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> Wasserschaut —
pen angcwendet. Die einfachwirkende zweistiefelige(s. nuten L) W. aus Alte Mordgrube (1823) beiFrciberg hat 89,, in Gefälle, 2 ,„ ui Kolbenhub,in Stiefclweite, macht 4i Doppelspiele in! einer Minute und hat 68 , 4 °/, Nntzeffect. Die W. inKönigin Marienschacht in Klansthal (1876) hat526,47 in Gefälle, 0,025 ni Hub, 0 ,g„ in Durchm.der zwei Cylinder, macht 12 Hübe pro Minute, 131,,Pferdekrafte am Betriebswasser n. 98,4 PferdekräfleLeistung an gepumptem Wasser. die Haupt-theile der W. sind: a) der Eiufallkastcn oderdas Speisereservoir. Das Betriebswasser derW. wird vor seinem Eintritt zunächst in einem gro-ßen Einfallskasten gesammelt, damit es sich darinabkläre u. beruhige; fremdartigen Körpern wird da-bei durch Gitter der Eintritt verwehrt, d) Die Ein-fallsröhre mit nach unten gerichteter verschließ-barer Mündung fuhrt das Wasser aus dem Einfalls-kästen zur eigentlichen W. 0 ) Der Stiefel oderTreibcyliuder ist ans Eisen od. Kanonennietall,21—6 mal so lang als weit, damit man wenig (3bis 12 ) Spiele in der Minute bekomme u. so wenigArbeitsverlust habe; in ihm bewegt sich ä) der Treib-kolben, genau in den Stiesel passender, massiverCylinder u. mit einer Liderung versehen, welche ent-weder am Kolben od. am Stiefel sestsitzt; im erste-ren Falle ist der Kolben kurz, im andern (als Mönchs-od. Bramahkolbeu) von gleicher Länge mit dem Stie-fel. 0 ) Die Kolbenstange ist an dem Kolben be-festigt, geht durch das offene Ende oder den Deckeldes Stiefels hindurch u. Pflanzt die Triebkraft nachder Arbeitsmaschine fort; geht die Kolbenstange durchden Deckel, so ist eine Stopfbuchse nöthig. k) DasAusgußrohr führt das Wasser ab, nachdemes imStiesel gewirkt hat. §) DieSteuerung; die innereSteuerung ist bei älteren W-u Hahn- und Kolben-steuernng, bei neueren W-n auch Ventil- od. Schie-bersteuerung; oft mit ähnlicher Einrichtung, wie beiDampfmaschinen. Ii) Zur Regulirung des Ganges^ der W. sind noch einige Hilfsvorrichtnngennöthig. Der Auf- u. Niedergang des Treibkolbenswird bei einfach wirkenden W-n durch den Ba-lancier regulirt, eine Borrichlnng, welche die Be-wegung des Treibkolbens nach der einen Richtung^ hin unterstützt, nach der andern hin hindert, so daß
> das Kolbenspiel seinen regelmäßigen Fortgang hat,ohne eine bedeutende Geschwindigkeitsändecung zuerleiden; bei zweistiefeligen W-n ist der Balancierein zweiarmiger Hebel, welcher die beiden Kolben-stangen mit einander verbindet; bei einstiefeligenW-n ist eine fremde Kraft zum Ausgleichen noch»wendig, u. zwar entweder ein mechanischer oder einhydraulischer Balancier; ersterer ist ein zweiarmigerHebel, welcher an dem einen Arme mit Gewichtenbeschwert ist, während der andere mit der Kolben«
! stauge oder dem Gestänge überhaupt verbunden ist,
! - so daß jene diesem entgegeuwirken; letzter besteht ink einer Wassersäule, welche das todte (aus dem Stiefel
> abfließende) Wasser in dem vom Steuercylinder ausI aussteigenden Ausgußrohre bildet u. welche dem Ge-I stäuge beinahe das Gleichgewicht hält u. dasselbe nurI langsam niedergehen läßt. Außerdem läßt sich der1 > Gang der W. und insbesondere auch der Gang derl Steuerung durch Stcllhähne, Stcllventile, Stell-! schieber reguliren, welche das Wasser langsamer zu-! vd. abzuflicßen nöthigen. B) Bezüglich ihrer Ein-
- Wasserschlange.
richtnng u. Anordnung sind die W-n entwedereinfachwirkende od. doppeltwirkende, entweder ein-stiefelige od. zweistiefelige. a) Bei der einfachwir-kenden einstiefeligen W. wird der Kolben nurnach der einen Richtung hin vom Wasser fortbewegt,während er seine rückgängige Bewegung durch seineigenes od. durch ein mit ihm verbundenes Gewicht,z. B. das des Pumpengestänges macht, b) Bei dereinfachwirkendcn zweistiefelig enW.sindzweiStiefeln. zweiKolben.abernureiueEinfallröhre, einAusgußrohr u. eine Steuerung vorhanden; letztereregulirt den Wassereiutritt so, daß das Druckwasserabwechselnd einen der beiden Kolben aufwärts treibt,während der andere niederwärts geht und das todteWasser unter demselben durch das Ausgußrohr ab-fließt. 0 ) Bei der doppeltwirkenden W. bewirktder Wasserdruck sowol die Hin-, als auch die Rückbe-wegung des Kolbens. Die Umwandlung der hin-u.hergeheuden geradlinigen Bewegung in eine Umdreh-ung erlangt inan am vollkommensten, wenn manzwei doppeltwirkende W-n znsammenkuppelt vondenen die eine um einen halben Hub vor der andernvoransgcht. Zwar schon Belidor beschreibt (in ä,r-ellibsotnrs Iiz'clranligns, Par. 1737—53) eine W.mit horinzontalemStiefel; auch erzählt er, daß schon1731 Denisard u. de la Dnaille eine W. mit 2 ^ rnGefälle zum Wasscrheben construirt haben; dochscheint die W. znm Wasserheben beim Bergbau zu-erst von Winterschmidt n. bald nachher von Höll u.Westwarth erfunden od. wenigstens verbessert wor-den; vgl. Busse, Betrachtung der Winterschmidt- u.Höllschen W., Freib. 1804; Junker, Wmoirs snrlo 8 maosiinss L oolonns cl'sau clo In inins UnslAoab(inder Bretagne), Par. 1835. Reichenbach vereinfachtedie Kolbensteuerung wesentlich; nach seinem Systemsind die neueren Bayerischen W-n construirt. Dar-lington construirle eine W. mit doppeltwirkenderSteuerungshilfsmaschine für die Alport-mines inDerbyshire. Armstrong, Bornemann u. Althans ha-ben sich ebenfalls um die Verbesserung der W. Ver-dienste erworben. Gieseler.»
Wasserschaut, Mitglied des Seemannsamtes(in Hamburg u. Bremen so genannt), der die Heuer-verträgc rc. zu bescheinigen hat; zugleich Vorstandder Wasser- (Hafen-) Polizei.
Wasserscheiden (Wasserschcidungen), dieLand-striche, von welchen ans die Gewässer verschiedenenFlüssen u. Meeren Zuströmen; so bilden z. B. diezwischen Frankreich u. der Schweiz gegen Italiensich hinzichendenAlpen dieW.zwischen dem Rhone-,Rhein- u. Donaugebiet gegen das des Po.
Wasserscheu, s. Hnndswuth.
Wasserschierling ist Oiouba virosa.
Wasscrschlange, 1) (große oder weibliche W.,8 ^ära), Sternbild am südl. Himmel, krümmt sichvon dem Krebse weit südlicher unter dem Äquatorweg nach dem Löwen, der Jungfrau u. Wage; ent-hält außer dem veränderlichen Stern zweiter biserster Größe Alphard (dem Herzen) nur 2 dritter(worunter die Asina) u. viele vierter Größe. DerBecher, Rabe u. der Vogel Einsiedler stehen auf ihr.2) (kleine, männliche W., H^ärus), Sternbild dessüdl. Himmels, welches sich von 10 ° — 60" in Rec-tascensiou n. von 62°—82° in südl. Deklination er-streckt; enthält die kleine Capwolke od. Magellans-wolke.