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Wiedersehen wirst, wie ich vir verkündige.Kehre nach Grimsbay zurück. Dort wird sicherfüllen, was Gott mit dir beschlossen hat.Und nun reiset bald, dort sehe ich deine Brüderkommen, die dich suchen."
Damit gab der Einsiedler Beiden die Hand,segnete sic und ging wieder in seine Waldes-klause. Gleich darnach traten auch die zweiSöhne Grim'ö in die Hütte, um nach Havclokzu sehen, weil sie fürchteten, er sei tobt. Diemußten sich nun wohl sehr verwundern, alssie die schöne Argentilla an seiner Seite sahen,aber noch mehr erstaunten sic, daß Beide Mannund Frau waren.
Argentilla trieb aber bald zum Aufbruchund sagte. „Ihr Freunde, laßt uns hier nichtdie Zeit verzetteln, denn es grauet mich vordiesem Lande. Es ist besser, in der Fremde einneueö Glück sich zu schaffen, als daheim mittausend Fährlichkeiten zu ringen."
Havclok antwortete: „Ja liebe Frau,aber wenn wir dereinst stärker sind, als jetzt,so wollen wir wiedcrkehren und an dieserbösen Brut Rache nehmen."
„Ja!" sagte Argentilla und nun machtensie ihr wenig Habe in vier Bündel und wun-derten nach dem Meere zu, wo die Schiffeankerten.
Und Havclok hatte bereits alle Kräftewieder und seine Wunden tbatcn ihm nichtmehr weh.
Im Hafen fanden sie bald einen Schiffs-mann, der willig war, ihnen ein Schiff zuverkaufen, und als die Bier cs bestiegen, fandensic, daß es ihr eignes Schiff war, mit demdie drei gekommen waren.
„Steige getrost ein, liebe Argentilla",sagte Havclok, „es hat auch für Bier Raum.Als ich damit abfuhr, gedachte ich nicht, daßich mit einer schönen Frau so balde in ihmzurückkehren würde. Aber sicherlich ist cs soGotteS Wille."
So stiegen sie ein und ließen den Land-wind in alle Segel blasen, daß sic bald vonden Mauern und Tbürmcn Nichola'S nur nochWenig sehen konnten und auf hoher See dahinfuhren. Rach einigen Tagen landeten sie auchglücklich in Grimsbay und der alte Grim warvoller Freude, als er sie sah, und auch FrauSaburg, die viel Thränen vergoß.
„Wer ist denn die schöne Frau, die Ihrmitgebracht habt, meine Söhne?" fragte sie.„Ist sic eine Frau oder eine Jungfrau?"
„Sic ist eine Frau und eine Jungfrau",sagte Havclok, „ganz wie du willst, liebeMutter, denn sic ist mir ehelich angetraut und
doch nicht meine Frau, Venn ich habe nichtJa gesagt, als uns der Priester traute."
Dabei lächelte er und Argentilla wurveroth über und über und lächelte auch undsagte leise: „Ich habe auch noch nicht Jagesagt."
Das klang nun jo verwunderlich, daßGrim und seine Frau Saburg sehr neugierigwurden, Alles zu vernehmen. Sie gingen aberin das HauS, wo Saburg reines Leinen auf-dcckte, Salz und Brod und Fleisch und Methund andere gute Sachen austrug und zuerstAlle zu einer fröhlichen Mahlzeit cinliw.
Die schmeckte ihnen nach der Seefahrtvortrefflich und als sic nachher vertraulichzusammcnsaßcn, erzählte Havclok Alles, wiees sich zugctragen hatte, und daß er Argentillasehr liebe und sic ihn.
„Das ist ein gut Abenteuer!" rief deralte Grim lustig. „O besser konnte cs nichtkommen!" ries Frau Saburg ein Rial überdaS andere Mal und streichelte der schönenArgentilla das goldene Haar und küßte sierecht mütterlich auf die Stirne.
„Run steht dir noch viel großes Werkbevor zu thu», junger Ehemann!" sagte Grim.„Ja", sagte Saburg, „wir wollen gleich demDorspriester ansagen, daß er die Trauungnoch einmal vollzieht, damit wir eS Horen, daßArgentilla gern Ja sagt."
Also scherzten und lachten sic in einträch-tiger Seligkeit und während Grim mit denBeiden zum Priester ging, ihn in das Kirchleinzur Trauung - zu bestellen, rüstete Frau Saburg,was Küche und Keller vermochte, zu einemkleinen, vergnügten Hochzcitöschmause undrichtete auch sonst Alles vortrefflich an. IhreSöhne gingen ihr dabei flink zur Hand unvso waren sic auch fir und fertig, als Griman's Fenster klopfte und rief, sie sollten nunkommen, der Pfarrer sei schon in der Kirche.
Da eilten sie sehr und traten vergnügtam Altäre hin und Havclok und Argentillabaten den Diener des Herrn, zur heiligenHandlung zu schreiten.
Grim trat aber plötzlich mist hervor undsprach zu Havclok: „Mein Sohn, weißt du,wer du bist und wie dein Vatersname ist?"
Havclok sagte: „Du heißest Grim, meineMutter heißt Saburg, die hier steht, ich binEuer Sohn und diese Beiden sind meineBrüder."
„Nein!" versetzte Grim. „Aber du konntestcS nicht anders wissen. So höre denn, daßdein Vater der König Günther war, der überdie Dänen herrschte. Diese zwei sind meine
die Dänen herrschte. Diese zwei sind meine