XVIII.
Fm Norden Frankreichs.
Die französische Regierung und vor allem Gambetta, welchem eineEnergie innewohnte, die nur von seiner Ruhmsucht übertroffen wurde,bot alles Mögliche auf, Frankreich gegen die deutschen Armeen zu lst^waffnen, welche wie ein eiserner Gürtel die bedrängte Hauptstadt Uiwschlossen hielten. Alle nur irgend wehrfähigen Männer von 20 bis40 Jahren und darüber wurden zu den Fahnen gerufen; durch erlogeneSiegesberichte wußte man die Opferwilligkeit des leichtgläubigen frawzösischen Volkes anzuspornen; alle die reichen Quellen des Landes undbesonders der vom Kriege noch verschont gebliebenen Provinzen wurdenauf's Aeußerste ausgebeutet, um Mittel zu neuen Rüstungen zu schaffe"-Jn den französischen Fabriken und Gießereien, aus denen immer wiederneue Geschütze und Mitrailleusen hervorgingen, herrschte eine rastlostThätigkeit. Im Auslande wurden Pferdeeinkäufe gemacht; die J"dwstriellen Englands und Nord-Amerikas versorgten, als Unterthanenneutraler Staaten, die Franzosen mit zahllosen Gewehren. Nationalund Mobilgarden, sowie Freicorps wurden zu den Neubildungen h^angezogen, deren Kern die Ersatzdepots in den Festungen, die aus Algierherbeigezogenen Truppen und die Marinesoldaten'bildeten.
Wie im Süden an der Loire und im Osten bei Lyon, vollzog stwauch im Norden die Organisation einer neuen Streitmacht. Hier wares Bourbaki, der aus Metz entkommene Ober-General der gefangene"Kaisergarden, welcher in Lille und den nördlichen Departements bw