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1870 und 1871. Zwei Jahre deutschen Heldenthums
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König Wilhelm und Kaiser Napoleon. Die deutsche und die französische Armee. 23

Mr bis zum Capitän avanciren können. In der Regel ist bei denAvancements nicht die Anciennetät, sondern das Belieben des Kriegs-Ministers maßgebend. Auch Protection durch hohe Damen und Be-stechung spielen eine große Rolle, und wer über diese Mittel verfügt,der kann es mit 30 bis 35 Jahren leicht zum Oberst, mit 40 Jahren

sogar zum General gebracht haben.

Die französische Armee besteht aus den Truppen der Garde und

der Linie. Zur Garde werden nur ausgesucht kräftige Leute genom-men; ihre Ersatzmannschaften liefert die Linie. Die Soldaten der Gardeempfangen bedeutend höheren Sold, als jene, und werden vom Kaiserüberhaupt in jeder Weise bevorzugt. Ihre Uniform ist noch die tradi-tionelle des ersten Kaiserreichs, wobei die auffallend hohen Bärenmützen

keine kleine Rolle spielen.

Die Linie besteht meistensaus kleinen Leuten, welche einenkümmerlichen Eindruck machensMd sich nM unseren norddeut-schen Recken und wuchtigenBayern nicht im EntferntestenMessen können. Kleiner StaturÜnd zwar auch die Jäger, da-bei aber nervig und behend.

Das Fremdenregiment re-erutirt sich meist aus Auslän-bern, die in der Heimath nichtgütthaten und jeder Existenz

beraubt oder aus irgend einem _

verzweifelten Grunde sich an-

Merben ließen. Sie werden sehr geringschätzig behandelt und zu den

nustrengendsten Diensten verwendet.

Hinter den vielgenannten Zuaven verstecken sich allerhand ver-wegene, sur jeden anderen Lebensberuf untaugliche Gesellen, worunteruch viele Söhne vornehmer französischer Familien befinden. Sie sindmck und unternehmend, aber, da ihnen die nöthige Kaltblütigkeit fehlt,

osk° schlechtere Schützen.