Die deutsche Wacht an der Lisaine.
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Gegen den linken Flügel hatten am dritten Schlachttage die Fran-zosen erst um die Mittagszeit den Kampf durch ihre Artillerie eröffnet.Nach 2 Uhr brach auch die Infanterie hervor, heute aber in andernNichtungen als am vorhergehenden Tage. Dies hinderte aber nicht,daß unsre Batterien ihnen mit genau der frühern Wirkung entgegen-traten, so daß der Feind überall wieder zurückgetrieben wurde, währenddiejenigen einzelnen tollkühnen Abtheilungen, welche sich bis an den! Lisainebach heranwagten, in das furchtbare Schnellfeuer unsrer Jnfan-! terie geriethen und unter Zurücklassung vieler Todten und Verwundetenwieder die Anhöhen hinausflüchten mußten. Die feindliche Infanterie' überließ dann auch hier die Fortsetzung des Kampfes dem langsamenFeuer der Artillerie. Schon vor Dunkelwerden besetzte die BrigadeZimmermann den Bahnhof und einen Theil von Montbsliard und stelltedie Verbindung mit dem Schlosse wieder her.
Die Patrouillen meldeten gegen Abend auf der ganzen Linie, daßder Feind in der Rückwärtsbewegung begriffen sei. Am 18. sah manihn Vormittags in vollen Kolonnen von Etobon auf Beverne abmar-fchiren. Gegen Mittag konnte Chenebier wieder von den Unsrigen be-setzt werden, und eine nach Etobon unternommene Recognoscirung ergab,daß dort nur noch eine schwache feindliche Nachhut stand. Es unterlagkeinen! Zweifel mehr: die Bourbaki'sche Armee war im vollen Rückzuge,-Und General von Werder hatte mit seiner kleinen Heldenschaar dasMeisterstück vollbracht. Die heftige Kanonade, die der Feind an diesen!Tage noch gegen das Centrum und den linken Flügel unterhielt, dienteNur zur Deckung feines Rückzugs, ebenso ein gegen Mittag unternom-wener Vorstoß gegen Bufsurel-Bethoncourt und ein erfolgloser Angriffgegen den äußersten linken Flügel bei Audincourt. Am 19. Januarbegann die Verfolgung der Bourbaki'schen Corps durch die Schmeling-kche Refervedivision. Ueberall waren auf der feindlichen RückzugslinieFelder und Wege mit Todten, weggeworfenen Tornistern und WaffenGedeckt. Die öden, ausgesogenen Dörfer hatten kaum Platz für die^Nenge verwundeter Franzosen, welche hier ohne jegliche ärztliche HülfeilUrückgelafsen worden waren.
Die dreitägige Schlacht hatte den Franzosen 4000 Todte und Ver-wundete gekostet, wogegen das Werder'fche Armeecorps, Dank der gut-