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1870 und 1871. Zwei Jahre deutschen Heldenthums
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Die deutsche Wacht an der Lisaine.

tend machenden Ueberlegenheit des Gegners blieb dem in Chenebier ein-gedrungenen Regiments nichts anderes übrig, als die eroberten Abschnittedes Dorfes wieder zu räumen, wobei aber 400 französische Gefangeneund eine Menge Bagagestücke und Wagen mit sortgenommen wurden-Die nachdrängenden feindlichen Colonnen hielt das Feuer der deutschenArtillerie in Schach. Noch einmal unternahm General von Keller gegen11 Uhr, nachdem er 2 Bataillone Verstärkung erhalten hatte, einen An-griff auf Chenebier von dem südlich des Ortes gelegenen Walde aus,den der Feind endlich hatte räumen müssen; allein der südliche Eingangzum Dorfe war stark verbarrikadirt und von zahlreichen Truppen undeiner Mitrailleusenbatterie vertheidigt, so daß den anstürmenden Com-pagnien das Ueberschreiten der Dorflisisre unmöglich war.

Gelang es auch nicht, dem Feinde das Terrain streitig zu machen,so ließ sich doch bereits erkennen, daß derselbe die Offensive aufgegebenhatte und sich begnügte, den angreifenden deutschen Bataillonen Standhalten zu können. Die meisten seiner im Feuer gewesenen Truppen-theile hielten sich nur noch mit genauer Noth im Gefüge, und allmäligließ das Jnfanteriegefecht, welches auf der ganzen Linie heftig entbranntwar, nach, um die Hauptthätigkeit der Artillerie zu überlassen. Biszum Einbruch der Dunkelheit hielt das Gros der feindlichen InfanterieChenebier noch besetzt, dann zog sich dasselbe gegen Etobon zurück, wäh-rend in Chenebier nur kleinere Abtheilungen verblieben.

Auch bei Chagey war an diesem Tage gekämpft worden. Vonder badischen Besatzung hatte ein Bataillon in der Frühe den UeberfastChenebiers unterstützen wollen, war aber sehr bald auf einen von denFranzosen durch Verhaue u. dergl. ungangbar gemachten Abschnitt ge-stoßen und mußte, dem heftigsten Feuer des auf den Thalhängen postirtenGegners ausgesetzt, wieder auf Chagey zurückweichen. Chagey selbstwurde im Verlaufe des Tages zweimal erfolglos angegriffen.

Im Centrum war es, wie auf dem rechten Flügel, zu nächtlichesKampfe gekommen, indem der Feind von zwei Seiten gegen Höricourt vor-gegangen war. Aber beide Angriffe scheiterten an der deutschen Wachfa^keit und wurden von den zunächst bedrohten Vortruppen rechtzeitig mahr-genommen, so daß es nicht einmal der von der Stadt anrückenden Be-stärkungen bedurfte, um den Feind von seinen Versuchen zurückzuhalteü-