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Bd. 18 (1879) Vacarius - Zywilsk
Entstehung
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199
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Vivien de Samt-Martin Vizcu. L99

mich nadel- u. haarförmigen Kristallen des mono-klinen Systems, findet sich anch in krystallinischen,blätterigen od. erdigen Massen, als Uberzng u. An-flug. Die erdigen Varietäten bezeichnet man mitdem Namen Blaucisencrde. Härte 2, spec. Gew.2,g-2,,; farblos od. weiß, an der Lust blau, bläu-lichgrün bis schwärzlichgrün werdend; glasglänzend,durchscheinend, Strich hellblau; besteht im farblosenZustande aus phosphorsaurem Eisenoxyd»! n. Was-ser; an der Luft verliert es einen Theil des Wassersund nimmt Sauerstoff ans, wodurch ein Theil desEiseuoxyduls in Eisenoxyd übergeht; hierauf beruhtdie Farbenändernng. Nor dem Lölhrohr schmilztder V. leicht, wobei sich die Flamme blänlichgrün> färbt; in Säuren ist er leicht löslich, in Kalilaugewird er schwarz. Findet sich aus Erzgäugen am Sil-berberg bei Bodenmais, St. Agnes in Cornwall,Tovistock in Devonshire, ferner im Zechsteinschicferbei Starkenbach in Böhmen, Mullica Hill in NewJersey, mit Thoncisenstcin bei Kcrtsch in der Krim;

; auch in jüngeren Formationen, wie im Torf u. di-i luvialen Ton. Häufig trifft man Len V. in fossilen! Muscheln n. Knochen, auch kennt man Beispiele vonder noch jetzt fortdauernden Bildung des V-s; so! fand man in einem Schachte der Scharleigrnbe inSchlesien ein menschliches Skelet, in dessen Knochen9 sich zahlreiche Nivianitkrystalls zeigten. Lehmann.*h Bivien de Laint-Martin, Louis, berllhm-i ter srauz. Geograph, geb. 22. Mai 1802 zu Caen,betheiligte sich 1821 an der Gründung der Geogra-phischen Gesellschaft zn Paris, übernahm, nachdemer sich seit 1840 ganz der geographischen Wissenschaftgewidmet, 1842 die Redaction der Luualss äs voz--agos, die er bis 1856 fortsllhrtc, gründete 1852das ällrevse kranyais, ein wissenschaftlich literari-sches Wochenblatt, n. gab 186376 I-'annss Aoo-graMgus heraus, eine Zeitschrift, die von Duvey-rier und Maunoir fortgesetzt wurde. Schriften rc.:Listoirs univsrsollo äsa äseouvsrbes göo§rapl>i-guos, Par. 184547; Ltuäss äs xsoArapIris an-vionvs st RotirnvArapliis asicckigus, ebd. 185054,

2 Bde.; Ltuäs sur In sssoArapllis st Iss popnl-r-tions pirmrtivvs än Ilorä-Onsst äs I'Inäs ä'aprsslos bz-nmss vsäiguss, ebd.1860; ltltuäsLurla-Aöo-Arapbis Arsegns stlatine äsl'Inäs, ebd. 185863,

3 Thle.; I,s iblorä äs äs l'^trigus ärrns 1's.ntrgnits

groegus et romaiue, ebend. 1863; läistoirs äs lalleograpbis et äss äseonvertss xsoAraplägues,ebd. 1873; Ulst, äs In xsoArapliis (mit historischemAtlas), ebd. 1873; lKouvsauäietionuairsäsAsoAr.univorssllg, ebd. 187781,2Bde.; rltlas univorssläs Zsoxr., ebd. 1877 fs. (112 Karten). Ein I)ie-tionuairs äs Aso§r. Iristorigus steht von ihm zu er-warten. Schroot.

Bivier, Josef, Portraitmaler des KurfürstenMaximilian Josef von Bayern, geb. 1657 in Lyon,st. 1735 in Bonn. Er war einer der ersten, welchesich der Pastellfarben bedienten.

Viviers, Stadt im Arr. PrivaS des franz. Dep.Ardeche, auf einem Felsen an der Rhone, über diel eme schöne Drahtbrücke führt, u. die hier den Es-coutay ausnimmt; Sitz eines Bischofs, Kathedrale(aus dem 14. Jahrh.), großes Seminar, Seiden-spinnerei, Fabrikation von hydraulischem Kalk, Flie-sen rc., Marmorschncidewerk, Obst- und Weinbau;1876: 2053 Ew. (Gem. 3270).

Vivifikation (v. Lat.), Belebung, Lebendig-machung.

Vivipar (lat. Viviparns), lebendig gebärend.

Vivisektion, Versuch am lebenden Thierc zumZweck anatomisch-physiologischer und pathologischerUntersuchungen, bei dessen Ausführung das Thiermehr od. minder schwere od. tödtliche Verletzungenzu erleiden hat. Meist werden dazu Hunde, Katze»,Kaninchen, Frösche od. auch Affen benutzt. Der V.verdankt man die wichtigsten Aufschlüsse über die Lehrevom Blutkreislauf, den Functionen des Nervensy-stems, von der Verdauung u. vom Stoffwechsel, vonder Wundheilnng, von der Wirkung der Arzneien u.von dem Wesen der Krankheiten überhaupt; sie istdeshalb ein unentbehrliches Hilfsmittel für die Heil-kunde. Sie soll, wenn die Zwecke des Versuchs esgestatten, nur an narkotisirten Thieren geübt werden.Vgl. Heidcnhain, Die V. im Dienste der Heilkunde,Lpz. 1870. Uber die gegen die V. ins Werk gesetzteAgitation vgl. die Lpz. Jll. Ztg., Sir. 1862.Blmnberg.

Vivonne (Vivone), Stadt im Arr. Poitiers desfranz. Dep. Vienne, am Zusammenfluß der Bonne,des Palais und Clain, Station der Orleansbahn;Spinnerei, Fabrikation von groben Wollenstoffen,Eisenwaaren rc., Färberei; 1876: 1180 Ew. (Ge-meinde 2361).

Bizcaya (Biscaya), eine der baskischen Provin-zen in Spanien, grenzt im W. an Santander, imS. an Alava, im O. an Guipuzcoa u. im N. an LenVizcayischen Meerbusen; 2197,g bin (39,gz IHM)

mit (1860) 168,705 Ew.; 1871 mit (nach Berech-nung) 187,628 Ew. (auf 1 Hjicm 85, in ganz Spa-nien 33). Die Provinz zerfällt in das Oberland(tnsrra alta), welches den Hanptzug des Cantabri-schen Gebirges u. die großen Thäler im W. umfaßt,u. das Niederland (tisrra dass) od. die nördl.-stcnzone. Der wichtigste Fluß ist der schiffbare Ner-vion; seine Nebenflüsse sind: Dima, Cadagua rc.Die Prov. wird von der Eisenbahn Tudela-Bilbaodurchschnitten. Das Klima ist im Allgemeinen mild».gleichmäßig. Die Hauptprodncte sind: Getreide(Weizen und Gerste, für den eigenen Bedarf nichtausreichend), Hülsen- und Gartenfrüchte, Gemüse,Wein (des. beliebt ist der Chacoli, der aus unreifenTrauben gekeltert wird), Obst,Kastanien,Wallnüsse,Feigen, Eisen rc. Die Haupterwerbsquellen der Be-wohner (Basken) sind Ackerbau, Viehzucht, Berg-bau auf Eisen und Fischfang. Die Hauptstadt istBilbao. H- Berns.

Mzetta, Badeort im Distr. Oporto der portug.Prov. Entre Donro e Minho, in reizender Lage ander Straße nach Gnimarlles, mit Schwefelquellenvon 2639°L. Temperatur».sehenswerthen Über-resten römischer Bäder.

Vizcu, Stadt und Hauptort in dem gleichnam.Distr. der portng. Prov.Beira, südl. vomMondego-thale auf einer Anhöhe in einer fruchtbaren, gut an-gebauten Ebene; Sitz eines Bischoss, schöne Kathe-drale, Colegio, großes Spital, Armenhaus, Theater,Wein-, Orangen-, Kastanien- u. Flachsbau, großeMesse im Sept., Schweinezucht (berühmte Schinken);viele römische u. maurische Ruinen; 6800 Ew. HierSieg des lusitanischen Häuptlings Viriathus überden römischen Consul D. Junius Brutus, welcherangeblich V. gegründet haben soll. V. wurde 1044den Saracenen von König Ferdinand abgenommen.