XXVIII.
Paris bis zur Kapitulation.
Aer letzte Tag des ereignißvollen Jahres 1870 sollte sich für diePariser, welche nach beinahe viernwnatlicher Einschließung an einen ern-sten artilleristischen Angriff ihrer Riesensestung nicht mehr glaubten, ganzbesonders überraschend gestalten, denn mit diesem Tage begannen diedeutschen Batterien die Beschießung der Ostforts Nogent, Rosny undNoisy, und zwar mit einer Wirkung, daß die beiden letztgenannten Fortsschon -am nächstfolgenden Tage ihr Feuer einstellten, während Nogentdie deutschen Eisengrüße noch bis zum 2. Januar schwach erwiederte.Inzwischen waren auch die Vorbereitungen zur Beschießung der süd-lichen Forts mit allem Eifer betrieben worden. Am 3. Januar wurdenmit beginnender Dunkelheit die Geschütze in die Batterien gebracht, undauf den Höhenzügen von Clamart und Meudon stand zahlreiche Infan-terie bereit, Idas Vörschieben der deutschen Feldwachen zu unterstützen-Die feindlichen Feldwachen wurden bald nach Mitternacht überrumpelt,und unsere Vorposten nahmen hierauf ihre Stellungen dicht an derSeine. Mit dem Anbruch des 4. Januar sollte das Feuer gegen dieSüdsorts eröffnet werden, der dicke Nebelschleier jedoch, welcher bereiner grimmigen Kälte von früh bis Abends die Gegend verhüllte, gebotden Geschützen noch Schweigen. Am Morgen des 5. endlich, gegen8 Uhr, sandte einer der deutschen 24-Pfünder seinen ersten Granatschntzab. Von Batterie zu Batterie begann jetzt der furchtbare Donner der 24-Pfünder und der 50psündigen gezogenen Mörser, deren Geschosse 2 Cent-ner Schwere besaßen. Die Mehrzahl der Batterien — preußische un