großen, wolligen Blättern; o) weiße St.Lorcnz-tranbe, im September; Traube groß, zottig, Bee-ren wie Pflaumen groß, hält sich lange, wohl bisWeihnachten, Holz weiß, stark n. von Auge zn Augegebogen, Blätter unten etwas weißwollig; st) Gais-dnten (nach der Ähnlichkeit der Beeren mit Zie-genzitzen, auch Jerusalemer od. AstrachancrTrauben, kstuseat st'Astgxanstrio), Trauben ansTokay, Ende September; Tranbe groß, zottig,Beeren mittelgroß, weiß od. blau, lang, schon sehrsüß, wenn sie kaum weich sind; s) weißer (blanker)Heinischer (Elbling, Kleinberger, Weibalben),Ende September; gibt viel Most, aber keinen gei-stigen Wein; besser ist der rothe Heinische, au-ßerordentlich fruchtbar, Beeren mittelgroß, rund,dünnhäutig; k) Nazarener (Sapikior), weißgelb,Mitte September, Tranbe groß, zottig, Beerenlänglich, süßwürzig; §) Thränenwein(Imcrz'mas6llrrsti), so genannt, weil er ans den edelsten Trau-ben nnr leicht gepreßt wird u. man so Len Mostgleichsam nur thränen-stropfen-sweisc sammelt, ein-heimisch am Vesuv, bei uns wird er in sehr warmerLage kaum reif; von der weißen Sorte stammen dieReben aus Cypern; die blaue gibt einen röthlichenWein (Jnngfernwein); Ir) Riesling, gelblich,Traube mittelgroß, locker, kletlMerigs Säst süß,geistig, würzig; eS ist die nämliche Sorte, welcheden Capwein gibt; im Rheingau ist sic die Hanpt-rebe, erfordert warme Lage; I) rothe Warner-(Hamburger) Tranbe, Ende September, groß,Beeren bedustet; eine schwarze Sorte hat mittelgroße,mehr lange, saftige müskirte Beeren u. reift 24 Tageeher; Ic) später Blauer (A.ng-iiur, Asii), AnfangOctober; Traube kolossal, laß; sich lange aufbewah-ren, stammt aus Persien, woher sie Martini mit-brachtc, aus ihr der Hermitagewein; I) edlerVernaggio, schwarz, stammt ans der Schweiz, imSeptember; Traube sehr groß, Beeren groß, rund,süßwürzig; in) Frankenthaler, schwarzblan,Tranbe groß, oben breit, dicht, Beeren rund, flei-schig, angenehm jüß; n) Schwarz welsch er (Roth-welscher, Trollinger), verwandt mit vor., Tranbezottig, häufig Spalierwein, Holz bräunlich, mitdickem, braunem Kern u. an Len Angen bogig; o)Hudler, Anfang September; Tranbe groß, läng-lich, engbeerig, Beeren rund, weißlichgelb, dünn-häutig, schmeckt angenehm; p) schwarzerHudler,Traube weitbeerig u. groß, Beeren schwarzblau,Ende September; g) Hüngerling, Traube mit-telgroß, engbeerig, Beeren mittelgroß, länglich,rothblau, gibt viel Saft; r) rother Mehlweiß,Blatt seinaderig, unten dllnumollig, Beeren fleisch-farbig u. wässerig, Stiele dünn u. roth; s) schwarzeAbendröthe, Blatt hellglänzend, unten wollig,Blattstiel u. Tranbenstiel grün, Trauben groß n.zottig, Beeren hartschalig, groß, rund, süß, sastreich:t) schwarzer Reisler, Ende October, Blatt rund,dreispaltig, unten wollig, Blattstiel röthlich, Trau-ben klein u. dicht, Beeren klein, sehr süß; u) Klein-Fränkischer, Art des Weins im Meißnischen, imGegensatz des Groß-Fränkischen in Franken; v) Ma -rvkkanertraube (I-s rssaän steLIaroo), Blattgroß, tief eingeschnittcn, scharf gezähnt, Beere vio-lett, etwas herzförmig, Tranbe groß; v) Ausl er(blauer Ungar), ans Ungarn; Tranbe zottig, lang,Beeren oval, von feinem Geschmack; x) Veltliner,
Tranbe sehr groß u. süß, verlangt viel Hitze u. kie-sig magern Boden. Außerdem gibt es noch eineReihe kleinbeeriger Sorten: a) früher Catalo-nier, blaßgelb, süß;d) Nnländersistrisoomwim,Leberfarbener), leberfarben, Traube dicht, heißt inSachsen Kleinbronner; «) kleiner Spani-scher, röthlich, sehr süß; st) früher Spanischer,blau; o) persische frühe Korinthe, röthlich,sehr süß; I) Traminer, von dem Flecken Trammin Tyrol, süßwürzig; früher Rheinischer,blau; Ir) früher Ungarischer, blau; i)Mag-dalene, blau, sehr süß; ü) Jakobstraube, ansChampagne, schwarz, Traube zottig; I) sibirischeZwergtranbe, blau, gibt ein vortreffliches Scher-bengewächs.
Die Verpflanzung von V. vririkora nach Nord-amerika hat daselbst nicht so gute Resultate gegeben,als die Cnltnr der daselbst», im nordöstlichen Asienheimischen Arten. Dies sind folgende: V. vnipinast-. mit herzförmigen, ungelheilten od. 3—5-lappi-gen, grob gezähnten, oberseits kahlen, uuterseits anden Nerven behaarten Blättern, kommt in Nord-amerika in verschiedenen Varietäten vor, welche auchals eigene Arten angesehen werden, nämlich n) ro-tnnstilolia (V-rotunstikolrastlsttL/tw.) mit herzförmi-gen, fast kreisförmigen,glänzendenBlätternn. großen, 'angenehm schmeckenden Beeren; b) eorstikolia (V.oorstit'oliastlstiv/iw.) mitzngespitzten, grob gezähnten, >bisweilen fast dreilappigen, beiderseits matten Bist- jtern u. schwarzen Beeren, in Canada, Florida n.Arkansas; o)riparia(V.riparia.IstreLw.) mit3—5-lappigen Blättern, zngespitztcn Blatlzähnen n. gelb-lichen od. röthlichen Beeren; von Canada bis Äir-ginien u. Arkansas; st) amnronais (V. amuronAsststsAS^) mit 3—5-lappigen, kurz zngespitzten Blät-tern u. schwarzblanen, angenehm schmeckenden Bee-ren; im Ämnrtand. V. Unbrnsoa. st), mit herzför-migen, undeutlich 3-lappigen, gezähnten, unterseitsfilzigen Blättern u. unvollständig zweihänsigcn Blü-then ans filzigen Blüthenstielen; Beeren dunkelpur-pnrroth od. grünlich; in Nordamerika u. Japan;eine ausgezeichnete Varietät ist V. nostivallsÄstw/iLmit oberseits säst kahlen Blättern n. nnr in derJugend dicht filzigen Blüthenzweigen; in Nordame-rika n. Japan. Mit der Einführung dieser ameri-kanischen Reben nach Europa soll auch die Reblaus(s. d.) bei uns eingeschleppt worden sein. Trotzdemwerden jetzt im südlichen Frankreich, wo man gcnö-thigt ist, die alten Weinstöcke auszngrabcn u.zu ver-brennen, gewisse amerikanische Sorten, welche er-fahrungsgemäß der Wurzellans widerstehen u. einvortreffliches Beispiel der Befestigung von Varietä-ten durch den Kampf ums Dasein Larbieten, allge-mein gepflanzt. Da die Nordamerika». Arten auchim östlichen Asien Vorkommen, eine Varietät von V.Imbrusea sich auch im Himalaja findet, so ist die vonRegel ausgesprochene Bermnthnng, daß unserWeiu-stock (V. vinitvra) ein Jahrtausende altes Productder Cnltnr von V. vnipina. u. V. I-abrnaoa, sowieder Vermischung dieser Arten sei, nicht ganz von der
Hand zn weisen. Jedenfalls erinnern Formen unse-res Weinstocks, der sich nirgends mehr wild find-'!,bald an Liese, bald an jene der beiden genannten Ar- ^ten. Erwähnt zn werden verdient auch, daß in dermiocänen Feit der Tertiärperiode ans Island einemit V. Imbrnsen verwandte Art existirle.