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Bd. 18 (1879) Vacarius - Zywilsk
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Wasscrglascomposition Wasserjungfern.

organischen Farbstoffe, Zinnober, Berliner Blau,Kobaltnltramarin u. Bleifarben. Mit gemahlenerKreide oder Gips zu einem Teig angerührt, erhältmau einen Kitt, welcher bes. zum Kitten von Thon-gefäßen tauglich ist. Auch zur Herstellung einesflammcnsichern Anstrichs von Holz nach Jmprägnir-uug desselben mit Chlorcalciumlösung wird das W.in neuester Zeit verwendet. Endlich hat das W. inder Malerei, bei der Stereochromie eine sehr wichtigeAnwendung gefunden. Auch lassen sich die Farben,mit W. angemacht, auf Glas austragen n. halten ansdemselben außerordentlich fest. In der Kattnndrncke-rei bedient man sich des W es als Besestignngsmitlelfür die Beizen u. Farben, auch wendet man es an,um weißen baumwollenen Zeugen Glanz und eingrößeres Gewicht zu geben, es dient also hierbei alsBerfälschnngsmittel, wenigstens insofern, als es derWaare das Ansehen einer besseren gibt. Im Handelkommt fast nie das feste, sich nur sehr schwer lösendeW., sondern nur dessen Lösungen vor, n. zwar ns diesogen. 66grädige, aus 66 W. und 34"/,, Wasser,u. b) die 33grädige, aus 33 »/o W. u. 67"/ Wasserbestehend. Vgl. Orth, Die W-gallerte, 2. A. Wenn.1857. Jungck.

Wafferglascompositio»,einemit Wasserglas-lösung u. Glycerin versetzte, meist mit N i t r o b e n z o lparsllmirte Olseife, welche sich gut zur Reinigungvon Woll- u. Seidenstoffen rc. eignen soll, zum Wa-schen der Hände rc. aber nicht zu empfehlen ist. Zu-sammensetzung nach Schelhaß: 12"/«Fettsäure, 18,,Kieselsäure, 7,idlatron, 2,g Glvcerin, 60"/v Wasser.

Waffcrhaktunst, der Inbegriff der Mittel, dieGrubenbaue vom Wasser frei zu halten, s. Bergbau,S. 209.

Wasserhaltungsmaschinc, eine Maschine zumWasserheben aus der Grube; so v. w. Pumpe. Vgl.Ritter v.Hauer, DieW-n derBergwerke, Lpz. 1879.

LLasserhnnf ist ilmpntorium cnnrmdinm.

Wasserhcikkunde, s. Kaltwasserheilkunde undvgl. noch: stiunge, Die Wassercnr, Leipz. 1879.

Wafferlieizunst, s. Heizung 3 o ck).

Wasscrhohcit, das Oberaufsichtsrecht der höch-sten Gewalt über alle Nutzungen der öffentlichenFlusse u. Seen, daher das Recht, gewisse Ordnungendarüber vorzuschreiben, deren Befolgung zu über-wachen n. zu verlangen, daß keine größere Anlagean einem Flusse ohne Anzeige bei der höheren Be-hörde u. ohne deren Leitung gemacht werde.

Wasserhose, eine über dem Wasser entstehendeTrombe, s. Wettersäulen.

Wasserhühner, Uailiä-w Farn, der Wat-vögel; Körper seitlich zusammengedrllckt, hochgestellt;Schnabel meist verkürzt, höher als breit; Nasen-grübe stark, darin die schmalen Nasenlöcher: Halsverlängert; Flügel gerundet, den Schwanzgrundmeist erreichend, erste Handschwinge stufig; Schwanzkurz; Beine mittellang, Zehen und Krallen lang,Hinterzehe tritt ganz ans; Gefieder dicht, zerschlitzt;Flug beschwerlich, dagegen sind es gute Schwim-mer; im Laufen halten sie den Körper horizontal,beim Gehe» und Schwimmen nicken sie. SumpfigeGewässer und Wiesen. Nahrung pflanzlich und thic-risch. Nest versteckt, wenig kunstvoll. Eier hellbraunmit dunklen Flecken. Nestflüchter. Überall verbreitet.Hierher die Galt, k?uiien D-, Wasserhuhn; Schnabelkürzer als der Kops, hoch, mit Stirnschwicle, am

Grunde Zehen mit Schwimmlappen an den einzel-neu Gliedern. Binnengewässer. Nest im Schilf.Eier gelbbraun mit scharfen, feinen Punkten. DieArten sehr ähnlich nbrnL., gem.W., Bläßhuhn;-16 om; schiescrfarüen; Schnabel und Stirnschwicleweiß. Alte Welt n. Australien. 6n1linnla. Lckss.,Teichhnhn; wie vorhin, nur Zehen breitsohlig, aberohne Lappen; Eier gelbbraun mit weitständigenFlecken n. Punkten. Ans bewachsenen Teichen. 6.oüloropna Lnt/r., 32 vm; oben dnnkclolivenbrau»,untere Schwanzdecken weiß; alt wird es mehr schic-serfarben; Schnabel ist an der Spitze guttgelb, dieMitte n. Stirnplatle roth. Fast überall vertreten.l?urpüz-rio Lins«., Snltanshnhn, Schnabel starku. hoch. Stirnschwiele länglich, breit. Flügel mittel-lang. Schwanz kurz, gerundet. Zehen lang, ohneSchwimmlappen. Mit prächtigem Gefieder. P.vstsrnm übn. Pnrpnrhnhn, s. d. Lnilus LeMst.,Ralle, s. d. Orex Äee/iLt., Sumpfhuhn, s.d. Auchdie Gatt, knrra. Dat/i., Spornflügler, s. d., wirdhierher gestellt. Farwick.

Wttsscrhitltd, Hund, welcher zur Wasserjagd ge-braucht wird.

Wasscrjagv, Jagd auf Wasservögel, wie Enten,Beccassinen, Möven, Kraniche, wilde Schwänen, a.

Wasserjungfern, knboUulinn Lu, m., Jnsec-tenfam. aus der Ordg. der Geradflügler; Kopf undBrust groß; Hinterleib lang n. schmal, stabfö mig;der halbkugelige oder qnerwalzige Kopf ist frei undwendbar, trägt 2 vorgequollene Angen, kleine stirn-ständige, 67gliedrige Fühler u. kräftige Freßwerl-zenge; Nebenangen vorhanden; an der starken Prüftsitzen die 4 gleich-, netz- u. glasartigen Flügel; Längs-mal am Borderrand etwas nach hinten gerückt, wäh-reuddie kurzen Beine nach vorn gezogen sind; TarsnS3gliedrig; Hinterleibsringe 11, der vorletzte mit 2stiel- od. blättrigen Naifen. Geschlechter in der Färb-ung ost verschieden. Ihre Nahrung besteht in an-deren Jnsecten, welche sie in flatterndem od. reißendschnellem Fluge erjagen. Aufenthalt meist in derNähe des Wassers. Bes. merkwürdig ist bei diesenJnsecten die Art und Weise der Begattung. DasMännchen ergreift mit dem Raifen des Hinterleibesdas Weibchen, worauf dieses sein Himerleibsendegegen den zweiten Bauchring des Männchens krümmt,um ans dem in einer Spalte desselben belegencuCopnlationsorgane die Samenslüssigkeit in dieScheide anfzunchmen. Das Männchen muß, da dieAusführungsgänge der Hoden sich am 9. Hinter-leibsringel öffnen, vorher durch Krümmung des Hin-terleibes das Copnlationsorgan mit Samenflüssig-kcit anfiillen. Nach beendeter Begattung wird dasWeibchen losgelasscn, od. aber das Männchen hältdas Weibchen im 'Nacken fest u. fliegt mit demselbenüber das Wasser, während dessen das Weibchen dieEier in dasselbe fallen läßt. Die ans den dem Wasserzngeführten Eiern hervorgehenden Larven sind räu-berisch, ergreifen mit ihrer zu einem vorstreübaren,das Gesicht oft maskenartig bedeckenden Ranbarmeumgestalteten Unterlippe ihre Beute. Ihre 6 Beine

sind kräftig. Die Athmung geschieht nur bei wenigendurch äußere Kiemen, die Mehrzahl athmet durch n»Darme belegene Trachcenkiemen. Die Puppen be-wegen sich ohne Nahrungsaufnahme eine Zeit langim Wasser, erklettern dann über das Wasser vor-ragcnde Pflanzen, um das beflügelte Jnsect zu ent-