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Bd. 18 (1879) Vacarius - Zywilsk
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Wasserschlangm

Wasscrsch!angen,HzNroxIuiIaoÄW., Familieder Giftschlangen. Körper hinter dem Kopfe ver-dünnt, von der Seite her zusammengedriickt, bcs.stark der Schwanz, welcher daher ein Rudcrschwanzist. 1 Paar Stirnschilder, Nasenschildcr oben sichtreffend. Kleine gefurchteGiflzähne. Nahrung Fischeu. Krebsthiere. Biß gefährlich für den Menschen,meist tödtlich. Tropische Meere, des. im Stillen u.JndischenOcean. Hierher rLxäropllia oz-anooinotaök/nr, Streifenrnderschlange. Olivengrün mitchwarzenQuerbändcrn, untengelbgrün. KüstenvonCeylon u. Japan, klaturns kasoiabns Tat»'., Zci-jlenschlange. l^mlang. Blänlichgrau, unten gelb.Schwarz geringelt. Chinesische Meere. Loiaww di-oolor Dauc?., Plättchenschlange. Bis 1 m. Kopf ver-flacht mit vorgezogener Schnauze. Braunschwarz,u. ganz hellbraun n. gelb. Weit verbreitet.

Wafferschlcbcn, Friedrich Wilhelm Her-mann, namhafter Äirchenrcchtslehrer, geb. inLiegnitz 22. April 1812, studierte 183135 inBreslau u. Berlin, wurde 1836 Prioatdoccnt inBerlin, 1841 außerordentlicher Professor der Rechtein Breslau, 1850 ordentlicher Professor in Halle,1852 in Gießen, wo er 1862 zu,»Geheimen Jnstiz-rath ernannt wurde. Schr. Beiträge zur Geschichteder vorgratianischenKirchenrechtsqneUen.Lpz. 1839;Die evangelische Kirche in ihremBerhältnisse zu densymbolischen Büchern und zum Staate, Breslau1843; Beiträge zur Geschichte der falschen Decre-talen, ebd. 1844; Das Kirchenregiment und diebevorstehende Reorganisation der evangel. Kirche,ebd. 1849; Die Bnßordnungen der abendländischenKirche, Halle 1851; Die Entwicklungsgeschichte derevang. Kirche in Deutschland, Gießen 1861; Be-merkungen zu dem officiellen Entwurf einer Ver-fassung der evang. Kirche des GroßherzogthnmsHessen, ebd. 1871; Das landesherrliche Kirchen-regiment, Berl. 1873; Die irische Kaiioiiensamm-lung, Gießen 1874; Das Ehescheidnngsrecht,ebd. 1877. Allgemein juristischen Inhalts sind,JurisiischeAbhandlnngen, Gießen 1856; DasPrin-cip der Snccessionsordnnng, Gotha 1860; Samm-lung deutscher Rechtsqnellen, Gießen 1860, 1 Bd.;Die germanische Verwandtschaftsberechnung, ebd.1864; Das Princip der Erbfolge, Lpz.1870. Löffler.»

Wasserschneüe, 1) so v. w. Archimedische Was-serschraube, s. u. Wasserschraube. 2) so v. w. Spi-ralpumpe.

WafferschraubeMaschine zum Hebendes Was-sers. Sie besteht aus einem geneigten halbcylin-drischen sesten Troge, der bis in das Unterwasser reicht.In diesem befindet sich eine ans Eisenblech od. Holz-stücken zusammengesetzte dünnwandige Schraube,welche an einer mit den, Troge (Kumm) concentri-schen Welle befestigt ist, den Umfang desselben mög-lichst genau berührt u. beim Drehen der Welle dasWasser cmporschraubt u. oben ansgießt. Das Dre-hen erfolgt selten durch Mcnschenkraft, meist durchWindmühlen. Hauptverwendung findet die W. zurEntwässerung von Niederungen in Holland u. s. s.Zuweilen wird mit demselben Namen auch die Ton-nenmühle od.ArchimedischeWasscrschnecke bezeichnet,welche sich nur dadurch von der W. unterscheidet, daßbei ersterer die Schraube in einen sesten Mantels(Tonne) eingeschlosscn ist u. deshalb keines Troges!bedarf. Glcselcr. !

r Wasserstoff.

Waffcrschnst, zum Reinigen der Seelenwändegezogener, namentlich schwerer bronzener Geschütz-rohre verwendet, um die während des Schießensdurch Pulver- und Bleiriickstände entstandenen Ver-unreinigungen zu beseitigen. Das Wasser wird ge-wöhnlich in einen Beutel von wasserdichtem Stoffeingefüllt, dieser wird im Rohr durch einen Vorschlag -von Werg od. Haardecke von der Pulverladung ge-trennt. Das Geschütz wird unter großer Erhöhungabgefenert.

Wasserschmätzer, Oinoluo Leo/rN., Gatt, derSingvogclfam. Drosseln; mit schlankem, aber nachArt der Schwimmvögel dick befiedertem Körper,dünnem, erst etwas aufwärts, an der schmalen Spitzehakig abwärts gebogenein Schnabel mit verschließ-baren Nasenlöchern, kurzen abgerundeten Flügeln,deren dritte Schwinge die längste ist, u. sehr kurzem,abgeflutztem Schwänze. Die einzige deutsche Art,ailch Wasserstaar, Bachainsel, Wasse rain se l,Wasserdrossel genannt, ist 20 ein lang, schwarzn. braun, Kehle weiß,Brust oben rothbraun. Der W.lebt in allen wasserreichen europäischen Gebirge»,u. zwar an Gebirgsbäche», wechselt seinen Standortnicht. Er läuft, der Bachstelze ähnlich wippend, watetim Wasser, schwimmt trefflich und taucht tief, selbstunter die Eisdecke; er fliegt mit raschem Flügelschlag.

Er lebt mit Ausnahme der Brutzeit einzeln; in dar-an! Wasser unter Felsen, Maneni od. Gebüsch ansReisig, Gras , Moos n. Laub erbaute, tiefe, lockereund dickwandige Nest legt das Weibchen im April,zuweilen auch noch einmal, 46 weiße dünnscha-lige Eier. Die Nahrung des W-s besteht ans In-secten u. deren Larven. Farwick.

Wassorschlucin, Ilzeiroelrosrns Li iW., s.v.w.Capybara.

Wasscrspecht, so v. w. Eisvogel.

Wafserspitziiunls, s. Spitzmäuse. !

Wasserstaar, s. Wasserschmätzer,

Wasserstag, die Befestigung des Bugspriet nachdem Vordersteven hin.

Wasscrstation, s. Eisenbahnban, S. 125.

Wasserstelle, so v. w. Bachstelze.

Wasserstofs(Ilz'äroASninm, Hydrogen, Inllain-nnrbls air, 6as piriAno, W.-Gas), chem. Element,dessen Atom (sein Gewicht dient als Einheit derAtomgewichte) mit H bezeichnet wird. Er ist, wiedie Spektralanalyse gezeigt hat, im freien Zustandeim Welträume weit verbreitet u. findet sich z. B. innngchenren Massen in der Photosphäre der Sonne,bildet aber auch einen wesentlichen Bestandtheilvieler Fixsterne. Ans der Erde kommt er frei nichtvor, seine verbreitetste Verbindung ist das Wasser,auch enthalten ihn fast alle organischen Körper. Erist in reinem Zustande ei» färb - u. geruchloses Gas,das nach Cailletet bei einer Temperatnr von 300°n. einem Drucke von 280 Atmosphären sich in eineFlüssigkeit verwandelt. Sein spcc. Gewicht ist 0,^,3(Luft 1); 11 wiegt bei 0° und 760 min Baro-meterstand 0 ,» 3 gg F; er ist also 14Z mal leichter alsLust und das leichteste aller Gase; er dient deshalbauch als Einheit der Volumgewichte gasförmigerKörper. Wegen seiner Leichtigkeit benutzte man ihnfrüher zur Füllung von Luftballons (s. d.). Im Wasser^ist er nur sehr wenig löslich, 1000 Bol. Wasser absor-! Liren bei gewöhnlicher Temperatur 19 Vol. deffet-! ben. Er ist brennbar und brennt mit blauer, nicht