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Bd. 18 (1879) Vacarius - Zywilsk
Entstehung
Seite
358
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Wasserralle Wassersäulenmaschinc.

mehrere Näder, entweder weil ein W. zu groß undschwer werden würde, od. um die Arbeitsmaschinenunabhängig von einander in u. außer Gang setzenzu können, e) Die freihängenden Räder sindvon gar keinem Gerinne umschlossen, sondern hän-gen im Flusse selbst, entweder als S ch i ff s m tthle n-räder ans zwei Kähnen od. Schissen, od. als Pa n-sterräder;die Schifssmühlenräder sind nur 45 mhoch, meist mit sehr breiten Schaufeln, die direct anLenArmen befestigt sind, ä) DieSchanfeln derPon-celeträder (Taf. II Maschinenlehre) sind so ge-krümmt, daß der eintretende Wasserstrahl an derhohlen Seite derselben Hinströmen und dabei gegendieselben drücken kann ohne zu stoßen; das Wassermuß in einem Krcisevolventenbogen in das Radeingeführt werden; hat sich das Rad ein Stück gedreht, so fließt das Wasser wieder an der Schaufelherab und drückt nochmals gegen dieselbe; das RadHat3ümDurchmesser, 3248 Schaufeln», einensich wenigstensaufzwciSchanfeltheilnngenerstrecken-den Kropf; es gibt besseren Effect (60"/), als diegewöhnlichen nnterschlägigen Wasserräder. L) An-dere verticaleWasserräder sind: a) die in denPyrenäen u. Alpen häufigen kleinen Stoßräder2H3 Meter hoch, mit 24 Schaufeln; bei Mühlenu. Hammerwerken, b) Das SagebienscheKropf-rad hat sehr eng gestellte breite n. tiefe Schaufeln,Überfallschlltze u. sehr langsame Umfangsgeschwin-digkeit u. soll 7080°/o Nutzeffect geben. Eine Ver-besserung desselben ist e) Znppingers Rad mitnur einem Kranz und langgedehnten gekrümmtenBlechschanfeln auf einer od. beidenSeiten desselben;der eiserne Mantel führt das Wasser von vorn undvon der Seite zu; die innere Nadhöhe ist dem Ge-fälle gleich, ä) Das schwimmende W. von Col-ladon in Genf hängt im unbegrenzten Strome wieein Schiffsmühlcnrad n. besteht derHauptsache nachans einem hohlen auf dem Wasser schwimmendenBlechkessel, aus dessen Mantelfläche lange durch kreis-förmigeeiserne Reifen verbundene Blechschaufeln vor-stehen, gegen welche das Wasser Lurch eine Art unterdem Rade ansgehängten Kropf hingewiesen wird;die Welle des Rades ist in einem Hebel eingelagert,auf welchem mehrereZahnräder sitzen u. die Beweg-ung fortpflanzen. Über Turbinen s. d. Wasserrä-der aus Eisen sind theurer als solche aus Holz, ha-ben aber wegen ihrer Dauerhaftigkeit und unverän-derlichen Gestalt große Vorzüge. Turbinen (s. d.)verdienen häufig wegen der besserenAnsnutznng derKraft, der billigeren Anlage, der größeren Umdreh-ungsgeschwindigkeit u. der Möglichkeit ohne Schadenim Unterwasser zu arbeiten den Vorzug vor Wasser-rädern, namentlich bei sehr kleinen und sehr großenGesällen. Vgl. Redtenbacher, Theorie n. Ban derWasserräder, Mannh. 1846, 2. A. ebd. 1858; Tasse,iLpxlieabion äs la möeanicius aux maelünoo rousoxar I'oau, eto., 3. A. Par. 1843; Weisbach, Me-chanik, 5. A. Brauuschw. 1875. Gi-seler.*

Wasserralle, s. Ralle.

Wasserratte, ^.rvivola ampiridins, s. Mäuse.

Wasserrecht, der Inbegriff der das Wasser imAllgemeinen betreffenden rechtlichen Grundsätze unddaher im weitesten Sinne der Inbegriff aller Rechts-grundsätze, welche sich ans das Brunnen-, Fluß-,Deich-, Traufwasser beziehen. Besonders aber ver-steht man unter W. die Nechtsgrnndsätze über die

^ fließenden Gewässer, das Flußrecht. Sodann be.zeichnet W. die Berechtigung ein gewisses Wasser in' einer bestimmten Beziehung benutzen zu dürfen.

Wasscrregal, das Recht derOberherrschaft überdas im Staatsgebiet befindliche Wasser. Auf einsolches W. hat man öfters, ähnlich wie bei demBergrecht, diejenigen Rechte zu gründen versucht,welche dem Staate unbestritten in Betreff der Re-gelung der Wasserbenutznng znstehen. Man gelangteauf diesem Wege zu dem Satze, daß alle Berechtig-ungen von Privatpersonen nur auf einem abgelei-teten Erwerbe beruhten, daß sie eine Verleihungvon Seiten der Staatsgewalt voraussetzten, welchesonach als die einzige Quelle der Nutzungen zu be-trachten wäre. In der Regel steht eigentlich demLandesherrn nur ein Wasserb oheitSrecht zu.Das Bestehen eines W-s muß besonders bewiesenwerden. Wo ein solches besteht, hat mau dazu zurechnen das Recht auf den Gebrauch des Wassersmittels Schifffahrt, Kanälen, Schleusten, Brücken,Fähren, Flößen, Mühlen u. a. durch Wasser zn be-treibender Gewerbanstalten, ans die in u. unter demWasser befindlichen Sachen, Wassergewächse, Fische,Sand, Steine, Salz, Perlen, Bernstein rc., ans Lendas Wasserbette bildenden Grund ».Boden, Inseln,Werder, Alluvionen, Dämme, Häfen, Landnngs-u.Ladeplätze, Buchten, Ankerplätze, Kaien, Leinpfaden.

Wnfferreiser,W-schösilinste,die an,den Bäu-men, aus dem Stamme, oder den stärkeren Ästenhervorkommenden, meist sehr kräftigen Triebe (Ad-ventivsprosse), welche gewöhnlich ganz fortgenommenwerden, da sie zu sehr in die Krone hineinzuwachsen,dieselbe zu sehr zu verdichten u. bei größerer Mengezn schwächen Pflegen. Doch können an geeignetenStellen W. stehen gelassen werden, meist werden siedann eingekürzt, worauf sie sich uach einigen Jahrenebenso gut zn Frnchtholz ausbilden, wie die übrigenZweige.

Wllsserrüb e, Lraosioarapa rapikora, eine Spiel-art des Rübsens, welche durch Cultur eine fleischigerübenartige Wurzel erhalten n. durch Cultur, Bo-den u. Klima die mannigfachsten Formen angenom-men hat. Wird sie in der Brache angebant, so nenntman sie Brachrübe, säet man sie als Nachfrucht indie Stoppeln, so heißt sie Stoppelrübe, während siein England mit dem Namen Tnrnips belegt wird.DieW. gedeiht am besten in tiefem, sandigem Lehm-od. lehmigem Sandboden u. gibt, wie in England,bei feuchter Atmosphäre bedeutende Erträge. Siewird entweder wie die Kohlrüben behackt und be-häufelt oder bei Breitsaat nur geeggt, wodurch zu-gleich ein Verdünnen zn dichter Saat bewirkt wird.In Deutschland werden dieselben, La sie sich in Mie-ten nicht lauge gut ausbewahrcn lassen, uach undnach geerntet und verfüttert, während man sie inEngland dnrchSchafe imFelde ausfressen läßt. DerErtrag ist 3060,000 IcA per Hektar. Rohde.

Waffersänlcnmaschine,Kraftmaschine zurAus-nahme der Wasserkraft, bei welcher das Wasser drück-end auf einen Kolben in einem Cylinder wirkt unddiesem Kolben eine geradlinig hin- und hergehcndeBewegung ertheilr,'s.a. Wassermotor. Die W. hatin ihrer Anordnung Ähnlichkeit mit den Dampsma-schinen. Sie sind von Bortheil bei großer Gefälls-höhe u. kleiner Wassermenge n. werden meist nur mden Bergwerken zum Heben des Wassers durch Pum-