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Wasserdost -
Lei. Leder kann durch Tranken mit einer geschmol-zenen Mischnnq von 8 Thln. Kautschuk, 16 Thln.Wachs u. 6 Thln. Kolophonium oder durch Anfbür-sten einer heißen n. kochend bereiteten Mischung von6 Thln. Kautschuk, 6 Thln. Schweinefett und 24Thln. Leberthran oder durch Eiuschmieren mit einerMischung ans 2 Thln. Schweinefett, 1 Thl. Talgn. 4 Thi. Kantschnklösnng wasserdicht gemacht wer-den. Glatzel.
Wasserdost ist Lnpniorinm ennnodinurn.
Wnsscrdroffel, so v. w. Wasserschwätzer.
Wnsserelstcr, so v. w. Anstcrnsischer.
Wasscrfadcn, so v. w. Lonkorva.
Wasserfalle, Paß im Schweizer. Jura, aus derGrenze der Kantone Solothurn und Baselland.
Wasserfarben, die zur Aquarellmalerei (s. d.)dienenden Farben, welche mit Wasser angeriebcnwerden.
Wasscrfarbcnmalerci, s.Aquarell-u. Gouache-Malerei.
Wafscrfarne sind die 8aivmiaeoas u. Llarsi-liaooao (s. d.).
Wasserfenchcl, die Früchtchen von Oenantsispsiellanckriuin.
Wasscrflöhe, Llalloesra Krcbsthierfam.aus der Ordg. der Kiemensüßler; kleine, höchstens2mm lange, zumeist Süßwasserthierchen, von ovalerKörperform; die kappensörniige Kopsbrnst trägt eingroßes, bewegliches Stirnange, 2 Fühlerpaare, derenerstes sehr klein, das zweite dagegen stark u. zwei-armig ist n. lange Änderbarsten besitzt; der Hinter-leib ist mit 4—0 Kienienfnßpaarcn versehen n. dasHinterleibsende läuft in klanenartigen Gebilden ans;der Hinterleib wird der Regel nach mit einer die Be-deckung der Kopfbrust fortsetzenden zweiklappigenSchale umgeben. Männchen kleiner als die Weib-chen. Fortpflanzung durch Eier, im Sommer jedochungeschlechtlich durch Ammenzeugung. Die Beweg-ung der Thierchen erfolgt durch die Thätigkeit derRudersühler; bei den Bauchschwimmern erfolgt siestoßweise schnell, bei den Rückenschwimmern lang-samer u. gleichartiger. Diese kleinen Thierchen, ge-wöhnlich in außerordentlich großer Zahl auftretend,spielen im Haushalte der Natur als hauptsächlichesNahrungsmittel junger Fische eine große Nolle.Durch ihr zahlreiches Erscheinen färben sie öfter Ge-wässer. Hierher: Uaplmia pnlox Akr., gem.Wasscr-floh; bis 2 mm; sehr verbreitet, l). LolmolieriLarrck., rother Wasserfloh; über 2 mm lang: färbtDorspslltzen roth. Farivlck.
Wafserflorflicge,8iaIi8Lak»'., Gatt.der gleich-namigen Fam. der Netzflügler (s. d.), mit kleinenFlügeln u. herzförmig erweitertem vorletzten Tar-sengliede. Dahin 8. lutarm L., 12—16mm,schwarz,Kopf und Bruststück hellgelb gefleckt, zwei hellgelbeStriche auf dem Scheitel; und 8. kuliginosa, Ichel.,2—14 mm, ähnlich, Loch statt der Striche ein läng-liches Herz. Beide an Holzwerk bei Gewässern.
Wafsergas, s. Gasbeleuchtung l?.
Wasserglas,einechemischeBerbindnng vonKie-lelsänre mit Kali od. Natron, welche sich in Betreffihrer chemischen Zusammensetzung von dem gewöhn-lichen Glase durch einen größeren Gehalt an Alkaliu. Las Fehlen der anderen Basen, des. des Kalks,unterscheidet. Das W. in fester Form hat das Aus-sehen des gewöhnlichen Glases, löst sich in koLend-mi
- Wasserglas.
Wasser nur langsam n. schwierig, aber vollständigauf, wird jedoch unlöslich bei Gegenwart von Erdenu. Metallvxyden; durch Säuren ist es leicht zersetzbar,indem dieselben das Alkali binden u. die Kieselsäureals unlöslichen Niederschlag aussällen; selbst dieKohlensäure bewirkt eine Abscheidnng von Kiesel-säure, daher die Lnft vermöge ihres Gehaltes anKohlensäure stets einen zersetzenden Einfluß auf dasW. ansübt; es besitzt eine stark bindende Kraft, in-dem cs in den unlöslichen Zustand übergeht und zneiner stcinartigen Masse erhärtet. Je nach der Artder Bereitung n. der Natur der Bestandtheile unter-scheidet man 4 Arten von W.: Kali-W., Natron-W.,Doppel-W., Fixirnngs-W. Zur Bereitung von a)Kali- u. d) Natron-W. schmilzt man 15 TheileQnarzsand mit 10 Theilen Pottasche oder 8 Theilecalcinirte Soda n. 1 Thsil Holzkohle oder 20 Theilecalcinirtcs Glaubersalz u. 5—6 Theile Kohle in ge-wöhnlichen Glashäfen, löst die geschmolzene u. p'ul-verisirte Masse in kochendem Wasser auf, concentrirtdie Lösung durch Abdampfen n. versendet sie als sog.präparirtes W. Nach einer anderen Methode löstman gepulverten Feuerstein, od., was leichter geht,nach Liebigs Vorschlag, Kieselgnhr in starker Kali-od. Natronlauge in eisernen Gefäßen n. unter einemDruck von 7—8 Atmosphären auf. Der Kieselgnhrwird zum Zweck derZerstörnng der ihmbeigemengtenorganischen Stoffs erst geglüht, gibt aber trotzdemfast stets ein etwas gefärbtes W. o) Das D o p p e l -W. ist eine Mischung von Kali- u. Natron-W. undwird durch directes Znsammenschmelzen von Sodan. Pottasche mit Quarz n. Holzkohle erhalten, ä)Das Fixirnngs-W. unterscheidet sich vom ge-wöhnlichen W. durch seinen größeren Gehalt an Al-kali; man gewinnt es durch Vermischung vonKalium-W. mit NatriumkieselfenÄtigkeit (durch Znsammen-schmelzen von 2 Theilen calcinirter Soda u. 3 Thci-len Qnarzpnlver n. Auflösen der Wasser erhalten).Es findet nur in der Stereochromie Anwendung.Bereits 1818 von I. N. v. Fuchs entdeckt, hat dasW. erst in der neueren Zeit eine ausgedehntere An-wendung gefunden. Mit W. impräginrtes Holz wi-dersteht kräftig denzerstörendenEinflnssendes Feuers,des Wassers u. der Atmosphärilien. Das W. zerlegtsich nämlich dabei unter Abscheidnng von Kieselsäure,infolge Lessen das Holz mehr verkohlt als verbrennt.Kalksteine, in eine Lösung von W. getaucht, absor-biren ebenfalls Kieselsäure n. werden dadurch dichter,fester u. politnrfähig; ebenso können künstliche Bau-steine durch Znsammenkneten von Sand mit W.-lösnng hergestellt werden. Ferner dient es als vor-zügliches Klebemittel, zur Appretur von Zeugen, zurHerstellung einer bleifreien Glasur bei Töpserwaa-ren, zur Härtung von bearbeiteten Bausteinen undStatuen ans weichen, leicht verwitternden Steinen,Kreide, Dolomit, Knochenerde, Zinkoxydrc.,erstarrendamit zu marmorähnlichen Massen. Auf Gips istdagegen seine Wirkung eher schädlich als nützlich.Auch zur Fabrikation n. Füllung von Seifen wirdviel W. verbraucht. Wichtig ist auch die Anwendungdes W-es als Überzug auf Misittelwänden und zurHerstellung von hydraulischem Mörtel; ein solcherAnstrich mit W. erlaubt das Reinigen der Wändemit Wasser, färbt nicht ab n. ist weit billiger als einAnstrich mit -Ölfarbe: indessen lassen sich nicht alleFarben zum W-anstrich benutzen, so z. B. nicht die