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ausgelassenste Freude und es begann wiederein Leben voller Jubel und Genuß, so daß inzwei Monaten ganz Irland von nichts andern:,als den: reichen Paddy sprach.
Das gefiel ihm über die Maaßen wohl,denn er war im Glucke eitel und gefallsüchtiggeworden, und er machte einen tollen Streichüber den ander». Geld und Gut allein abermacht nicht wahrhaft glücklich, wie es Paddybis zum Neberdruffe erfuhr. Da es kein Dingin der Welt gab. das er mit seinem Geldenicht erlangen konnte, da alle seine Wünscheerfüllt wurden, so stieß er nirgends auf einHinderniß. hatte nichts zu erstreben, nichts zuerhoffe», folglich nichts zu genießen.
Bald fuhlre er sich in seinen: Neichthumunglücklicher, als früher in seiner Armuth under hätte Vieles darum gegeben, wenn er sichvon den: Golde, der Quelle seines Ueberdrusses,hätte losmachen können. Aber, ach, dasselbewurde mit jeden: Tage mehr, so daß er sichzuletzt nicht davon retten konnte. Gold undimmer Gold! Schrecklich!
Da steigerte sich sein Mißmuth und seineLangeweile zum Lebensüberdruß und er beschloß,seinen: Dasein ein Ende zu machen, undden: Golde zu entfliehen. Durch die Gegendrauschte ein Fluß und hoch über derselben lageine Brücke. Aus diese Brücke ging Paddy,um sich hinabzustürzen. Schon neigte er sichvorn über, da hielt ihn eine Hand fest. Alser sich umwandte, war es der Unbekannte, vonden: er die Flasche erhalten. Noch führte erseine beiden Kühe am Stricke.
Paddy, sprach er, willst du mir deineKühe wieder abkaufen? Ja, ich will sie kaufen,antwortete Paddy. Befreit mich von den: ver-wünschten Heckgolde, und gebt mir die Kühe!
Der Fremde warf ihm den Strick zu undwar verschwunden. Paddy war nun wieder einarnicr Bauer, aber er sehnte sich nie wiedernach der Flasche und dem Golde zurück!
Reichthum, sprach er häufig. ist schlimmer,als Armuth.
Fllirilmnde.
Mrchen vo» Ellen,
Wor alten Zeiten lebte auf den: SchlosseHohenburg in Kärnthen ein frommer und tapfererRitter, der sich durch seine Tugenden in allenStücken auszeichnete. Er hatte einen einzigenSohn mit Rainen Benno, an dem er vieleFreude erlebte. Diesen Sohn ließ nun deralte Ritter, als er sein letztes Stündlein heran-naheu fühlte, an sein Bett treten, nahm väter-lichen Abschied von ihn: und ermahnte ihn nocheinmal, alle der guten Lehren, die er ihm vonKindheit an gegeben, stets eingedenk zu sein,und treulich sie zu erfüllen. Der Sohn gelobtees — und der Vater starb. —
Ganz besonders hatte der alte Ritter sei-nen: Sohn anempfohlcn, Gott zu dienen, denArmen reichlich zu geben, Frauen und Jung-frauen zu schützen, und die Diener Gottes zu
Als nun der Vater todt war, dachte Bennonoch über die letzten Worte und Ermahnungennach und bestrebte sich, die Wünsche des Ver-storbenen zu erfüllen, wodurch er sich bald Liebe
und Verehrung im ganzen Lande erwarb. SeineKühnheit und Gewandheit, seine Unerschrocken-heit in Gefahren, sowie seine Frömmigkeit undHochherzigkeit waren allenthalben bekannt underweckten Bewunderung und Nacheiferung
Bei alledem war Benno auch von einersolchen Schönheit, daß er Jedermann auffiel,und daß manche edle Jungfrau im Lande Kärn-then ihr Herz lauter klopfen hörte, wenn siedes herrlichen Jünglings ansichtig wurde. Keineaber vermochte in seinem jungen Herzen Gegen-liebe zu erwecken. Er dachte auch noch nichtdaran, sich einen eignen Heerd zu gründen,begehrte vielmehr sein Land zu verlassen, undsich in der Fremde durch ritterliche ThatenEhre und Ruhm zu erwerben. Daher fing eran sich zu rüsten, übergab seine Burg der Auf-sicht eines befreundeten Ritters und zog davon.
Lange schon war er in fremden Landengewesen, hatte manchen Sieg gewonnen, man-ches Abenteuer bestanden und fein Name wurdeweit und breit genannt, als er endlich auch nach