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Bd. 18 (1879) Vacarius - Zywilsk
Entstehung
Seite
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Wasserlerche -

nerKanal nur angelegt werden, wenn dies ausdrück-lich bedungen ist, so wie überhaupt auch bei dieserServitut eine Ausdehnung weder über die Grenzedes herrschenden noch über die des dienenden Grund-stücks stattfindct, sondern die Art der Gestattung n. diezeitherige Observanz genau beobachtet werden muß.

Wasserleiche, so v. w. Wasserpieper, s. Pieper.

Wasserlinie iLade-W.), der farbige Streif ander Verkleidung eines Schiffes, welcher anzeigt, biswie weit das Schiff durch die Ladung in das Wassersinken darf, um die volle Ladung zu haben.

Wasserlinse, die Pflanzcugattung lwmna,.

Wasscrlösung, Abführung der in Grubenbauensich ausaininclndcn Wasser.

Wassermann (^guarirw), 1 ) das 11. Zeichender Ekliptik L:, folglich der Theil derselben, welcheröstl. vom Widderpunkt von 300"330" reicht. 2)Sternbild im Thierkreise, zwischen dem Steinbock n.den Fischen, von 18° W. bis 15" Fische reichend, inForm eines Mannes vorgestcllt, welcher einen Krngausgießt. Er enthält nach Flamstead 108 Sterne,worunter mehrere dritter Größe. Einer am Schen-kel heißt Scheat. Östlich von diesem ist der Wasscr-guß an vielen kleinen Sternen kenntlich; er erstrecktsich nach S. bis zum südl. Fisch, dessen Stern ersterGröße Fomalhaut von Einigen noch zum W. ge-rechnet wird.

Wasscrmanoeuvres (Schlensenspiel), die Vor-richtung, vermöge welcher in einer Festung ein Theilder Gräben mittels in Bären (s.Bär 1) angebrachterSchleusen wiederholt trocken gelegt od. unerwartetunter Wasser gesetzt werden kann. Das anströmcndeWasser zerstört die zum libergang des trocknen Gra-bens gemachten Anstalten des Feindes,«, dessen Ab-lassen macht seine Vorrichtungen zum Übergang überden nassen Graben zwecklos.

Wassermelone (Arbuse, Angurie) ist Oitrnilnsvulgaris.

Wassermesscr sind Maschinen, welche, ähnlichden Gasuhren, in eine Wasserleitung eingeschaltet,durch Zeiger auf Zifferblättern angcben, wie vielKubikmeter Flüssigkeit durchgeflossen sind. Man un-terscheidet W. mit Kolben und solche mit rotirenderBewegung von Rädern oder Flügeln. Die letzterensind am meisten im Gebrauch, namentlich die Con-structiouen von Siemens (Reactions-Turbine mitZählwerk) und von Rosenkranz (Rad mit drehbarenFlügeln. Eieseler.

Wassermeteore, atmosphärische Niederschläge,Deiche aus flüssigem Wasser (Regen, Thau) od. ausNs (Hagel, Schnee, Reif) bestehen; s. Hagel, Regen,Reif, Schnee, Thau.

Wasscrmilben (ll/ckraolrnick»« ,8'ttrrc?.), Fam.der Milben; kleine Milben mit gewimperten, vonvorn nach hinten an Länge zunehmenden Beinen.Sie leben meist in süßem Wasser, einige auch imMeere, schwimmend od. auf dem Grunde hin- undherschießend, athmen aber nicht durch Kiemen, sond.durch Tracheen, deren Stigmen sich zwischen denVorderbeinen befinden. Sie machen eine Metamor-phose durch; ihre Larven leben parasitisch an Was-serinsecten, an deren Körper sie sich mittels eines«geuthümlichen Saugapparates ansangen; einigesind auch in der ansgebildeten Form Schmarotzer.Lw lebt die Larve der rothen 45 mm langenckruoims erneut», MM. an Wasserkäsern u. -wan-

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zen, die des ähnlichen Inmuoefiares agnatiens L.an letzteren.

Wafsermink, so v. w. Nörz.

Wassermörtel (Hydraulischer Mörtel), s. u.Mörtel.

Wassermotoren sind allgemein genommen alleMaschinen, welche vorhandene Wasserkraft nutzbarmachen. Insbesondere versteht man darunter solcheMaschinen, in denen das Wasser in ganz ähnlicherWeise wirkt, wie derDampf in einerDampfmaschine.Sie finden am meisten Anwendung mit die durchstädtische Wasserleitungen dargebotene Kraft fürKleingewerbe anSzubeuten, sind aber auch für hoheGefälle schon bis zu 40 Pferdekraft mit Vortheilverwerthet. Besonders beliebt und verbreitet ist dieSchmidsche Construction, die einer Dampfmaschinemit oscillirendem Cylinder entspricht, bei welcher dieEin- n. Anstrittskanäle in einer cylinderischen mitdem Cylinder verbundenen Fläche münden n. durchdie Bewegungen desselben rechtzeitig geöffnet u. ge-schlossen werden. Vgl. Meißner, Die Hydraulik unddie hydraulischen Motoren, Jena 1878 f. Gieseler.

Wassermotten, so v. w. Köcherjungfern.

Wasscrmnll, 8o»1op8 <7uv., Gatt, der Fam.Maulwürfe, mit zugespitzter Schnauze; Lebensweisedes Maulwurss, doch vorzugsweise die Nähe desWassers liebend. Der gemeine W., 8. »grmtionsM'sekier, 24 am lang, bräuulichschwarz, Schwanzu. Pfoten weiß.

Wassernachtigall, so v. w. Rohrdrossel, s.Rohrsänger

Wasscrnase, der Rand an Stcinmetzarbeitenod.Gesiinsglicdcrungen, welche stark vonderMauer-fläche vorspringen, z. B. Hanptgesimse, Verdachun-gen, Sohlbänke rc. Man bringt dieselbe gewöhnlichunter den Hängeplatten der Gesimse an, damit vonda das Wasser, welches am Simse herunterläuft,abtropscn muß.

Wassernatter (Tropickouotus), s. Nattern.

Wassernuß, ist Trap» rmtans.

Wasserochs, so v. w. Rohrdommel.

Wasserorgcl (griech. Ilz-ckraulos, lat. orZanumIrz-ckrauiicum), ein bei den alten Griechen gebräuch-liches Musikinstrument, in gewisser Hinsicht die Vor-läuferin der heutigen Orgel. Ausführliche Beschreib-ungen der W. gaben Hero ans Alexandrien u. Vi-trnv, übersetzt und erklärt von Meister, Schneider,Buttmann u. Rcbow. Die Hcrvnische W. bestandaus einem, zum Theil mit Wasser gefüllten ehernenKasten, worin sich ein kleinerer Cylinder ohne Bo-den befand, der gleichfalls Wasser in der Höhe mitdemjenigen des größeren Cyliuders enthielt n. zurAnsammlung und Comprimirung der Luft diente.Wurde die Luft zu stark comprimirt, entwich einTheil des in dem Lusthalter befindlichen Wassers inden größeren Behälter u. so wirkte das Wasser alsnothwendiger Windrcgulator, um einen möglichstgleichmäßigen Ton zu erzielen. Mit dem Lnfthalterwaren zwei Röhren verbunden, wovon die eineindie außerhalb des Kastens angebrachte, durch einenSklaven in Thätigkeit versetzte Compressionspumpe,die andere in die Windlade, eine Querröhre, wor-aus die Pfeifen standen, hinführte. Diese W. hattenur ein Register, eine Reihe von Pfeifen, welchezum Erklingen gebracht wurden, indem der Spielereine Taste hinnntcrdriickle, die eine zwischen dem

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