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1870 und 1871. Zwei Jahre deutschen Heldenthums
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Ein unterbrochener Vormarsch. Die Schlachten bei Beaumont und Sedan. 125

kleine Stücke zerschnitten und diese angezündet. Unbeschreiblich war der^ubel, womit der Kronprinz überall begrüßt wurde. Die Musik stimmtedie Volkshymne an und schloß, der gefallenen Helden des Tages ge-denkend, mit einem ergreifenden Trauermarsch. >

In Donchery traf General von Moltke und Graf von BismarckEt dem General Wimpsfen zusammen, um im Laufe der Nacht überdie Capitulation zu verhandeln. General Moltke sprach sein BedauernEs, der französischen Armee nicht alle die Vortheile bewilligen zu können,die sie durch ihre Tapferkeit verdient hätte, allein Deutschland habe dieVerpflichtung, seinen errungenen militärischen Erfolg dauernd zu be-festigen und sich den wiederholten Angriffen und dem bösen WillenFrankreichs gegenüber materielle Bürgschaften zu sichern. Die Armee^üsse daher die Waffen strecken. Als Wimpsfen sich weigerte, hieraufkinzugehen, erklärte ihm Moltke, daß am nächsten Morgen um 9 Uhrdas Bombardement auf Sedan eröffnet werden würde, wenn bis dahindie Capitulation nicht unterzeichnet sei.

Mit Tagesanbruch hielt Wimpsfen mit den übrigen französischenGenerälen Kriegsrath, und nach eingehender Untersuchung der Hülfs-Eellen des Platzes beschloß man, sich den Capitulationsbedingungen^ fügen.

Gegen 6 Uhr Morgens verließ der Kaiser Sedan in einem offenenTragen, in Begleitung von sechs höheren Offizieren, von denen drei im^agen Platz genommen hatten, drei nebenher ritten. In der Nähe Fttnois begegnete man dem Grafen von Bismarck, dem Napoleonleinen Wunsch äußerte, den König Wilhelm zu sprechen. Da der Letz-te aber in Vendresse weilte, so verfügte sich der Kaiser mit demUndeskanzler vorläufig nach einem der nächstgelegenen Häuser undhatten beide eine einstündige Unterredung, die anfangs in dem ärm-lE Zimmer, später auf einer Bank vor dem Hause geführt wurde. Na-v eon suchte den Bundeskanzler zu einer Milderung der Capitulations-. Egungen zu überreden, was aber natürlich vergebens war, undllerte im Laufe des Gesprächs, daß er den unglücklichen Krieg beklage^ gegen seinen Willen und nur durch den Druck der öffentlichenl^Eng gezwungen, unternommen habe. Von Friedensunterhand-3en aber wollte er nichts wissen, da hierüber die Regentschaft in