Wasserkäfcr — Wasserleitung.
lassen. 1 . Gruppe ^Arlouiäas.W.mitquerwalzigemf ist eine seltene Krankheit u. kommt bes. bei schlecht^Kopf, getrennten Augen n. schwachem Hinterleibe:! genährten Kindern vor dem 7. Lebensjahre, seltenFlug flatternd. Am Ufer der Gewässer. Larven ge- bei Erwachsenen im Verlaufe schwerer Krankheiten
streckt, mit Schwanztiemcu. Hierher: OalioptorixvirZo L., Seejungser; 5 am; azurblau, Flügel ge-sättigtbrann mit blauem Stahlglanz. Weibchengrünlich mit braun gewässerten Flügeln. An stehen-den Gewässern sehr gemein. ^Ariou puella. I-., 4ein lang; blau und schwarz; häufig. ?Iat)-cuomi 8psnuixes breitschienigc Schlankjnngfer, 3 ,5
em. Schienen der beiden Hinterbeinpaare verbrei-tert. Leib weißlich mit schwarzen Linie». 2 . GruppeLeseimiüaa, Kopf groß, halbkugelig; Brust n. Hin-terleib kräftig; Flug reißend. Larven gedrungen,mit Darmathmung und flacher Maske. Hierher:6 owpi>u 8 vu>Aati. 8 simn 8 L., 5 em; schwarz mitgelben Langsstriemcn der Brust. Gemein, ^.ssolma,granllis T,., große W.; 7 em; röthlichbranu, ebensodie Flügel. 3. Gruppe lubeilulickao; Dreiecke in denFlügeln ungleich. Larven mit Helmmaske u. Darm-athmung. Hierher: Illbelkula guacirimaculata.vierflcckige W.; 5 em; gelb, Flügel glashcll, an derWurzel gelb, mit braunem Fleck. Wandert biswei-len in Zügen. Im Frühjahr hänfig. Farwick.
Wasscvkäfer, I'alpicornia. Körper oben
kahnartig gewölbt, ohne Einschnürung; Fühler kurz,6 —Sringclig n. in einer Keule endigend; Kiefertastervon Fllhlerläuge. 1 . Gruppe I IFckropiuIiäaa, Kör-per plump, oval; Fühler 8 —llgliedrig; zweites Gliedder Hintertarsen das längste. Die Nahrung ist pflanz-lich. Die Athmnngsluft wird durch Vermittelungder Haarbeklcidnng der Fühler u. Brust den Stig-men zugeführt, indem sic bis zum Fühlergrunde sichan die Oberfläche erheben und die von genanntemHaarfilz festgehaltene einer großen Tracheenblascüberliefert wird. Letztere wirkt als Schwimmblase u.als Ballon beim Fliegen. Die in einem gekrümmtenCocon eingcfchlossenen Eier werden an oberständigePflanzentheile befestigt. Larvenlanggestreckt, nährensich von Weichthiercn. Verpuppung am User infeuchtem Sand. Hierher: Ilz-cirapliplua pieoua D.,pechschwarzer W.; 5 cm; schwarz, fettglänzend.In stehenden Gewässern häufig. Ü. kusoipoa L.,pnnklirler W.; 7 mm; glänzend schwarz, Decken punk-tirt gestreift. Gemein. 2 . Gruppe Lporsimillao,Fühler 6 glicdrig; Brust verengt. Hierher: 8 par-cbsn 8 omarAmatua 7 mm; gelbbraun, Deckenschwarz gesprenkelt. 3. Gruppe blotoplwriäa.s, Füh-ler gewöhnlich Sgliedrig; Körper schmal, bl. xrau-äis/ttrA., 6 mm; Decken grau, sonst erzfarben. AmUfer. 4. Gruppe Lplrasrickiickas, Fühler 8—llglicdrig;Körper eisörmig. Lpiiacriäiuui acarabvilloo Hb.,6 wm, schwarz , Decken vorn mit 2 rothe» u. hintenan der Spitze mit 2 gelben Flecken. Landbewohner,'IN Kuhmist. Farwick.
Wasscrkics (Weicheisenkies), Varietät des Markasits, hat die Härte 3—4 n. das spec. Gew. 3 ,5 bis3 , 5 , ist rein speisgclb, findet sich in K nollen von einemockerigen Überzüge bedeckt in großer Menge bci Alt-moletcin in Mähren n. in dcr Braunkohlensormationbei Schönstein in Schlesien.
Wasserkopf, so v. w. Gehirnwassersncht.Wasserkrebs, noma, oanaor a.gcia.bivu 8 , eine
(Typhus) vor. Er beginnt mit einer bläulichen, um-schriebenen Röthe auf der inneren Wangcnfläche,während die äußere, correspondirende Wangenstelleerblaßt, ödematös anschwillt u. ein hartes Knötchenin ihrer Tiefe fühlen läßt. Sehr bald wird die bläu-liche Stelle an der inneren Wangenfläche schwärzlich,zerfällt in eine jauchige, stinkende Masse, währenddie brandige Zerstörung durch die Wange hindurchnach außen sortschreitet und hier einen schwarzenBrandschorf bildet. Nach Ausstoßung des letzterenentsteht ein Loch in der Wange, ohne daß sich jedochder Brand begrenzt. Im Gegentheil schreitet der-selbe ans die benachbarte Lippe u. den übrigen Theilder Wange weiter, zerstört das Zahnfleisch, so das;die Zähne ausfallcn u. bewirkt schließlich die scheuß-lichste Entstellung. Eine Heilung erfolgt sehr selten;meist gehen die Kranken nach Aufnahme der Jaucheins Blut durch Durchfälle zu Grunde. Die Versuchezur Heilung bestehen in energischen Ätzungen mitrauchender Salpetersäure oder Glüheisen, währendinnerlich stärkende Mittel (China, Wein rc.) gegebenwerden. Kunze.
Wasserkunst, 1) Anstalt zum Heben von Wasserbest Grubenwasser, durch Pumpwerke rc. 2) Anlagevon Cascaden n. Springbrunnen.
Wasserkur (Wassercnr), s. Kaltwasserheilkunde.
Wasserleitung, Bauwerk, durch welches dasWasser einer Quelle ov. eines Flusses an einen ent-fernten Ort, bes. in eine Stadt, geleitet wird, umdaselbst den Wasserbedarf zu befriedigen. Trink-wasser, Wasser für häusliche Bedürfnisse rc., über-haupt kleine Wassermengen werden meist in geschlos-senen Röhrenleitungen (Röhrfahrten) von Holz,Sandstein (in Dresden), Kalkstein (in Triest), Thon,Steinzcng, Glas, Cement, Asphalt, Gutta Percha (inSchottland), Blei, Eisen (in Berlin) sortgeführt.Plötzliche Querschnitts- u. BiLwugSveränderungensind bei W-sröhren zu vermcwen, dagcger> ^nn manmit den Röhren leicht bergab u. bergan; gehe« . solange nur inder ganzenStreckekeinPnnktvorkomu'welcher höher liegt als die Quelle. Die Röhre»müssen einen dichten Schluß gestatten, dauerhaft sei»gegen Feuchtigkeit, Hitze, Frost n. gegen Druck vonaußen wie von innen u. dürfen nicht Stoffe an dasWasser abgebcn, welche der Gesundheit uachtheiligod. sonst irgend schädlich sind. Die Bleiröhreu ver-sieht man ans letzterem Grunde mit einem Ueberzngevon Schwefelblei. An hohen Punkten der Röhren-lcitnng sind Lnftständcr od. Windstärke anznbringc»,durch welche die sich hier etwa ausaiumelude Luftsich cntfernenläßt. Rohrleitungen müssen wenigstensim tief unter der Erde gebettet werden, zum Schutzgegen Frost; freiliegende Rohrstücke dagegen müssenmit schlechten Wärmeleitern, als Holz, Slroh, Ascherc. umgeben werden. Vor der Einführung in dieRöhren muß das Wasser, bes. das Trinkwasfer, ofterst durch Filtration gereinigt werden; im Großenverwendet man dazu meist mehrere Schichten Kiesu. Sand in großen Filtrirbassins od. Beeten. Einegrößere Menge Wasser wird in einer offenen W.,
e>genthllmliche, meist auf einer Seite des Gesichts^, h. in einem Graben, Kanals od. Gerinne fortgestattsindende und in der Nähe des Mundwinkels be-,leitet; solche W-cn müssen auf ihrer ganzen Streckegumende brandige Zerstörung der Wange. Der W. möglichst gleiches, aber geringes Gefäll haben. MauPierers Universal-CoiwcrsatwnL-Lexikoii. 6 . Ausl. XVIII. Band. 23