Einleitung.
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überall entblößten sich die Häupter. Am Bahnhof war eine Ehrenpforteerrichtet und der Weg bis zum Wartesalon mit Blumen bestreut. Unterden Kammerherren, Generalen und anderen hohen Persönlichkeiten, welchedort den König, theils um sich von ihm zu verabschieden, theils um sichihm als Begleitung anzuschließen, erwarteten, befand sich auch der GrafWrangel. Als der greise Feldmarschall, dem es nicht mehr vergönntwar, in den Kampf zu ziehen, zu seinem königlichen Herrn herantrat, umihm die Hand zu küssen, schimmerten Thränen in den Augen des Königs.
Nach einem herzlichen Abschied von der Königin bestieg der Königden Waggon, aus dessen offenemFenster er noch lange grüßendzurückwinkte, während allmälig diebrausenden Rufe seines Volkes inder Ferne verklangen. Im Gefolgedes Königs befand sich die Elite sei-ner Generale und die treuen Gefähr-ten: Bismarck, Moltke und Roon.
Dem königlichen Zuge folgtenin kurzen Zwischenräumen nochfünf Extrazüge mit dem großen
Hauptquartier.
Ueberall wurde der König und Bundesfeldherr mit stürmischer Be-geisterung bewillkommnet. In Cöln erkletterte die Menge sogar den Zugund verschonte selbst nicht die Decke des königlichen Salonwagens, umden theuren Fürsten zu sehen. Die Vorträge der zur Begrüßung er-schienenen Gesangvereine vermochten sich erst Geltung zu verschaffen, alsder Zug bereits im Abfahren war, so anhaltend währte das Hurrahrufen.In Coblenz ließen sich die Bewohner selbst durch die späte Nachtstundenicht abhalten, dem König ihre jubelnden Huldigungen darzubringen.
Am 2. August langte der König in Mainz, dem nächsten Zieleseiner weltgeschichtlichen Reise an und nahm, vom Großherzog von Hessenbegrüßt, sein Hauptquartier im großherzoglichen Schlosse, das „DeutscheHaus" genannt.
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