Einnahme der Festung Toul.
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^ Die unter Louis Philipp neu angelegten, zu Anfang der Sechziger^ahre vollendeten Festungswerke bestehen zumeist aus kolossalen Erd-werken, welche in zwei Parallellinien die Stadt aus allen Seiten um-fließen und theils durch den Rhein-Marne-Canal, theils durch diefosel und künstliche Wasserbassins geschützt sind. Nordwestlich von. °ul erhebt sich eine Hügelkette, die sich nach Westen zieht und mitfen coulissenartigen Vorsprüngen an die charakteristischen Kalkstein-mrwationen der schwäbischen Alp erinnert. Unter diesen Gebirgszügen^gen, etwa 2000 Schritt von der Festung entfernt, zwei steile Berg-^gel hervor, von denen der westliche Mont Barine, der östliche,^usend Fuß hohe Bergkegel Mont Michel heißt. Letzterer liegt Toul^ nächsten und ist auf seinem südlichen Abhang mit Weinreben be-wachsen.
Wie wir schon in einem früheren Kapitel gesagt haben, bliebender Armee des Kronprinzen Friedrich vor Toul eine bayerischerigade nebst Cavallerie und 2 Fußbatterien zurück. Zur Verstärkung^ Bayern und für die Angriffsoperationen war die Corpsartillerie^ 6. preußischen Armeecorps und ein Infanterieregiment detachirt.«, Bis zum 22. August beschränkten sich die beiderseitigen Feindselig-sten auf kleine Vorpostenplänkeleien; in der Nacht zum 23. aber er-nteten die Belagerer Batterien und am Morgen begann gegen 9 Uhr^ Bombardement aus Feldgeschützen. Die bayerische Artillerie hatteder Höhe von St. Michel, sowie bei dem weiter westlich dicht anü Festungswerken gelegenen Dorfe la Justice Stellung genommen,ahrend die sechs preußischen Batterien am südöstlichen Moseluser aufniedrigen Hügelrücken zwischen den Dörfern Dommartin und^haudeney Posto gefaßt hatten. Vor Beginn der Beschießung hatte^eind zur Uebergabe der Festung ausgefordert und ihm nichtd^fEien Abzug mit allen militärischen Ehren zugesichert, sondern auchvia beliebigen Aufenthaltsortes anheimgegeben. Der Com-
erst ^n jüngerer Offizier Namens Huc, welcher vom Kaiser
.^"chbn vorher in die Stadt geschickt worden war, um deren-bMgung zu organisiren, lehnte die Kapitulation ab und erklärte,leons ^ ^ lange vertheidigen zu wollen, bis ihn der Befehl Napo-Zur Uebergabe autorisire.
"a-r. Krieg.
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