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Einnahme der Festung Toul.
Während die Festung nur aus wenigen Geschützen antwortete, dieobendrein bald zum Schweigen gebracht wurden, zündeten die preußi-schen und bayerischen Granaten an mehreren Stellen. Gleich nach denersten Schüssen gerieth eine Kaserne in Brand und gegen 1 Uhr standein Fouragemagazin in Flammen. Man benutzte diesen Augenblick züeiner nochmaligen Aufforderung, die Festung zu übergeben, jedoch ohneErfolg. Das nun wieder von Neuem aufgenommene Feuer mußte nacheiner Stunde aufgegeben werden, da an die preußischen Truppen derBefehl einlief, am folgenden Tage aufzubrechen und der auf demVormarsche nach Chalons begriffenen 3. Armee zu folgen.
Die Fortsetzung der abgebrochenenOperationen war den Mecklenbur-gern Vorbehalten. Unter dem Ober-befehle des Großherzogs FriedrichFranz von Mecklenburg - Schwerinhatte sich ein neues, und zwar d<ff13. Armeecorps gebildet, bestehendaus einer brandenburgischen Land-wehrdivision und der 17. (mecklen-burgischen) Infanteriedivision, wel-cher letzteren noch die Feldartiller^des Corps und 2 Cavallerie-Reg^menter als Verstärkung beigegebenwurden. Diese Division wurde vonMetz aus, an dessen Cernirung !ffsich während der Zeit vom 4. bis 10. September betheiligt hatte, nachToul dirigirt und traf am 12. September vor dessen Wällen ein.
An schwerer Belagerungsartillerie fanden sich vor Toul nur d^in Marsal erbeuteten glatten französischen Geschütze vor, mit denenman bereits versuchsweise die Festung beschossen hatte. Sie erwies^sich aber zu einem kräftigen Bombardement als ungeeignet, und ffmußte man das Eintreffen preußischer gezogener 24- und 12 -Pfünd^abwarten. Inzwischen wurde die Festung durch vorgeschobene Jnff^sterie enger und enger umschlossen und durch drei auf demMichel errichtete schwere Feldbatterien fortwährend beunruhigt, woff^
Hrotzhcrzog von Weckkcnöurg.