22 König Wilhelm und Kaiser Napoleon. Die deutsche und die französische Armee.
und die folgenden Blätter werden uns mit seinem weiteren Schicksalvertraut machen.
Seit den Niederlagen Napoleons des Ersten war der Nimbus derfranzösischen Armee geschwunden. Erst seit 1830, wo die Kämpfe derFranzosen in Algier begannen, lebte — wir werden später sehen, obmit Recht oder Unrecht — ihr alter Waffenruhm wieder auf. Leugnenläßt es sich nicht, daß diese fortwährenden Guerillaskriege und Plän-keleien, die heute noch nicht abgeschlossen sind, allmälig kriegsgewohnte
Kranzöstsche Infanterie (Voltigeurs).
Soldaten heranbildeten. Eine Lebensfrage für den französischen Sol-daten bleibt aber stets der rasche Erfolg seiner Waffen, sonst sinkt ihmder Muth, denn Ausdauer und Kaltblütigkeit gehen, wie der ganzenNation, so auch dem Soldaten ab.
Was die französischen Offiziere anlangt, so sind dieselben nur zumdritten Theile in Militärschulm herangebildet, zum größeren Theilegehen sie aus den befähigten Unteroffizieren hervor, die aber gewöhnlich