296 Die Kämpfe des Werder'ichen Corps gegen Garibaldi rc.
schrittweise, bald sprungweise avancirten die tapfern Badenser gegendie vortreffliche Position des Feindes, welcher bis auf 30 Schritt Ent-fernung noch ein furchtbares Schnellfeuer abgab und sich stellenweisesogar auf Handgemenge einließ. Aber so tapfer der Gegner sich ver-theidigte und so uneinnehmbar seine Position schien, so mußte er den-noch der Bravour der wackern badischen Bataillone weichen, welcheunter Hurrah vor allen Seiten den Eisenbahndamm erkletterten. Daswar ein glänzendes, aber auch ein blutiges Stück Arbeit! Weitausder größte Theil des bedeutenden Verlustes, den die badischen Truppenbei Nuits erlitten, fällt auf diese Momente des Kampfes. PrinzWilhelm wurde von einer Kugel, welche unter dem linken Ohre ein-drang und den Ausweg unter dem linken Auge nahm, schwer getroffen,von feiner Wunde aber nach mehreren Monaten glücklich wieder geheilt-Eine leichtere Blessur trug General von Glümer davon, dagegen blieöOberst Renz, vom 2. Grenadier-Regiment, nachdem er an Stelle desverwundeten Prinzen Wilhelm dessen Brigadecommando übernommenhatte, todt auf dem Platze und sein Adjutant fiel an seiner Seite.
Fast unmittelbar nach der Erstürmung der Eisenbahnlinie trafenauch die auf der Hauptstraße vorgerückten beiden Degenseld'schen Ba-taillone ein und drangen nun mit den übrigen Truppen gegen Nuitsvor. Noch in den Straßen leisteten die Franzosen Widerstand, deinaber bald die Granaten der badischen Batterien ein Ende machten-Unter denk Schutze der Dunkelheit bewerkstelligte der Feind den RückzüSauf Beaune, nur seine ans dein Bergvorsprung postirte Artillerie hiebnoch einige Zeit Stand und setzte ihr Feuer fort, bis ihr die badischenGeschütze das Handwerk legten.
Der Tag von Nuits bleibt ein Ehrentag für die badischen Truppen,aber auch der verlustreichste, denn die Zahl der Tobten und Vermutbeten betrug 34 Offiziere und 900 Mann. Ungleich mehr freilich lm^der Feind eingebüßt, der feinen Verlust selbst auf 2000 Mann angm''seine Tobten lagen in dichten Massen zwischen Nuits und der Eisenbahn-An Gefangenen verlor er 16 Offiziere und 700 Mann, und unter d^den Badensern in die Hände gefallenen Beute befand sich auch ein voständiges Gewehr- und Munitionsdepot. ^
Französischerseits hatten sich unter dem Commaudo des Genera