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Bd. 18 (1879) Vacarius - Zywilsk
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Wupper Würfeln.

fand, Goiiv. Wiborg, entströmt dem Siidosteiide desSauna-Sees, 325 in breit, verengt sich rasch zwi-schen den finnischen Granithügeln, die er in gewal-tigen Stromschnellen u. Katarakten durchbricht; diebedeutendsten sind die Jmatrasälle bei St. Peters(die bedeutendsten Fülle in Europa), wo er eine 10,zin hohe senkrechte Wand herabstürzt und ans 715 inLänge ein Gefälle von 30,^ in besitzt. Der W.mündet nach einem Lause von 180 Irin in den La-doga - See.

Wllpper(Wipper), 98 Icm langer, rechter Neben-fluß des Rheins, entspringt im preuß. Negbez. Arns-berg bei Meinerzhagen am Ebbegebirge, durchfließtin vielfach gewundenem Laufe den Regbez. Düssel-dorf, nimmt die Bever, Dhüne u. zahlreiche anderekleine Zuflüsse auf und mündet unterhalb Opladenbei Rheiudorf Sein meist tieses und enges Thal(Wupperthal) ist die industriercichste u. bevölkertsteGegend Deutschlands, in welchem die FabrikorteWipperfürth, Hückeswagen, Barmen, Elberfeld,Burg u a. liegen, welche eine große Anzahl von Fa-briken in Wollen-, Baumwollen-, Leinen-, Seiden-und Eisenwaaren rc. enthalten. Im engeren Sinneversteht man unter W-thal den etwa 8 Irrri langenTheil des Thales am mittleren Laufe, in dem dievolkreichen Städte Barmen u. Elberfeld liegen, undwelcher mit zusammenhängenden Reihen von Häu-sern u. Fabriken gleichsam bedeckt ist.

Würbenthal, Stadt im Bez. Freudenthal desvsterreich. Herzogthums Schlesien, an der Oppa undam Fuße der Sudeten; Bezirksgericht, Hospital;Flachsspinnerei, Leinen- und Baumwollenwaaren-weberei, Fabriken in Zwirn, chemischen Produkten,Maschinen- u. Metallwaaren, Blei-, Kupfer- u. Eisenbergwerke, Drahtzieherei, Glashütte, Sauerbrun-nen (wenig benutzt); 1869: 2275 Ew.

Würde, 1) (allgemein) innerer (qualitativer)Werth sowol von Personen wie Sachen; in letztererHinsicht des. von der Qualität eines Fabrikats ge-braucht. 2) Im besonderen Sinne findet der Aus-druck nur auf persönliche Qualität Anwendung undzwar einerseits in ethischer, andererseits in ästhe-lischerBeziehung. In ersterer bedeutet es die durchGröße des Charakters bedingte, aber durch reiche Le-benserfahrung erworbene sittliche Haltung, verbun-den mit Besonnenheit u. Ernst im Handeln, ist alsowesentlich eine Eigenschaft reiferen Alters; in ästhe-tischer Beziehung die diese Eigenschaft auch äußerlichzur Erscheinung bringende Art und Weise der Halt-ung, Geberde und Sprache einer Person. Eine nuräußerlich oder übertrieben und affectirt würdevolleHaltung, der also eine solche innere Eigenschaft nichtod. in nicht genügender Weise entspricht, nennt manfalsche W. Verbindet sich die W. mit einer ge-wissen Feierlichkeit des Auftretens und der äußerenErscheinung, so nimmt sie den Charakter der Ma-jestät an. Schasler.

Würderungsklage (^.otio gnantr minoris), s.Adilicische Klagen.

Wurf, Wurfbewegung, die Bewegung einesKörpers, der allein der Schwerkraft überlassen wird,nachdem ihm eine Anfangsgeschwindigkeit in beliebi-ger Richtung mitgeiheilt ist. Sieht man ab von demWiderstand der Luft, so ergeben sich für den W. fol-gende Gesetze: Beim senkrechten W. muß die Ge-schwindigkeit des Körpers ebenso abnehmen, wie dis

eines fallenden znnimmt (s. Fall). War die Anfangs- kgeschwindigkeit 30 m, so ist sie am Ende der ersten Se, !runde 20, am Ende der zweiten 10 in, am Ende der Idritten gleich Null, so daß der Körper von nun an zufallen beginnt. DannnbeimFalleninderselbenWeifieine Beschleunigung «»tritt, wie beim Steigen eineVerzögerung, so braucht der Körper eben so lang!zum Steigen, wie zum Fallen, n. die Geschwindig-keit, mit der er zurückkommt, ist dieselbe, mit der erzu steigen anfing. Beim horizontalen W. ver-bindet sich die dem Körper nach dem Beharrnngs- ,gesetz unverändert bleibende horizontale Geschwindig, fkeit mit der durch die Schwerkraft ihm successive er-theilten vertikalen in der Weise, daß seine Abstand!vor einer durch den Ausgangspunkt gelegten hori-zontalen Linie im quadratischen Verhältnis; der Zeitznnehmsn, während die nach dieser horizontalenRich-ung zurückgelegten Strecken im einfachen Berhältnitz üder Zeit stehen. Hieraus solgt, daß seine Bahn der Ieine Zweig einer Parabel nnd der Ausgangspunkt Ider Scheitel derselben ist. Bei dem schiefen W.endlich kann man die Geschwindigkeit in eine vertikaleund horizontale nach dem Parallelogramm der Ge-schwindigkeiten zerlegen. Während nun die horizon-tale Geschwindigkeit nach dem Beharrungsgesetz nn> iverändert bleibt, wird die vertikale anfänglich durch !die Schwere bis Null verzögert nnd von da in eine !vertikale nach nuten verwandelt. Bon diesem Mo- !ment an, wo also der Körper zu steigen anfhört und szu fallen beginnt, beschreibt er gleich einem horizon- !tal geworfenen Körper den einen Zweig einer Para- sbel, und da die Verzögerung vorher in demselben sMaße erfolgte, wie nachher die Beschleunigung, so 'ergibt sich, Laß ein schräg aufwärts geworfener Kör-per beide Zweige einer Parabel durchläuft, derenAchse vertical ist. Die W-höhe, d. h. der Abstandvon der horizontalen Ebene, welchen der Körper indem Augenblicke erreicht, wo seine vertikale Geschwin-digkeit Null ist n. die W° weite, d. h. die Entfern-ung vom Ausgangspunkt, in welcher der Körper inder horizontalen Ebene wieder niedersällt, hängt vonder Geschwindigkeit des W-es und dem Elevations-winkel ab, d. h. dem Winkel, unter welchem der W.gegen den Horizont geneigt ist. Bei gleichbleibenderW-geschwindigkeit ist die W-weite am größten, wennder Elevationswinkel 45" beträgt. (Vergl. den Art.Schießen.) Stahl. ,

Wurfbewegung, s. Wurf.

Würfel (Math.;, so v. w. Kubus.

Würfelerz, so v. w. Pharmakosiderit.

Würfeln, 1) (Knöcheln, Paschen), Hazardspiel,welches mit drei Würfeln gespielt wird; die gewöhn-lich aus einem (meist ledernen) Becher geworfen wer-den n. bei welchem die Zahl der Spielenden nicht be-schränkt ist. 2) Das Würfelspiel (Lisa,/roM'a)war schon im Alterthum bekannt. Außer den W.(ll?s8ssras, gr. sechsseitig und mit 16 be-

zeichnet, u. Bali, gr. lick<rrx<«)/a/ioe, welche vier ebeneSeiten u. zwei runde hatten, von denen die elfterenmit 1,6, 3 u. 4 Punkten bezeichnet waren) gehörtendazu das Spielbrett (^.Ivslw, P-rbnirr. Abaous).Im eigentlichen Würfelspiele (Spiele mir Tesseren)gewannen die meisten Augen; im Spiele mit denTalen, wobei man vier Würfel in einem Becher(kzwAnü, Tnrrionla, 4<riti1In8) schüttelte u. dann ansLas Brett warf, kam eS auf die Seite (kÄoios) an,