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Bd. 18 (1879) Vacarius - Zywilsk
Entstehung
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Wasserblei Wasserdichte Gewebe.

Wafserblci, so v. w. Molybdänglanz. W-ocker,so v. w. Molybdänocker.

Wassei'blütlie.istl-imnoeüliäsllos agnaslüs.,eine Alge aus der Familie der Hostoeüaooas, nntpaarweise augeordneten größeren Grenzzelleii zwi-schm kleineren, zu perlschnnrartigen Fäden ange-ordneten Zellen u. mit verlängert cylindrischen Spo-ren; die Pflanze überzieht die Oberfläche oft miteiner dichten Haut, welche nach starkem Wind wie-der verschwindet.

Waffcrüruch (Hz'äroosls), 1) W. des Hodens(II. tostüs), besteht in einem serösen Erguß in dieScheidenhant des Hodens. Er ist entweder angebo-ren (kl. eovAenila) oder erworben (II. aoguisita).Elfterer kommt dadurch zu Stande, daß der prooss-sns vaginalis des Bauchfells, welcher mit dem Ho-den in das serolnm hinabsteigt, nicht in normalerWeise verwächst, sondern ganz oder theilweise ossenbleibt. Es kann dadurch die seröse Flüssigkeit ausder Bauchhöhle in die Scheidenhant treten. DerW.kann mit einer Hernie complicirt sein. In manchenFällen verschwindet er von selbst; bei starker Belä-stigung durch die Geschwulst kann man durch Pnnc-non mit einem feinen Troicart die Heilung herbei-sühren. Der erworbene W. entsteht öfters nachVer-letznngen des Hodens, auch ohne bekannte Veranlass-ung, nach Entzündungen der Harnröhre, infolge ge-ringer aber anhaltender Reize (enge Beinkleider,Drnckcines Bruchbandes, wiederholtelcichteQnetsch-nngen). Durch das Gewicht der Geschwulst und dieZerrung des Samenstrangs entstehen mancherlei Be-schwerden. Die Behandlung besteht, wenn man nurpalliativ wirken will, in der Punction mittels desTroicarts. Der Erguß bildet sich indessen fast aus-nahmslos miss neue. Zur Radicalheilung spritzt mannach der Punction reizende Flüssigkeiten, meist ver-dünnte Jodtinctnr, ein, um durch die erzeugte Ent-zündung eine Verwachsung der Scheidenhantwändezu erzielen; od. man macht eine größere Jncision inbas sorotum. Die Heilung ersolgt hierbei nach län-gerer Zeit durch Eiterung od. unter Listerschem Ver-bände durch directe Verklebung der Wände desSackes binnen 810 Tagen. 3) W. des Samen-strangs(llz'ärooslö Inniouli spsrmatüoi) entsteht ent-weder acut od. allmählich in Resten des xroosssus va-ginalis am Samenstrang, meist infolge wiederholterQuetschungen. Behandelt wird er durch Punctionmit od. ohne nachfolgende Jnjection. Blumberg.

Wasserburg, Stadt u. Hauptort in dem 692,dstcm (12,57 !DM) mit (1875) 34,340 Einw. um-fassenden, gleichnam. Bezirksamt desbayer. Regbez.Oberbayern, mit der Vorstadt Bürg, am Inn,Station der Bayer. Staatsbahnen; altes Schloß,Kranken - und Armenhäuser, Besserungsanstalt fürjugendliche Verbrecher, Mineralbad (St. Agnatii,Ächazbad), Fabrikation von sog. W>er Dosen, Bier-brauerei, Schifssahrt, Hopsenbau; 1875: 3633 Ew.W. ist Geburtsort des Componisten Aiblinger. DieStadt war ehemalSHauptort einer Grafschaft, welcheum 1250 an Bayern kam. Am l.Mai 1874 großeFeuersbrunst. Vgl-Illust. Ztg. Nr. 1613. H- Berns.

Wasserdicht, die Eigenschaft eines Stoffesoder eines Verschlusses von Wasser nicht oder nursehr schwer durchdrungen zu werden. Sie wird ausdie verschiedenste Weise den einzelnen Gegenständenrrtheilt. Gefäße, Schisse, Dächer rc. werden wasser-

dicht, indem man sie ganz mit Harz, Theer, Kaut-schuk rc. überzieht, oder mit diesen Körpern faserigeStoffe, wie alte Stricke, tränkt und damit oder auchmit einem wirklichen Kitt die Fugen ansfüllt. Was-serbauten werden durch einen fetten Thon od. durchhydraulischen Mörtel (Cement) wasserdicht, einzelneSteine durch Bestreichen mit Steinkohlentheer nachvorhergegangenem Erwärmen od. durch Behandelnmit einer Mischung von 85 Thln. Theer, 10 Thln.Asphalt, 3 Thln. Talg n. etwas Leinöl. Sehr po-röse Steine bedürfen eines Zusatzes von pulverigenKörpern (Thon, Eisenoxyd) zu diesen Flüssigkeiten,damit die Poren ansgesüllt werden. Glatz-l.

Wasserdichte Gewebe stellt man in der Regelmit Hilfe von Kautschuk her, den man in Leinöl löst.Die Gewebe werden mit dieser Lösung überzogen,darauf bei 60" getrocknet, dann drei Mal mit einerAbkochung von Glätte, Umbra, vegetabilischemSchwarz n. Leinöl überstrichen und bis auf 45° er-wärmt. Die so hergestellten Zeuge sind so dicht, daßsie weder Wasser noch die KörperansLünstnngen hin-durch lassen u. deshalb zu Kleidungsstücken nicht ver-wendbar sind. Um Gewebe auch für letzteren Zweckgebranchbar zu machen, tränkt man sie mit einerLeimlösnng, die in geringer Menge Kalinmbichromatenthält u. läßt sie dann dem Einflüsse der Lichtstrah-len ansgesetzt, oder man behandelt sie zunächst mitschwefelsaurer Thonerde u. Kupfervitriol u. zieht siedann durch eine Lösung von Wasserglas oder Harz-seife; oder man tränkt sie mit einer Bleizncker- oderKnpfcrvitriollösung und behandelt sie nachher mitWasserdampf u. Schwefelwasscrstoffgas. Ebenso solleine Umhüllung mit schwefelsanrem Bleioxyd durchTränken mit Bleizncker u. Schwefelsäure od. Alaunwasserdicht machen. Essigsäure Thonerde, welchebeim Vermischen von Bleizncker n. Alaun entsteht,macht die damit getränkten und später gebügeltenStoffe auch wasserdicht. Sehr gut wirkend ist fol-gendes Necept: Man löst in 10 Thl. Wasser 1 Thl.schwefelsanre Thonerde, überzieht mit derselben dieStoffe u. bestreicht sie darauf mit einer Lösung von1 Thl. krystallisirter Soda, 1 Thl. Kolophonium, 10Thln. Wasser, die man durch Kochen erhalten hat,scheidet die so erhaltene Seife mit Kochsalz ab undlöst dieselbe mit 1 Thl. weißer Seife in 30 Thln.Wasser. Beim Wasserdichtmachen von Segellein-wand kann man sich folgender Vorschrift bedienen:Zn einem kochenden Seifenbrei ans 56 ÜA weicherSeife u. 150 lc§ Wasser setzt man ca. 30 ÜA Zink-vitriol, schmilzt die gebildete Seife in Wasser um,setzt 15 lc§ derselben zu einer kochenden Mischungans 240 ÜA Leinöl, 2,5 ÜA Pottasche u. 5 Ic^ Wasser,nachdem man hierzu 1,25 Ic§ Bleizncker, 1 IcA Blei-glätte, 2 ÜA Mennige u. 10 lc§ braunes Harz gefügtu. damit gekocht hat. Schließlich verrührt man dasGanze mit einer Lösung von 1,5 Ic§ Kautschuk in 9

Terpentinöl u. streicht dann die Mischung heißnach einander aus beiden Seiten auf. Zwillich rc.zum Bedecken von Militärwagen kann mit einerkochend bereiteten Mischung aus 1 IcZ Asphalt, 0,25KZ Kolophonium, 7,5 IcF Firniß, 3 IcA Terpentinölu. 2,zIcAKienrnß bestrichen werden. Wollene Ge-webe werden zuerst mit Alannlösung, dann mitweißer Natronseife behandelt u. darauf in geheiztenRäumen getrocknet. Groben Stoffen gibt man zuLen erwähnten Lösungen oft etwas Thon od. Kreide

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