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ob einen seiner Diener es statt seiner thundürfe. Das erlaubt ibm der König. Damacht sich Freßauf an die Arbeit. Er ist baldfertig und noch nicht satt. Nu» sollte derDninine sieben Keller voll Wein anstrinken.Dies trug er dem Saufans auf, und als erfertig mar, lag er am Krahncn und leckte, denner lvvlltc »och immer mehr. — Da ließ ihnder König in einen glühende» Ofen sperren,aber sein Diener Friertod, der mit ihm drinwar, rettete ihn vorm Verbrenne»; denn erschnob und pustete so lange, bis der feurigeOfen zu einem Eispallast ward.
Das Alles hätte den König mahnen sol-le», sein Versprechen zu halte», aber er gingnoch weiter. Der dumme Hans sollte in einesBären Höble gesteckt werden. Da nahm er eineFiedel, Haselnüsse und Steine mit und fängtbald an, die Nüsse aufzuknackeu. Wie derBär das sieht, sagte er zum Hans: „Brudergib mir auch eine, ich möcht auch gern vonden Nüssen haben-" Da gibt ihm der Hanseinen Stein; den kann der Bär natürlich nichtaufmachen und spricht zu Hans: „Mach siemir auch auf." Da nimmt der Hans geschwindeine Haselnuß, knackt sie auf und gibt sie demBären- Da gewann der Bär einen gewalti-gen Respcct vor Hansens Kraft. — Drauffängt Hans an zu fiedeln, daß cs so eine Lustwar, und der Bär hört aufmerksam zu. Nach-her spricht er: „Bleib da, lehr mich auchfiedeln." — „Da muß ich Dir erst Deine Nä-gel beschneiden," spricht der Hans, nimmt desBären Pfote und klemmt sie zwischen die Bett-stelle, daß er sich nicht rühren und regen kannund immer größere Ehrfurcht bekömmt. Wienun der Hans müde wird, spricht der Bär:„Schlaf, Bruder, schlaf I" Da kamen des Kö-nigs Diener nnd wollten sehe», ob Hans schonzerrissen wäre. Aber der Bär riet: „Still,der Herr König schläft;" denn er hielt ihn fürseinen König und Herrn, weil er so unmensch-lich stark war. — Die Diener sagten demKönige, was sie gesehen und gehört hatten.Da machte der > König keine Ausflucht niehrund mochte die Hochzeit gestatten. Aber wiesie am andern Tage nach der Kirche gingen,da ließ er den Bären dem dummen Hans nach-laufeil. daß er ihn auffräßc zur Strafe fürdas Einklemmen in der Bettstelle. Das thutder Bär, doch wie sich der Hans umdreht nndspricht: „Wart, ich klemm Dich wieder ein,"da macht der Bär, daß er wieder fort kommt,und der dumme Hans wird mit der Prinzessinvermählt und war große Freude darüber nnLande.
U.
ÄWar einmal ein Hähnchen und ein Hühn-chen, die saßen zusammen auf dem Müllberge.Kam der Fuchs gegangen und schnappt's Hühn-chen weg. Da dacht's Hähnchen, was soll ichthun? macht sich ein Wägelchen von Schrigel-schragel nnd Peterziliekrant und auf dem fährtcs. Kommt das Kätzchen gelaufen nnd sprichtzum Hahn: „Bruder Hahn, wo fährst Duhin?" Spricht Hähnchen: „Ich fahr nachdem Mörderhaus I" „Kannst mich nicht mit-nehnien?" spricht das Kätzchen. „Hock hintenauf!" und sie fahren weiter. — Kommt dasBullchen gelaufen und spricht: „Bruder Hahn,nimm mich auch mit!" — „Hock auf," sprichtHähnchen und fährt weiter. — Nicht lange,kömmt ein Mühlstein: „Nimm mich mit, Bru-der Hahn!" „Hock immer auf!" sagt dasHähnchen. — Kommt zuletzt ein Gänschen undschreit: „Will auch »och mit, Bruder Hahn!"„Hock nur auf," spricht der und nun fahrensie alle fünf nach dem Mörderhaus. — Dafindet das Gänschen auf dem Wege einenBrief mit Stecknadeln, den hebt es ans. —Wie sie zum Mörderhausc kommen, ist der Fuchsausgegangen. Da setzt sich Hähnchen auf denTrog, Kätzchen auf den Feuerherd. Bullchenin einen dunkeln Gang, der Mühlstein überdie Hausthür, das Gänschen in eine Balge mitWasser, und den Brief mit Stecknadeln steckensie in's Handtuch.
Zu Abend kommt der Fuchs heim, willnach seinem Essen sehen auf dem Heerde.Da pustet ihm das Kätzchen die beiße Aschein's Gesicht, daß er ganz blind wird. Läufter zum Balge, will Wasser schöpfen, da spritztihm das Gänschen Wasser in die Augen. Wieer wegläuft znm Trog und sich waschen will,da zerkratzt ihm Hähnchen das Fell, daß erschier ganz toll wird; läuft zum Handtuch undwill sich abtrocknen, da hätt' ihm das Brief-chen mit Stecknadeln beinah die Augen aus-gestochen. Macht der Fuchs, daß er fort-kommt, läuft in den Gang, wo Bullchen steht,gibt Bullchen ihm eins zwischen die Ohren,daß ihm Hören und Sehen vergeht. Denktder Fuchs, das Haus ist besessen, will nunganz 'rauslaufen, kommt zur Thür, da fälltder Mühlstein: plauz! ihm auf den Kopf, undda liegt der Fuchs und streckt sie alle Vierevon sich. Aber Hähnchen läuft hin und machtHühnchen frei. Da sahren sie alle wieder nachHause, Hühnchen und Hähnchen, Bullchen undKätzchen, Gänschen und Mühlstein und dasBriefchen mit den Stecknadeln haben sie auchnicht vergessen.