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1870 und 1871. Zwei Jahre deutschen Heldenthums
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Die deutsche Wacht an der Lisame.

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gegen eine vollständige französische Division, unter General Cremer, mit32 Geschützen im Kampfe gestanden und dieser erdrückenden Uebermachtdes Gegners das Terrain derart streitig gemacht, daß er sich nur schüch-tern bis Frahier wagte.

Der Verlust von Chenebier und Frahier konnte für das Werder-sche Corps von sehr verhängnißvollen Folgen werden. Von hier ausbrauchten die Franzosen nur noch einen weiteren kräftigen Vorstoß zumachen, und der Entsatz von Belfort war ihnen gelungen. Um jeden Preismußte daher dem Feinde der errungene Vortheil wieder entrissen wer-den, und demgemäß ertheilte General von Werder der Keller'schen Re-servebrigade Befehl, in der Nacht zum 17ten gegen Chenebier zumAngriff vorzugehen.

Keller rückte, in Ausführung dieses Befehls, in zwei Colonnen vor.Die schlechten Wege und die Glätte ließen kein rasches Fortkommen zu.Erst gegen 5 Uhr Morgens erreichten die Truppen das Ziel ihres müh-seligen Nachtmarsches. Der linke Flügel Keller's war bereits in allerStille glücklich bis nahe an Chenebier herangekommen, ohne vom Feindbemerkt zu werden, als eine von der andern Colonne überfallene feind-liche Feldwache die Besatzung in Chenebier alarmirte. Da gab es nunkein langes Besinnen, unter donnerndem Hurrah stürmte das vierteRegiment, dasselbe, welches den linken Flügel bildete, in das Dorf, dievereinzelten feindlichen Abtheilungen, welche sich in der Verwirrung zurWehr setzen wollten, ohne Weiteres niedermachend.

Die Lage des Ortes aus mehreren Erderhebungen zwischen kleinenWassergräben erschwerte ein schnelles Vordringen und begünstigte da-gegen die Franzosen, welche Zeit fanden, sich zu sammeln. Bald ent-wickelte sich ein heftiges Feuergefecht, das nach allen Seiten hin rasch Dimension zunahm.

Die rechts marschirende Colonne war inzwischen in dem südlich

Chenebier gelegenen Walde mit dem Feinde in's Handgemenge ge-rgthen, ohne bei der herrschenden Dunkelheit Terrain gewinnen zu können.

fand der Morgen des Ilten, welcher mit einem ziemlich heftigen^hauregen anbrach, die Keller'schen Truppen im blutigen Ringen um^orf und Wald, während dem Feinde von Etobon her fortwährendüeue Verstärkungen zugeführt wurden. Bei der sich immer mehr gel-