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Bd. 18 (1879) Vacarius - Zywilsk
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Wasserpest Wasserrad.

Fuße der Pfeife u. zwischen der Windlade laufende/den Zutritt des Windes zu den Pfeifen eröffnendeSchleife bewegte. DicVitruvsche W. war eine Vec-^besserung der Heronischen; sie hatte zwei Lustpum-'pen u. eine Wiudlade mit mehreren Pfeifen für einen

SiebenroS.

Wasserpest ist Illocksa. oanackensis.

Waffcrpieper, s. Pieper.

Wasserpolackcn werden die Oderflößer genannt(die Wcichfelflößer werdenorzst Plur. orz-Io od. nachdem deutschen Worte Floß lila Plnr. üwy genannt).Es sind Oberschlesicr polnischer Nationalität, ihrenNamen haben sie von ihrem Wasserdienst, nachihnen werden auch Oberschlesier überhaupt W., deroberschlesische Dialekt wasscrpolnisch genannt, wor-unter man eine ungebildete polnische Sprache ver-steht. Das Oberschlesische ist ein Dialekt, welcherdem Großpolnischen zunächst verwandt ist, welcherzwar mit Germanismen stark versetzt, aber in lexi-kalischer Beziehung noch alterthiimlich ist. L. Ma-linowski, Über die Oppelnsche Mundart in Ober-schlesien, I.Hest: Laut- ».Formenlehre, Lpz. 1873;vgl. von demselben Berf.: Anr/sx vzeia, InäorvsAona LÄasstn d. h. Skizzen des Volkslebens in Schle-sien vonL. Malinowski, Marsch. 1877. kisäni lncknpo1slcis§o rv üürnz-m L^Iaastn rvzwkat Jul. Roger,Breslau 1863, enthält 546 obcrschlej. -polu. Volks-lieder mit etwa 300 Melodien. ^Einige von ihnen ^deutsch übersetzt von Alb. Weiß: Albnm polnischerVolkslieder der Oberschlesier, Lpz. 1867. Rchring.

Wafserpresse, 1) so v. w. Hydraulische Presse,od. 2) eine durch Wasserkraft getriebene Schrauben-Preffe.

Wasscrprobe, eine Art der G ottesurtheile, s. d.

Wasserrabe, so v. w. Kormoran.

Wasserrad, 1) Kraftmaschine znrAnfnahme derKraft von bewegtem oder niedersinkendem Wasser,bei welcher das Wasser am llmsange eines Radeswirkend dieses dreht, worauf die Triebkraft entwe-der unmittelbar vom Rabe, vermittels eines damitverbundenen Zahnkranzes, oder von dessen Welleweiter nach der Arbeitsmaschine sortgepflanzt wird,z. B. zu einem Mühlwerk, Pumpwerk, Hammer-werk n. dgl. Selten wird allein die Geschwindigkeitdes frei fließenden Wassers znm Betriebe vonWasser-rädern benutzt, wie bei den in Flüssen auf KähnenruhendenSchiffsmllhlen, od.den durch Ebbe u.Flnthbewegten Wasserrädern. Meist wird das Wasserkünstlich aufgestant durch ein Wehr, um ein größeresGefälle an einer Stelle zu concentriren u. gewöhn-lich wird das gestaute Wasser auch Lurch einen be-sonderen Kanal dem Rade zugesührt (OberwasserKanal) u. fällt bei seiner Wirkung auf das Rad inden Unterwasserkanal, dessen Spiegel um dasnutzbare Gefälle tiefer liegt als der des Ober-wassers. Die Kraft, in Meterkilogramm pro Sccnnde,welche eine in der Secundc znfließende Wassermengevon s/Mubikmeter ohne Verlust leisten würde, wirdgefunden, indem man das Gewicht des Wassers gleichÖ) 1000 ÜA mit der Höhe Ir des Gefälles in m mnl-tiplicirt. Das Produkt s/sir 1000 dividirt durch 75gibt die vorhandene Wasserkraft in Pserdekräftenansgedrückt. Davon wirb nur ein Theil 3080"/owirklich vom Rade ausgenommen u. sagt man ent-sprechend das Rad hat 3080"/» Nntzefsect.

I. Verti cale Wasserräder. Die Beswndtheile

'sind: Welle, Arme, Kränze mit den Schaufeln undbeziehungsweise einem Boden. Die Welle ist vonHolz od. Eisen n. liegt mit ihren beiden Zapsen in'Lagern. Holzwellen sind im Querschnitte rund, vier-,sechs- oder achteckig, die eisernen gewöhnlich rund,ost mit besonderen Ringen versehen, häufig hohl.Das W. hat meist zwei ringförmige Kränze; diesesind bisweilen ans Eisen, häufiger ans Holz u. be-stehen dann aus einzelnen Felgen; die beiden Kränzesind miteinanderdnrchHängenüge! verbolzt. ZurVerbindung der Kränze mit der Welle dienen dieradialen Arme, welche bei hölzernen Rädern ent-weder durch die dnrchlochte Welle hindurchgestecktwerden (Sternrad); oder die vier Arme um-schließen sich überschneidend die vierkantige Welle,sind ans dieselbe anfgekeilt und bilden Las Schloß(Sattelrad od. Jochrad), im letzteren Falle werdenzuweilen nochHclfarme angebracht, welche an denHauptarmen in den sogen. Viertel st öcken einge-setzt sind und je einen Hauptarm kreuzen. Bei deneisernen Nädern sitzt auf der Welle eine mit Leistenoder schnhartigen Vorsprüngen versehene Scheibe(Rosette), an welche die in die Schuhe eingestecktenArme angcschranbi sind. Bei eisernen WasserrädernmirZahnkranz am Radumfange sind statt der steifenGnßarme runde geschmiedete Stangen gebräuchlich.

Der ringförmige Raum zwischen den Kränzen istwnrch Schaufeln (Paletten) ans Holz oder Blechin mehrere Abthcilnngen getheilt. Die Schaufelnstehen ganz oder nahezu radial, wenn das Wasserbloß stoßend auf sie wirken soll(Schanfelrad); wenndagegen das Wasser im Rade zugleich oder bloßdrückend (durch sein Gewicht) wirken soll, so müssendie Schaufeln mehr tangential stehen, gebrochen od.gekrümmt sein, so daß sie eine Art von Trögen(Zellen) bilden, in denen das Wasser zurückgehaltenwird (Zcllcnrad). Bei den Zellenrädern ist derRanmzwischen den Kränzen nach der Welle hin geschlossen.

Je nach dem Orte, wo das Wasser in das W. An-tritt, theilt man die Wasserräder in ober-, mittel-,rücken- n. unterschlägige Wasserräder ein. Kehr-rad heißt ein W., das zwei mit einander verbun-dene, aber entgegengesetzt geschaufelten, beaufschlagteKränze besitzt, so daß sich seine Welle nach links od.nach rechts herum dreht, je nachdem das Wasserauf den einen od. den anderen Kranz gelassen wird.

L) Oberschlägige Wasserräder (Das. ll. Ma-schinenlehre) sind Zellenrädcr, bei denen das Wassernahezu an der höchsten Stelle (Scheitel) des Radesin das Rad eintritt u. vorzugsweise od. allein durchsein Gewicht wirkt, indem es im Rade eine gewisseHohe durchfällt. Die mit Wasser gestillten Zellenbilden nämlich einen Wasscrkörpcr (den wasserhal-tenden Bogen), dessen Übergewicht über die andere,nicht mit Wasser gefüllte Radhälste die Umdrehungdes W-es bewirkt. Je größer dieser wasserhaltendeBogen, desto größer ist auch die Leistung des Rades.Man muß deshalb den Zellen eine solche Form ge-ben , daß sie das Wasser erst ganz in der Nähe destiefsten Punktes des Rades abgeben, auch darf mandie Umfangsgeschwindigkeit nicht zu groß nehmen(höchstens 12 m), wenn ein großer Nntzefsect er-zielt werden soll, weil sonst die Centrifngalkrast znfrühes Ansfließen veranlaßt n. das Wasser auch !zu großer Geschwindigkeit das Rad verläßt, also ,Kraft mitnimmt. Der Eintritt des Wassers bei die-