Einnahme der Festung Tont.
Aie chronologische Aufeinanderfolge der Kriegsereignisse gestatt^uns vorläufig nicht, unsre sieggekrönten deutschen Heere aus ihrem Vo^ >Marsche von Sedan auf die französische Hauptstadt zu begleiten, so>»dern führt uns vorerst nach der Festung Toul, wo sich die näch^ ,Wasfenthat von entscheidender Bedeutung vollziehen sollte. Der Bestßdieser kleinen Festung selbst zwar war nicht von erheblicher Wichtigkeitwohl aber die Freilegung der Eisenbahnstrecke, welche der Platz ^ ^herrschte und versperrte. Es war ein Ding der Unmöglichkeit, mitden Ungeheuern Wagentrains, welche unfern Truppen vor Paris ^viant, Munition, Belagerungsgeschütze, Ersatzmannschaften u. s-zuführen sollten, Toul auf einem Umwege ohne die Hülfe einer Schiene»"Verbindung zu umgehen, und da gleichwohl die Anlage einer Unrg^hungsbahn auf Terrainschwierigkeiten stieß, welche sich, wenn nichtgeradezu unüberwindbar, mindestens als zeitraubend erwiesen, so zogvor, sich den Weg durch eine Belagerung des Platzes zu ebnen.
Toul ist eine Festung zweiten Ranges und zählt 7000 Einwoh»^Die freundlichen Häuser machen den Eindruck der Wohlhabenheit,fehlt nicht an Plätzen mit schattigen Baumreihen; hinter elegaivEisengittern sieht man schön angelegte Gärten und in den Stravviele glänzende Läden. Toul war schon von den Hunnen zerstörtdarauf wieder neu aufgebaut worden. Von den Herzögen vonthringen wurde es wiederholt belagert und niedergebrannt, dieBelagerung fand 1814 durch die Preußen statt.
Lo'
letz^