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1870 und 1871. Zwei Jahre deutschen Heldenthums
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Zwischen Straßburg und Dijon.

abgeschlossen, und die vorläufige Aufgabe Werders mit eben so glück-lichem Erfolg als großem Geschick gelöst.

Sehen wir uns jetzt nach der preußischen Reservedivision Schnre-ling um, die wir im Anmarsch aus die Festungen Schlettstadt und Neu-Breisach verließen. Dieselbe war aus 6 ostprenßischen Landwehr-bataillonen, einem rheinischen Linien - Infanterieregiment, 6 Reserve-batterien und einem ostpreußischen und einem brandenburgischen Reserve-Ulanenregiment gebildet. Ein Theil dieser Truppen hatte zunächstNeubreisach in Cernirung zu halten, dessen Commandant die Uebergabeverweigerte. Die Hauptaction richtete sich gegen Schlettstadt, welchesfür die Gewinnung einer directen Verbindung mit Straßburg vorerstvon größerer Wichtigkeit war und ebenfalls nichts von Uebergabe wissenwollte. Ein Waffenplatz zweiter Elaste, mit 11,000 Einwohnern, be-herrscht Schlettstadt die westlich vorbeisührende Eisenbahn, welche, vonStraßburg kommend, über Besanyon und Belsort nach Lyon, der Cen-tralsestung Südfrankreichs, führt. Nachdem das nöthige Belagerung^material an Geschützen, Munition rc. aus Straßburg herbeigeschasst,von dorther auch der Division preußische, badische und bayerischeFestungsartillerie nebst Pionnierabtheilungen überwiesen worden war,wurde in der Nacht vom 22. zum 23. October die erste Parallele aus-gehoben und am nächsten Morgen aus 32 Geschützen die Beschießungder Festungswälle begonnen. Die Wirkung war eine so entschiedene,daß die Franzosen schon nach der ersten Probe genug hatten und aM24. capitulirten. Noch vor Abschluß der Capitulation mußte, ausDrängen des französischen Gouverneurs, preußische Besatzung in dieFestung rücken, um den betrunkenen Soldaten und den Pöbelrotten,welche in Gemeinschaft die Magazine plünderten und die Häuser undPulvermagazine in Brand steckten, das Handwerk zu legen, stllüSchlettstadt fielen 120 Geschütze als Kriegsbeute und 2000 Mann nebst100 Offizieren als Gefangene in die Hände der deutschen Sieger.

Es kam nun die Reihe an das seit dem 8. October cernirte Nen-Breisach, ein kleiner, 3500 Einwohner zählender Ort, unweit desRheines, dem badischen Städtchen Alt-Breisach gegenübergelegen, alsFestung ein Waffenplatz erster Elaste und besonders stark durch dasdicht am Strome errichtete Fort Mortier, welches jede Annäherung an