich und denBischof von Straßburg, hierfür ward er 13303tauch Laudvogt im Elsaß, kaufte 1336Stadt u.BurgMark-Gröningen mit der dazu gehörigen Reichs-stnruifahne. Ulrich st. 11. Juli 1344 n. ihm folgtenseine SöhneUlrich IV. u. EberhardderGreiner(Rauschebart), welche von 13441382 gemeinschaft-lich regierten. Sie besaßen solche Geltung, daß Kö-nig Karl von Böhmen 1347 in Nürnberg ihren An-schluß mit 70,000 Fl. erkaufte u. dem Hanse 5. Nov.1347 den Zoll in Göppingen verlieh; sie bliebenLandvögte in Niederschwaben. Mai 1349 strittEberhard wacker für Kaiser Karl gegen Günther (s.d. 2). Infolge des Jndenmordes, 1349, fiel vielGut au die Grafen, die sich durch Übergriffe mancherArt die Nachbarn zu Feinden machten; 1352 warEberhard kaiserl. Kriegshanptmann gegen Zürich.26. Sept. 1359 schlossen beide Grafen in Schafs-hausen ein Bünduiß mit Rudolf von Österreich. DieReichsstädte hetzten den Kaiser gegen sie, da sie vonihnen zu leiden hatten; 1360 beschloß Karl IV. denFeldzug gegen sie. Von drei Seiten angegriffen,schlossen sie schon 31. Aug. 1360 Frieden mit demKaiser, entsagten dem österr. Bündnisse, verlorenaber die Reichslandvogtei Niederschwaben, die ver-pfändeten Burgen Hohenstaufen und Achalm, dieStädte Aalen u. Heubach u. die Festen Lauterburgund Rosenstein; 1371 erhielt Eberhard die Reichs-landvogtei wieder. 1361 befreite Karl IV. die Gra-sen von fremden Gerichten u. sie erklärten sich frei-willig zu böhmischen Vasallen. Fortgesetzt lagen siein Streit mit Leu Reichsstädten. Seinen erheirate-ten Antheil an den Hennebergschen Landen verkaufteEberhard 1354 für 90,000 Gulden an den Bischofvon Würzburg; 1367 schloß er einen Erbverein mitLothringen. Da Eberhard seinen Bruder Ulrich umseinen Mitbesitz bringen wollte, erwirkte der Kaiser3. Dec. 1361 einen Vergleich, ein Hausgesetz überUnteilbarkeit u. Unveräußerlichkeit desLandcs, aberschon 1. Mai 1362 trat Ulrich die ganze Regierungan Eberhard ab u. starb kinderlos 24. Juli 1366.1344 waren Beringen, ca. 1360 Beilstein, 1345 Kalw,1357 Böblingen, 1347 der Schönbnchwald, 1351Sindelfingen u. Thamm, 1361 Lausen, 1363 Na-gold u. Haiterbach, 1365 die Schirmvogtei der Klö-ster Murrhard u. Zwiefalten rc. an W. gekommen.

! 1372 brach ein Krieg zwischen Eberhard u.denStädten! ans. In diesem Kriege siegte Eberhard 7.April1372I bei Altheim. Am 24. Aug. 1376 versetzte Karl IV.!an Eberhard, um dis Anerkennung Wenzels alsiRöm. Königs zu erlangen, für 40,000 GoldguldenWeil die Stadt mit dem Schnltheißenamt n. Vogtei,das Schnltheißenamt in Eßlingen u. Gmünd u. dieDörfer in der Birse bei Rottweil. Deshalb trat derStädtebnnd wieder zusammen u. verheerte W. Am21. Mai 1377 verlor Eberhards Sohn Ulrich dieSchlacht bciRentlingen u. König Wenzel nahm 1378die Laudvogtei Niederschwaben Eberhard weg. DieStädte magren selbst einen Angriff ans Stuttgart,1378. Unter dem Adel Schwabens bildeten sich ge-gen den immer mächtiger werdenden Städtebundder Löwenbund, die Bünde von St. Georg u. St.Wilhelm; Eberhard verband sie unter seiner Leitungn. machte 9.April 1382 auch ein Bünduiß zwischendiesen und den Reichsstädten. Aber 1388 brach derKrieg mit denStädtenvonNeuem aus; am28.Aug.1388 gewann Eberhard die Schlacht bei Döffingen,in welcher aber sein Sohn Ulrich blieb, und machtegroße Beute. In der zweiten Hälfte seiner Regier-ung erwarb Eberhard noch die Schirmvogtei überKloster Ellwangen, 1367 Ebingen und Haigerloch,1373 u. 74 Leipheim, 1372 die Schirmvogtei überdie Klöster Lorch u.Adelberg, 1377Tnttlingeu, 1381die andere Halste von Burg Teck u.Kirchheim, 1381bis 1391 Schiltach, 1382 Herrenberg, 1388 dieVogtei über die Stadt Murrhard rc. Er st. 15.März1392 n. Eberhard der Milde oder Fromme,sein Enkel, führte eine im Ganzen friedliche Regier-ung. Mit den Städten trat er in friedliche Bezieh-ungen u. schloß 1395 eine Vereinigung mit 13 der-selben, denn dem Landfrieden znm Hohne waren dieSchlegeler (s.d.) ausgetreten. Bei der Einnahme vonHeinisheim 24. Sept. 1395 fing Eberhard dreiSchlegelkönige u. 1396 erlosch der Bund der Schleg-ler. 1405 trat er dem Marbacher Bunde bei, dessenSpitze sich gegen König Ruprecht richtete und 1407nahm er am Appenzeller Kriege Antheil. NachRuprechts Tod hielt er zu Sigismund. Seine Ehemit Antonia, Tochter Bernabo Viscontis, Herrnvon Mailand, verleitete ihn zu Prunk, Schulden u.Veräußerungen; dieStädte begannen unter ihm ihreVerfassung auszubilden. 1399 überließ erdieHerr-schaften Sigmaringen und Beringen mit der Vogteider Klöster Heiligkreuzthal, Habsthal, Wald u. He-dingen als Asterpfand an das Haus Werdenberg u.1409 versetzte er ihm zwei Dörfer, hingegen kaufteer 1403 die Herrschaft Schalksburg, 1405 halb Ober-eßlingen, 1406 Neckartenzlingen, l407Auenstein rc.Er st. 16.Mai 1417 u. ihm folgte sein Sohn Eber-hard der Jüngere, seit 1397 mit der GräfinHenriette von Mömpelgard vermählt, wodurch dieseGrafschaft nebst mehreren Herrschaften in Burgundan W. kam. 1416 erwarb er Oberndorf u. Wassell-eck rc. Eberhard starb bereits 2.Juli 1419 u. hinter-ließ zwei unmündige Söhne, Ludwig u. UlrichV.,für welche die herrische Mutter mit einemBormund«schastsrathe regierte, die sich in viele Fehden ver-wickelte, bes. mit Hohenzollern. 1429 schloß dannder Graf Eitel Friedrich von Hohenzollern einenErbvergleich mit W. 1426 wurde Ludwig volljäh-rig und regierte, seit 1433 mit seinem Bruder Ul-rich V. zusammen. 1440 erwarben sie vom Pfalz-