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Bd. 18 (1879) Vacarius - Zywilsk
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318
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Wanzcnau Wappc

porina D., Wachholderwanze, 1 er»; mattgrün. AufWachholder. ?. ruüxeo D., gein. Baumwanze, 1,zom; braun; Schildchenspitze u. Beine röthlich. StichtRaupen auf Bäumen an. ?. baocarnm D.,Beercn-wauze, 1 em; Fühler weiß, schwarz geringelt; Via-lett-röthüch. AnfGehölz. P.olsraeoaP.,Kohlwanze,6 mm; metallisch grün mit weißen od.rothenFlecken.Auf Gartenpflanzen, bes. Krenzblüthlern. Die 8eu-tolisra-Arten der Tropen sind durch Größe undPracht der Farben ausgezeichnet. Die Stachelwan-zen (Xeanl-Iwooina) gehören zumeist den Tropen anund haben ihren Namen von den dornigen Buckelnan der Brust erhalten. P. ckontatum Dey., lebt ansBirken. Fossile Arten im Tertiär. Lil. Hahn, C. W.,Die wauzenartigen Insekten rc., Nürnb. 1831 bis1846; Fieber, F. L., Die Europäischen Hemiplera-c., Wien 1860. Farwick.

Wanzcnau, Flecken im Landkreise StraßburgdesdeutschenRegbez.Unter-Elsaß(Esaß Lothringen),an der Jll, 4 üm oberhalb ihrer Mündung, Stationder Elsaß-Lothring. Eisenbahnen; Rhcinschifssahrt,Fischerei, Weberei, Ziegelbrennerei, Korn- u. «isä-gcmühle, Getreide-, Tabak- u. Hopfenbau; 1875:2154 Ew. (Gem. 2302).

Wanzenbcere ist liiben m'grum.

Wanzenkraut ist das gisüge in NDcutschlandu. NEnropa wachsende, citronenartig betäubend rie-chende l-sänm pnlnstrs, wird znm Lertrciben vonJnsecten u. inder Gerberei gebraucht (vgl. Postum).

Wanzlcben, 1) Kreis im preuß. Regbez. Mag-debnrg, durchschnitten von den Linien Magdeburg-Halberstadt und Leipzig-Halle-Magdebnrg-Stendal-Ulzen der Magdeburg-Halberstädter Eisenbahn;543,gg fHlcw(9,»z ÜZM) mit (1875) 69,037 Ew. 2 )(Groß-W.), Kreisstadt darin, an der Sarra, einemNebenflllßchen der Rode; Amtsgericht, Zuckerfabrik,Branntweinbrennerei, Kesselschmiede und Pslugfa-brik, Kalksteinbruch, Acker-, namentlich Rübenbau;1875: 3977 Ew. W. war schon 814 vorhanden u.wurde 1375 zur Stadt erhoben. H- Berns.

Wapello, County im Nordamerika». Unionsst.Iowa; 40° n. Br. n. 92° w. L.; 22,346 Ew.Hauptort: Ottumwa.

Wapiti, 6orvn8 eanastensi8 Lrr.ss., größteHirschart, von derGröße eines Pferdes. Rothbraun;Hörner rund, niemals flach werdend. NAmerika.

Wapno, Kirchdorf mit Rittergut im Kreise Won-growitz des preuß. Regbez. Bromberg; 390 Ew.In unmittelbarer Nähe ein Gipslager, das starkausgebeutet wird, u. worunter 1872 in einer Tiefevon 130 m ein Steinsalzlager erbohrt worden ist.

WapPäus,J ohannEduard, bedeutender Geo-graph u. Statistiker, geb.17.Mai 1812 in Hamburg,besuchte 183031 die landwirthschaftliche Akademiezu Möglin u. studirte dann bis 1838 in Göttingen,Berlin, Bonn u. Paris, unterbrach aber seine Studien183334 durch eine Reise nach den CapverdischenInseln u. nach Brasilien; 1838 habilitirte er sich inGöttingen, wo er 1845 außerordentlicher u. 1854ordentlicher Professor wurde. Er schr.: Untersuch-ungen über die geographischen Entdeckungen derPortugiesen unter Heinrich dem Seefahrer, Gött.1842; Die Republiken von SAmerika (1. Thl.Venezuela), ebd. 1843; Deutsche Auswanderung u.Colonisation, Lpz. 1846 n. 48; Handbuch der Geo-graphie n. Statistik von Amerika, ebd. 1855 ff., u.

von Brasilien 1871 (zur neuen Bearbeitung vonSteins u. Hörschelmanus Geographie u. Statistik);Allgemeine Bevölkerungsstatistik, Lpz. 185961, 2BLe.; Über den Begriff n. die statistische Bedeutungder mittleren Lebensdauer, Gött. 1860. Schr-xu.

Wappen, im Allgemeinen Schilde, die mit aller-lei Figuren n. Zeichen verziert sind. Solche fandensich schon im Alterthnm, die Germanen bemaltenzuTacitns'Zeiten ihreSchilde mit Farben u Zeichen.Was man dagegen im engeren Sinne unter W. ver-steht, hat erst im Mittelalter seinen Ursprung, inso-fern der vollständig geharnischte n. sonach unkennt-liche Ritter ein Erkennungszeichen für das Schlacht-getümmel haben mußte, ».dieseswurde am Schildeals Bild od. am Helm als Hclmkleinod angebracht.Da dieses Erkennungszeichen zu den Massen gehörte,ist das Wort M. ursprünglich mit Waffen identisch,wie denn auch in der sranz. u. engl. Sprache ariuogn. arw8 für beide Bezeichnungen gebraucht werden.Die Äeschlechtswappen sind wahrscheinlich dieältesten,u. aus ihnen sind meist die Landes-Herrschasts-Ä.hervorgegange». Zwischen den Geschlechts- u. Herr-schafts-W. standen, insofern bei dem Feudalsystemdas Amt regelmäßig mit einem Landbesitz verbun-den und mit diesem vererbt zu werden Pflegte, dieAmts W. der Kaiser!, u. König!. Beamten u. Va-sallen (Herzöge, Grasen, Bischöfe rc.). DieW-bilderwaren ursprünglich meist Löwe», Leoparden, AdlerGreife rc., daher auch W-thiere genannt, und deutetdiese Wahl auf byzantinischen od. orientalischen Ur-sprung. Mit denKreuzzügen kamendieseBildernachWesteuropa u. seit jener Zeit begann eine neue Ge-staltung der W. Den bedeutendsten Einfluß aus dieGestaltung der W. übten dieKrenzzüge; ihre völligeAusbildung erhielten sie durch Ritrerlhnm u.Ritter-spiele, u. Liese durch die den letzteren vorhergehend!Wappen fchau (s. u. Turnier), wo von den Her-olden auSgemittelt wurde, ob Jeder das seinem Ge-schlecht«: u. Stamme gemäße W. führe. Sie wurdenerblich, und Schild und Helm die Träger derselbe».Diese Form blieb ihnen auch dann, als sie zu ande-ren Zwecken u. zu den Siegeln verwandt wurden.Die W. bezeichnen den Inhaber desselben mit allenRechten dos Besitzes, des Standes und der Würde,welche er hat oder auf welche er Anspruch macht.Der Versuch sie aus Allegorien herzuleiteu, ist un-richtig, so wie die symbolisirende Bedeutung einzel-ner Farben u. Figuren Spielereien eines spätere»Zeitalters sind, wogegen aber nicht zu verkennen ist,daß diese Deutungen auf die Gestaltungen der W.aus dem Ende des 17. Jahrh. Einfluß geübt haben.Daß die ältesten W. von den durch die Geburt dazuBefähigten willkürlich angenommen wurden (wiedenn ja selbst Brüder ganz verschiedene Bilder ge-brauchten), ist gewiß, nicht weniger aber wurdespäterhin eine solche Annahme nicht mehr gestattetu. säst in allen Ländern durch Gesetze untersagt. DwErtheilnng der W. stand und steht nur der höchste»Macht im Staate zu, u. die Urkunden, wodurch dieFührung eines W-s in bestimmter darin gegebenerForm gestattet wird, heißen W-briefe; solche kom-men bereits 1312 vor n. häufiger gegen das EMdes 14. Jahrh. Die Adelsbriefe sind auch zugleichW-briefe, jedoch wurden auch früher oft W. ohneAdel ertheilt, od. bereits geführte W. gebessert, wo-rauf sich die Vollmacht der Hof- u. Psalzgrasen er-