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Mttoria — Vivicniit.
Bittoria, 1) Stadt, so v. w. Vitoria; 2) Stadtin der ital. Prov. Siracusa (Sicilien); 16,543 Ew.(Gem. 17,921). In der Nähe lag das antike Ca-marina (s. d.).
Viktoria od. Victoria, T o m m a s e o L u d o v i c oda, berühmter Tondichter ans röm. Schule, geb. um1540 zu Avila in Spanien, kam jung nach Italienund erhielt musikalischen Unterricht von den päpstli-chen Sängern Escobedo n. Morales in Nom, dannvon dem älteren Nanini n. von Palestrina, dessenRichtung er vollständig nachfolgte, wurde 1573 Ka-pellmeister am6o1Is^inm§ermanieum, 1575 anS.^xolliuars, ging später nach Spanien zurück u. st.um 1608. Er schr. zahlreiche vorzügliche Kirchen-musikwerke, die zum Theil heute noch in derpäpstl.Kapelle gesungen werden.
Bittoria dclla Volpe, Alessandro, italien.Architekt u. Bildhauer, geb. 1525 in Trient, st. 27.Mai 1608 in Venedig, Schüler Sansovinos in Ve-nedig, von 1547 Stukkator des Palladio in Vicenza,von wo er 1553 wieder zu Sansovino zurückkehrte;war namentlich im Porträt stark. Hauptwerk: seineigenes Grabmal in S. Zaccaria in Venedig. Regnet.
Vittorio (früher Ceneda), Stadt in der italien.Prov. Treviso, am Meschio; Bischossitz, Kathedrale,geistliches Seminar, Glockengießerei, Gerberei, Fa»berci, Papier-, Leinwand» n. Filzsabrikation, mch-rere Mineralquellen; als Gemeinde (gebildet ausden früheren Gemeinden Ceneda und Serravalle),10,533 Ew. (Gem. 16,029).
St. Vitus, aus Sicilien, schon als Kind eifrigerChrist, floh er nmer der Dioclctianischen Verfolgungnach Unteritalien, in Nom vollzog er wunderbareHeilungen, wurde aber zum Tode verurtheilt; daihn weder das Feuer verzehrte, noch ein Löwe fraß,so wurde er endlich durch Foltern gelödtet. SeinLeib kam erst nach St. Denis, dann nach Corvey;sein Tag: 15. Juni. Er ist einer der 14 Nothhelfer(s. n. Nothheilige).
Vitzliputzli (eigentlich Huitzilopochtli, Mejitli),Kriegsgott n. Schntzgottheit von Mejico. Man bil-dete ihn kolossal, mit blauer Stirn, den übrigen Kopfmit einer goldenen Maske bedeckt, den Leib mit einergoldenen Schlange umwunden. Sein Attribut wardie Schlange, und an seinem Feste im 15. Monatewurde eine solche von Holz (Expamitl) in Proccssionumhergetragen.
Vitznau, kleines anmnthig gelegenes Dorf imschweizer. Kanton und Amt Luzern, am Vierwald-stätter See u. am Fuße des Dosten und des V-erStocks, Anfangsstation der V.-Kaltbad-Rigi-Knlm-Zahnradeisenbahn; etwa 650 Ew.
Vitzthum (Vicedom, Vies-äaminus), Stellver-treter, ein Beamter, bes. im Mittelalter Beamte,welche die Obergerichte verwalteten; vgl. Vicedom.
Vivnvo (ital.), lebhaft; Vivaeissime, auf das Leb-hafteste; Vivacität, Lebhaftigkeit, Munterkeit.
Bivarois (Vivares,Vivarez), Landschaft in derehemaligen sranz. Prov. Languedoc, jetzt Theil desDep. Ardbche, hatte zur Hauptstadt Viviers (s. d.).
Vivat (lat.), es lebe! Gegensatz: Lsrsat, s. d.
Bivenot, Rudolf von, Klimatolog, geb. 5.Oct. 1834 in Wien, studirte daselbst MeLicin undlebte dann seiner Gesundheit wegen längere Zeit inItalien, bes. in Sicilien, wo er sich mit klimatologi-schen Studien beschäftigte, die er nach seiner Rückkehr
nach Wien fortsetztc u. wo eine besondere Professurder Klimatologie für ihn gestiftet wurde. Er st. aberschon 7. April 1870. Er schr.: Palermo u. seine Be-deutung als klimatischer Cnrort mit besonderer Be-rücksichtigung der allgemeinen klimatischen Verhält-niste von Deutschland, Italien, Sicilien, NAfrika u.Madeira, Wien 1860; Zur Erkenntniß der physio-logischen Wirkungen n. der therapeutischen Anwend-ung der verdichteten Luft, ebd. 1868. Auch erfandund beschrieb er 1863 einen neuen Verdnnstungs-Messer, Wien 1863. Ein Bruder Rud. v. V-s warder, als Geschichtschreiber über österr.-deutsche Ver-hältnisse in der sranz. Revolutionszeit bedeutendeAlfred v. V., Verfasser der Qnellenwerke: ZurGesch. des Baseler Friedens, 2 Bde., Wien 1865;Thugut, Clerfait u. Wurmser, ebd. 1869; Zur Gesch.des Nastatter Congresses, ebd. 1871; VertraulicheBriefe des Frhrn. v. Thugut, 2 Bde., ebd. 1872;Quellen zur Geschichte der deutschen KaiserpolitikOesterreichs, 2 Bde., ebd. 1873 n. 74. Alfred v.V. war erst Militär n. zeichnete sich„im Kriege von1866 als Hauptmann inSbes. Lurch Überfälle preuß.Truppen in Böhmen aus, ward dann Lcgationsrathu. st. 9. Juli 1874.
Vivorra, so v. w. Zibeththier.
Bivcs, Inan Luis, bedeutender span. Huma-nist u. gleich ausgezeichnet als freisinniger Denker,geb. 6. März 1492 in Valencia; studirte Philosophieund alte Sprachen, lehrte erst in Löwen und warddann von König Heinrich VIII., dem er seine Aus-gabe von Augustins Livikas Lei, Bas. 1522, ge-widmet hatte, nach England berufen, wo er Professorin Oxford n. Lehrer der Prinzessin Maria im Grie-chischen u. Lateinischen wurde. Als er aber die Ehe-scheidung Heinrichs von Katharina von Aragonienin einem Gutachten als unrechtmäßig bezeichnen,ließ der König ihn 6 Monate gefangen halten. Nachseiner Freilassung ging V. nach Flandern, wo er erstin Löwen lehrte, dann in Brügge sich wissenschaftlichbeschäftigte u. 6. Mai 1540 starb. Er bekämpfte denScholasticismus, betonte die Wichtigkeit des Experi-mentes n. förderte das Studium des classischen Al-terthnms. Er schr.: Inder in psenckockialeekioos (ge-gen die Scholastiker); Ls ckiseiplinis Iidri-20 (eineEncyklopädie der Wissenschaften, Antwerpen 1531);Ls verlinke ticlei ellriskianas; Lxereitakio lingnneIntinae s. ciialvAi; Lsvlamationss Llrstorioo, ebd.1531; Ls initiis, ssotis ek lanäidnn plulosoplüae;u. v.a.; Briefe: Lssudvsntionspanporumrc.Com-mentar zu Jsokrates, Aristoteles, Cicero, Virgilius,Suetonius; Werke: Bas. 1555, 2 Bde., Fol.; Val.1782 ff., 8 Bde. Vergl. Herzogs Realencyklopädie17,237. a.
Vioiani, Vincenzo, geb. 1622 in Florenz,namhafter Mathematiker, Schüler Galileis, beschäf-tigte sich hauptsächlich mit Geometrie; 1666 ernannteihn der Herzog Ferdinand II. von Florenz zu seinemMathematiker n. brauchte ihn bei mehreren Unter-nehmungen, so bei Wasserbauten; er st. 1703. Erergänzte n. a. des Apollonias von Perga Buch überdie Kegelschnitte: Livinatio in guartum eonieornmllpollonii Lei'Anvi, Flor. 1659. Er stellte 1692 dieunter dem Namen F-lorentinisches Problem (s. d.)bekannte Aufgabe. Buchriuker.
Bivianit (Blaneisenerz, Anglarit, Mullicit, Ei-senblan), Mineral, krystallisirt in säulenförmigen,
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