Druckschrift 
Bd. 18 (1879) Vacarius - Zywilsk
Entstehung
Seite
643
Einzelbild herunterladen
 

^ Würfolnickel

f auf welche die Tale» fielen; der glücklichste Wurf war,wenn jederTalns eine andereZah!zeigte: derschlech-teste Wurf, wenn dis Talen alle die 1 hatten ( 6 miis).Der Kaücr Clandins schrieb ein Buch: De als»,f Das Spiel wurde früh wegen Mißbrauchs zum Ha-f zardiren verboten, außer an den Satnrnalien. Bei

> Len Griechen warf inan im W. entweder fünf Khbni

f mit dem Rücken der stachen Hand in die Höhe und

> fing sie mit der schnell gewendeten inneren Hand auf,s od. Ulan warf vier Astragaloi aus der flachen Hands od. einem Becher und berechnete die Zahlen od. denj Werth der obcnstehenden Seiten. Es waren dreißig

verschiedene Würfe möglich, welche Namen von Göt-tern, Fürsten, Helden, Hetären rc. führten. DasSpiel der Deutschen, in welchem sie selbst um ihrepersönliche Freiheit spielten, war vermnthlich auchein W., denn die Erfindung des Würfelspiels wirddem Wodan (Odin) zngeschrieben.

Wnrfeluikrel, Nickel, welches, da es fast nur alsZusatz zu Legirnugen verwandt wird, der leichterenAbwägung, Schmelzung u. gefälligen Form wegenin Gestalt von kleinen, durch Schütteln polirtcnWür-! seln in den Handel kommt. Das W. enthält zwischenf üOu.99^ "/reinesNickel,der Rest ist meist Kupfer mitl 01,"/ Eisen n. 0 0 , 5 Rückstand. Jmrgck.s Wnrfliiaschine (Ant.), s. Katapnlta u. Balliste.

! Wurfscheibc, so v. w. Diskos 1 ).

! Wurfspieß , Angriffswaffe, im Alterthnm undf frühen Mittelalter fast allgemein gebräuchlich gewe-sen. Bei den Griechen waren nur die Leichtbewaff-neten (die Heloten der Spartaner u. die Psiliten u.

^ Pcltasten der Athener) mit dem W. bewaffnet; auchbei den Römern führten denselben anfangs nur die; Leichtbewaffneten (Bellten), später nahmen auch dieHastaten und Principes den W. an; dieser bestandaus einer 12 in langen hölzernen Stange mit ei-ner eisernen Spitze, die theilweise auch mit Wider-haken versehen war. In der Mitte des Schaftes wareine lederne Schleife, die zur Handhabung des W-es. diente, angebracht. Im Mittelalter wurde der W.durch Pfeil u. Bogen u. sodann durch die Armbrustverdrängt.

Würgcr(Imniiäs.s), Bogclfamilis aus der Ord-nung der Sänger; Schnabel kräftig, an der Spitzehakenförmig llbergreifend, hinter dieser ein deutlicherf Zahn; Unterschnavelspitze vielfach anfgebogen, mitf Einschnitt, die erste der 10 Handschwingcii kurz oderfehlend; Schwanz von verschiedenartiger Bildung,doch vielfach lang u. stufig; Lauf vorn mit Schildern;

> Gefieder weich u. locker, von angenehmer, doch nicht, i durch Prachtfarben ausgezeichneterFärbung. DieW.

leben im Gebüsch u. an Waldrändern mit angrenzen-f den freien Flächen. Arge Räuber, die ihre Nahrung,z Kerbthiere und kleinere Wirbelthiere, als andere'! Sänger, zum Lheil auf Dornen spießen. Flug inBogenlinien; einzelne rütteln, nach Art der Raub-vögel, über ihrer Beute. Nest im dichten Gestrüppoder ans einzelne» Bäumen; Eier hell grundirt mitkräftigen, meist kranzartig angeordneten Flecken. Un-ter ihnen sind manche Stans -, andere Zugvögel.200 u. mehr Arten, überall verbreitet, die meistenjedoch in wärmeren Ländern. 1 . Unterfamilie I-a-niinaoOwb., Hecken-W.; der kräftige Schnabel vonder Seite znjammengedrückt, mit starkem Zahn; Flü-gel nicht lang, gerundet; Schwanz lang, stufig; Zehenlang n. spitzkrallig. Hierher: Imnirw exenbitor ck).,

Wurm. 643

großer W. , Würgengel , 26 am, oben aschblanmit aufgehelltcr Stirn, im Übrigen schwarzwciß ge-zeichnet. NEnropa, NAmerika u. Sibirien. Stand»n. Strichvogel; rüttelt über seiner Beute; äfft n. a.das Sensenwetzen nach; sitzt oft auf der Spitze ho-her Bäume an Waldrändern. Eier weißlich, dichtbräunlich - grau, ölest auf Bäumen. I. mimir T,.,grauer W.,23om, Färbung in. Ganzen wie vorhin,nur dieUnterseiteweißn. die Vrnströthlich angehaucht,Stirn alt schwärz. Liebt mehr offene Gegenden mitBaumbestand; Zugvogel, erscheint er spat n. ziehtfrüh wieder ab; Brandenburg,Anhalt, sonst nur süd-enropäisch; Eier hellgrllnlich mit dunkleren Flecken.bnineoctonu.8 oollurio kr»'«?/, rothrückiger W.,Dorndreher, Nenntödter, 18 om, Rücken desMännchens brannroth, des Weibchens mehr rost-farben, beim ersieren durch das Auge ein schwarzer,beim letzteren ein brauner Strich; im Dorngebüjch,daselbst das Nest; Eier weißlich mit grünem od. ro-thcm Anflug u. verloschenen Flecken; Zugvogel, Feindder kleineren Singvögel; Europa u. mutle-cs Sibi-rien. künnsovbonns rnüosps rolhköpfiger

W., Nothkopf, 19 om, Oberseite tief schwarzbraun,Nacken u. Hinlerkopf licht rostbraun; jung bunt ge-sprenkelt mit weißem Flügelspi-gel; Nest banmstän-dig; Eier weißlich mit scharfen vlivengrünen Flecken;Zugvogel; sporadisch im nördl. Europa, häufiger imsüdlichen: weniger räuberisch als der vorige. 2. Un-terfam. Llalaoonobinao <7«ü., Busch - W., Schnabelgestreckt mit wenig entwickeltem Zahn; Bllrzctfedernvon prächtiger Farbe; indisch und afrikanisch; sehrartenreich. 3. Unterfam. tllnoliz-ospllalinns 6«ü.,Dickkopf-W., gedrungen, mit dickem Kopse undstarkem Schnabel; Australien und benachbarter Ar-chipel. Farwick.

Wnrgerschnäpper , Oiorurickas (7aü., Vogel-fam. aus der Ordn. der Sänger; Schnabel von ver-schiedener Länge, am Grunde verbreitert, seine Firstegekielt; Nasenlöcher befiedert; Flügel und Schwanzlang, letzterer oft gabelig; Beine klein. Hierher n. a.:lliornrus maladarious üll'UU, Flaggendrongo,Bimraj, 36 om; Borderkops mit Haube; äußersteSchwanzfeder sehr verlängert, nur am Ende niiiFahne; Gefieder schwarz, stahlblau glänzend; sehrzahlreich inJndien, dort hänsigerKäfigvogcl.arwick.

Wurm, so v. w. Fingerwnrni.

Wurm, 1) Johann Friedrich, geb. 19. Jan.1760 in Nörtingen; stndirte 177683 in TübingenTheologie, wurde 1788 Lehrer in Nürtingen, dannPfarrer, 1800 Professor am Tyeolog. Seminar zuBlaubeureu und 1807 am Oberen Gymnasium zuStuttgart; 1824 in Ruhestand versetzt, starb er 23.April 1833 in Stuttgart. Nach ihm ist die W-scheReihe benannt. Er fchr.: Geschichte des neuen Pla-neten Uranus, Gotha 179t; Practische AnleitungzurParallaxenrechnung, Tüb. 1804; lls ponckmmm,nnmorum, mvnsnrarnm ae cks mini vrckinnncki rn-tivnibns apnck kam. er 6rg.oo., Stuttg. 1821 . 2)Julius Friedrich, Philolog und üNathettiatiker,Sohn des Bor., geb. 1791; war erst Professor amSeminar in Blaubenren n. st. 1839 als Stadtpfarrcriti Waldenbuch; er schr.; Uebersich: der Elementar-Gcoinctrie, Stuttg. 1836; Auszüge ans der Schrift:Das Leben Luthers, kritisch bearb. von Ur. Casnar(eine Parodie aus Dav. Strauß' Leben Jesu>, Tüb.s 1886. 3) Christian Friedrich, Bruder des Bo-