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Voltui-s — Volhyuion.
gen, wurde 1865 außerordentlicher u. 1870 ordent-licherProsessor der Physiologie an der Hochschule zuMünchen Unter seinen Schriften sind bej. als epoche-machend hervorznheben seinephysiolog.-chem. Untcr-snchnngen, Augsb. 1857; Beitr. znm Kreislauf desStickstoffs im thicrischcn Organismus und über dieAusnahme des Quecksilbers n. seiner Verbindungenin den Körper. Mit Bischofs: Gesetze dar Ernährungdes Fleischfressers, Lpz. 1800; Wirkung des Koch-salzes, des Kaffes n. der Bewegung auf den Stoff-wechsel, Munch. 1800; Untersuchung der Kost ineinigen öffentlichen Anstalten, ebd. 1877, rc. Seinemit Pellenkoser ausgesiihrten Untersuchungen überdie Respiration und den Stoffverbranch, ferner dieüber Zersetzung stickstoffhaltiger Stoffe im Thierkör-per sind von großer Tragweite in Bezug auf dieLehre von der Ernährung gewesen, t) Regnet. 2 > r.
Voiiura (fr.), Fuhrwerk, Wagen.
Vol., Abkürzung für Volumen.
Volabcl(v.Fr.),flüchtig; Bolabilitat,Wich-tigkeit.
Voland (Volant, Volland), bei mittelhochdeut-schen Dichtern der Böse V., Junker V., so v. w.Teufel.
Volant (v. Lat.), fliegend, flatternd.
Volant (fr.), Federball; loser Besatz, Felbel;Schwungrad.
Aolatcrrä (Felathri), eine und zwar die größteder Zwölfstädte Etruriens, jetzt das mindestens um2 Drittel kleinere Volterra.
Volatil (v. Lat.), leicht verfliegend, flüchtig, des.von chemischen Stoffen. Volatiliu, flüchtige Mittel,welche bei geringem Grad von Wärme sich verflüch-tigen. Volatilität, Flüchtigkeit, Veränderlichkeit.Bolatilisiren, verflüchtigen.
Volcäno, 1) Insel ans der Gruppe der Lipari-schen Inseln, hat fenerspeiendenBerg mit 2 Kraternn. einer Solfatara; viel Schwefel u. Kaninchen; 2)jInsel ans dem Archipel Santa Cruz (westliches Po- jlynesie»), mit einem feuerspeienden Berge; entdeckt!von Mendana 1590, wiedcrgefnnden von Tarieretl76K; 3)Jnsel in derDampiersstraße beiNen-Bri-tannien, mit feuerspeiendem Berge.
Volants veo (lat.), wenn Gott will, mit GottesWillen.
Volenti non k!t injuria (lat.), dem Wollenden ge-schieht nicht Unrecht, wer es so haben will, dem ge-schieht es recht, nur von crwerblichen u. veräußer-lichen Rechten anwendbarer Grundsatz.
Bolger, 1) Wilhelm Friedrich, verdienterSchulmann, geb. 31. März 1794 in Neetze bei Lü-»eburg; studirte seit 1812 in Göttingen TheologieAid Schiilwissenschasten, wurde 1815 Collaborator,1830 Rector n. 1830 Director am Gymnasium Jo-hanneum, seit 1838 auch Stadtbibliothekar zu Lüne-burg, 1844—67 Direktor der mit dem Johannen»!vereinigten Realschule. 1867 trat er in den Ruhe-stand u. widmete seine Muße nun als Stadtarchivarhauptsächlich der Lünebnrgischen Geschichte. Er starb8. März 1879. Außer seinen vielgeschätzten Lehr-». Handbüchern über Geographie u. Geschichte sindvon seinen Schriften zu erwähnen: Länder- n. Völ-Mkunde, Hann. 1819 s., 2 Bde., 3. A. >833; ÜberMs histor. Element in der geograph. Wissenschaft/-oerl. 1834; Geschichtstabellen zum Schnlgebranch,«Hamburg 1847—55, 3 Abth.; Der Dreißigjährige
Krieg im F-ürstenthum Lüneburg, ebd. 1847—54,3Abth.; Der Ursprung u. der älteste Zustand der StadtLüneburg, Lüneb. 1861; Die Patricier der StadtLüneburg, ebd. 1863; außerdem zahlreiche stadtge-schichtliche Monographie»!, endlich: LünebnrgischesUrknndcnbnch, ebd. 1872 ff., 3 Bde. 3) GeorgHeinrich Otto, gen. Scnckenberg, Mincralog n.Geolog, Sohn des Vor., geb. 30. Jan. 1822 zuLüneburg; studirte in Göttingen, wo er sich 1847habilitirte; wurde 1851 Professor in Zürich n. 1856am Senckenbergischen Institut zu Fraiiksnrt a. M.,wo er 1859 das Freie Deutsche Hochstift, eine seitdem zu bedeutender Entwicklung gelangte Akademie,gründete u. deren Obmann er ist. Unter seinen zahl-reichen Schriften, sind hervorzuheben: Methodische«schule (Handbuch) der Naturgeschichte, Stnttg. 1851n. Leitfaden der Naturgeschichte, Stnttg. 1852 f.;Studien zur Entivickelnngsgeschichte der Mineralien,Zür. 1854; Entwickclungsgeschichte der Mineraliender Talkglimmerfamilie, ebd. 1855; Krystallogra-phic, Stnttg. 1855; Erde u. Ewigkeit, Frkf. 1857 ;Phänomen der Erdbeben in Mitteleuropa, 3 Bde.,Gotha 1857; Buch der Erde, 2 Bde.. Leipz. 1859;Steiukohlenbildung Sachsens, F-rkf. 1800; Stcin-salzgebirge von Lüneburg, ebd. 1805; Wissenschaft-liche Lösung der Wasserjrage, ebd. 1877. V. trat inder Geologie in Widerspruch mit der herrschendenplutonistischen Schule, mit deren Vertretern er da-her in lebhafte Kämpfe gerieth. Der von ihm ein-geschlagenc Weg ist seit 1866 kräftigst verfolgt durchFriedrich Mohr n. A. — Seit 1860 widmete V.sich großenthcils praktischen bergmännischen Unter-nehmungen, um deren Ergebnisse in vorbereitetenwissenschaftlichen Arbeiten zu verwcrthcn (Quell-bruiiuen zur Wasserversorgung vonFrankfurta.M.,geolog. Ausschließung des Bodens von LUncbnrgrc.).Außerdem erwarb er sich das Verdienst, das Vater-haus Goethes durch Ankauf u. Wiederherstellung zuretten; schrieb darüber: Goethes Vaterhaus, Franks,a. M. 1803, 3. A. 1879 II. lieferte außerdem zahl-reiche Beiträge zur Goethe-Literatur, i) Lagai. s) r.
Wolhynien, russ. Gonvernement, begrenzt vonLublin, Siedlce, Grodno, Minsk, Kiew, Podolien n.Österreichisch Galizien; 71,839 s/Ikin; nördl. ganzeben, vielfach sumpfig, südl. hügelig, z.TH. Steppe,fast überall aber fruchtbar, od. wenigstens einer er-giebigen Cultnr zu gewinnen; hat keine großen Ge-wässer (Pripet, Tnrija, Smoloü, Styr, Goryn,Slutsch, Usch, Tcterew u. a.), vcrhältnißmäßig ge-mäßigtes Klima. Die 1,719,890 Ew. sind überwie-gend Kleinrussen, neben welchen Polen, Juden (je>80,000), Großrusseu, Deutsche auftreten; vorherr-schend ist die Griechische Kirche, dieKatholische Kirchezählt etwa 180,000 Bekenner. Der Ackerbau bringtgroße Mengen von Getreide, Garten- und Obstbausind unbedeutend, dagegen nimmt die Waldcnltureinen hohen Rang ein; etwa 42"/o des Bodens sindnoch von Wald bestanden. Die Jagd ist in denSnmpfniedernngen und den zusammenhängendenWäldern sehr ergiebig, namentlich an Schwarz- u.Roihwild, auch gibt es hier noch Wölfe, Luchse, Bä-ren, Fischottern, Biber und zahlreiche Sumpfvögel.Von Hansvieh zieht man Pferde, Rindvieh (von sehrgutem Stamm), Schafe (z. Th. veredelt), Schweine,Bienen; Fischerei nicht unbedeutend. DaS Mineral-reich bringt Sninpseiseii, Salpeter n. vielerlei Bau-
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