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1870 und 1871. Zwei Jahre deutschen Heldenthums
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282 Vor Paris. Die französischen Durchbruchsversuche rc.

(12.) Armeecorps 4 Bataillone, 2 Batterien und 2 Escadrons ange-schlossen hatten. Zweimal hielten sich hier die Württemberger, nachdemihre Munition verschossen war, in Bereitschaft, mit Kolben und Bajonettdrauszugehen. Die Bedienungsmannschaften der Artillerie, deren Mu-nition Nachmittags 2 Uhr ebenfalls geschmolzen war, erwarteten nuneinen erneuerten feindlichen Vorstoß, um ihre Geschütze im Handgemengezu vertheidigen, und waren dabei dem dichtesten Granatfeuer ausgesetzt/denn nicht nur die beiden Forts, sondern auch die Batterien von St.Maur, der Flußkanonenboote und sogar gepanzerter Eisenbahnwaggonsgriffen in das Gefecht ein. Glücklicherweise hatte der Feind von derverhängnißvollen Lage der Württemberger keine Ahnung, und alsder erwartete Vorstoß endlich erfolgte, waren die todesmuthigenSchwaben bereits durch Vermittlung der Sachsen wieder hinreichendmit Munition versehen, um die anstürmenden Franzosen gebührend zuempfangen. Die zunehmende Dunkelheit setzte Abends 5 Uhr dem Ge-fecht ein Ziel, dessen Gesammtresultat darin bestand, daß 4000 Würt-temberger und kaum die gleiche Zahl Sachsen gegen mindestens 50,000Franzosen ihre Stellung behauptet hatten. Nur die äußersten Vor-postenpunkte, die Linie Champigny-Brie, waren im Besitz des Feindesgeblieben, aber selbst dieses wohlfeilen Triumphes sollte er sich nichtlange zu erfreuen haben.

Auch an andern Punkten hatten an diesem Tage mehr oder minderstarke, aber gänzlich erfolglose Ausfälle stattgefunden, um den gegeddie Marne gerichteten Hauptstoß durch Seitenangriffe zu unterstützet-Dieselben richteten sich gegen das Gardecorps, die Sachsen und das4. Corps. Der letztere fand bei Epinay statt, einem Dorfe an derSeine, westlich von St. Denis.

General Trochu, welcher den französischen Verlust selbst auf 2000Mann angab, suchte am 1. December einen Waffenstillstand nach, ü»rseine Verwundeten nach Paris führen zu können. Das Gesuch wurdebewilligt, als aber Nachmittags 4 Uhr die Waffenruhe ablies und dieFranzosen mit ihrem Geschäft noch nicht zu Ende waren, überließen ^die noch nicht untergebrachten Verwundeten der Menschenfreundlichke)der Württemberger, welche sich denn auch in ächt deutscher Humanitader Hülstosen annahmen, bis Abends die Franzosen selbst durch Wieder