S. Bito — Vittoria.
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«. Bito, Stadt in der italienischen Provinz >Udine, Station der Oberitalien. Bahn, Mädchen-^iiziehungsanstalt, Fabriken in Seide, Leder u. Lein-wand; 4614 Ew.
Vitoduranus, Johannes (Johann von Win-terthur), schweiz. Chronist, geb. nm 1300 in Win-terthur, trat um 1320 in den Franciscanerorden,lebte dann im Kloster zu Basel, 1331—39 zn Schaff-hausen, dann 1340 zn Lindau u.st. nach 1348 wahr-scheinlich in Zürich. Er schrieb seit 1340 eine Chro-nik von 1250—1348, handschristlich ans der Stadt-bibliothek in Zürich; Hrsg, im Auszug in Leibnizktoeossionso Inotorioao, 1698; vollständig von Ec-card in Lorpiis bist, rnsckii nevi, 1723; von Brei-tinger in Pliosanrno liiob. Iiskvstie-is, 1735, imll. Bd. des Archivs für Schweizerische Geschichte,Zur. 1856; deutsch in den Winterthnrcr Renjahrs-blättern, 1859—63.
Bitoria, Hauptstadt der span. Provinz Akava(Rassische Provinzen), in einer weiten fruchtbarenEbene am Zadorra u. an der französischen Heer-straße, Station dcrSpan.Nordbahn,istgrößtentheilsschlecht gebaut, nur die sog. Neustadt hat breite,gerade Straßen n. einen schonen, von Palästen n.Arcaden eingeschlossenen Platz; Festung, Bischofs-sitz, alte gothische Stiftskirche, Theater, schöne Pro-menaden, Fabriken in Leder, Lederwaaren, Woll-zeugen, Eisenwaaren, Lichte, Wagen re., Weinbau(Chacoli, d. i. ans unreifen Trauben gekelterterWein), ansehnlicher Handel; 1860: 15,570 Ew.(1877 nach Localaufnahme 18,684). — V. wurde1181 vom König Sancho dem Weisen von Na-varra, wozu es ursprünglich gehörte, zur Villa er-hoben. Hier 1367 Sieg des Schwarzen Prinzen zuGunsten Peters des Grausamen von Castilien, und21. Juni 1813 Sieg Wellingtons über Joseph vonSpanien u. die Franzosen unter Jonrdan. HBernS.
Bitosch (Bitos), eine 2330 m hohe, nach 3 Sei-ten steil abfallende Gebirgsmasse in Bulgarien, südlichvon Sofia; bietet eine der herrlichsten Ruudsichten.
Vitrc, Stadt n. Hanptort in dem 6 Cantone n.61 Gemeinden mit 79,742 Ew. umfassenden, gleich-nam. Arr. des franz. Dep. Jlle-et-Bilaine, an derAlaine,Station LerFranz.Wcstbahn n. der Eisen-bahn V.-Fougeres; altes festes Schloß, Gerichtshof1. Instanz, öffentliche Bibliothek von 6000 Bdn..mehrere Kirchen (darunter die Kirche Notre-Dameans dem 12. n. 15. Jahrh.), 2 Hospitäler, Departe-mentsgesängniß, Fabriken in wollcnenZengen, Lein-wand, Hüten, Posamcntierwaarcn, Drainrvhren,Leder re., lebhafter Handel mit Getreide, Butter,Honig, Wachs, Holz, Leinwand re.; 1870; 8475Ew.(Gem. 9870). H- Berns.
Vitresciren (v. Lat.), verglasen, Vitrification,Verglasung.
Melkloil l^ork, so v. w. Schlackcmvälle.
Bitriol, ein schwefelsanres Metallsalz: blaueroder cyprischer V.: schwefelsanres Kupferoxyd;grüner: schwefelsanres Eisenoxydul; schwarzer n.Ädler-V.: isomorphe Mischungen aus beiden; wei-ßer V.: schwefelsanres Zinkoxyd. Jnngck.
Vitriole, natürlich vorkommcnde Snlphate,
welche nach der Formel RLO^-p-kkst-O zusammen-gesetzt sind. Es gehören dahin: Bittersalz, Zinkvi-lliol, Nickelvitriol, Eisenvitriol, Kobaltvitriol.
^ Bitriolküpe, kalte Küpe, in welcher bei ders Jndigsärberei der Indigo durch das im Eisenvitriolenthaltene Eisenoxyd»! reducirt wird.
Bitriolnnphtn, so v. w. Ätyytäther.
Bitriolocker, erdige, ockergelbe Substanz, wel-che zn Fahlun den Botryogen begleitet, enthält fast16"/u Schwefelsäure, 63 °/„ Eisenoxyd u. 21°/,Wasser; verliert letzteres beim Erhitzen, wird braun-roth u. entwickelt bei stärkerem Glühen schwefligeSäure. Findet sich zu Fahlun u. Goslar.
Vitriolöl, s. u. Schwefelsäure, S. 225.
Vitrös (v. Lat.), glasartig.
Vltrum (v.Lal.s, Glas.
Bitruvitts, Marcus V. Pollio, römischer Ar-chitekt. Er that seine ersten Kriegsdienste unter Cä-sar. Angnstus gab ihm die Aufsicht über die Verfertig-ung von Kriegsmaschinen u. nach Beendigung derbürgerlichen Unruhen die Aufsicht über das Bauwe-sen im ganzen Reiche. V. schrieb in den Jahren16—13 v. Ehr. in schwerfälliger n. ordnungsloserDarstellung zehn Bücher: De areliitsetiira. Siehandeln 1) von der Baukunst überhaupt, 2) vonden Materialien, 3) von Tempeln, 4) von Sänlen-ordnnngen, 5) von öffentlichen- u. 6) von Privatge-bänden, 7) vom Schmuck der Wohnung, 8) vonWasserleitungen, 9) von der Gnomonik, n. 10) vonder Mechanik. Die zugehörigen Risse sind leiderverloren. In der Renaissancezeit wurde die alteArchitektur vorzugsweise nach V. stndirt u. nachge-ahmt. Auch ein alter Auszug ans V. ist erhalten.Ausgaben: zuerst Rom um 1484; von Stratico,Udine 1825 ff. (sehr ausführlich), 9 Thle.; Marini,Rom 1836; Rose, Leipz. 1867 (krit. Hauptaus-gabe). Übersetzt n. erläutert von F. Reber, Stnttg.1864. Vgl. Gcnelli, Exegetische Briefe über V.Baukunst, Branuschw. 1801—4, 2 Hefte. Rüs--
Bitri), 1) (V.-le-Frantzvis), Stadt n. Hauvtortin dem 5 Cantone n. 123 Gemeinden mit 48,152Ew. umfassenden, gleichnam. Arr. des franz. Dep.Marne, an der Marne n. am Anfangspunkte desSeiteukanals derselben,StationderOstbahn, Kriegs-platz 3. Kl.; Gerichtshof 1. Instanz, Couimunal-College, Gewerbe- u. Fortbildungsschule, öffentlicheBibliothek von 12,000 Bdn., Civil- n. Militärhos-pital, Departementsgefängniß, Fabrikation vonWirtwaaren, Zucker, Hüten re., bedeutender Ge-treidehandel; 1876: 7580 Ew. (Gem. 7616). V.wurde nach der Einäscherung von V.-en-Perthoisdurch Karl V. 1544, von Franz I. 1545 gegründet». ihm zn Ehren benannt. V. ergab sich 25. Ang.1870 den Deutschen. 2) Dorf im Arr. Arras desfranz. Dep. Pas de<Calais, ander Scarpe, Stationder Franz. Nordbahn; Znckerfabrikation, Salz- n.Pottaschesiederei, Kalkbrennerei; 1876: 2650 Ew.ü) V.-sur-Seine, Marktflecken im Arr. Sceanx desfranz. Dep. Seine, Station der Orleansbahn;Schloß, schöne Kirche ans dem 13. n. 14. Jahrh.,Fabrikation von Pasteten u. Parfümerien, Färbe-reien, Gerbereien, Gips- u. Bausteinbrüche, Gar-tenbau; 1876: 3718 Ew. (Gem. 4155). H-Berns.
Bitten»).', Gemeinde im Arr. Semur des franz.Dep. Cöte-d'Or, an der Brenne; Fabrikation vonordinären Tuchen n. Wollenzengen, Wollenspinnerei,> Gerberei, Marmorbrüche, warme Mineralquelle;
' 1482 Ew. (Gem. 1619).
Bittorin, Herzog von, s. Espartero.