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1870 und 1871. Zwei Jahre deutschen Heldenthums
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Einleitung.

Der Schwur erschallt, die Woge rinnt,

Die Fahnen flattern hoch im WindAm Rhein,, am Rhein, am deutschen Rhein

Wir Alle wollen Hüter sein!

Lieb' Vaterland, magst ruhig sein:

Fest steht und treu die Wacht am Rhein!

Dieses schon im Jahre 1840 aus Anlaß der französischen Kriegs-drohungen entstandene Lied sollte jetzt zum Schlacht- und Siegesrufwerden, den jedoch der bereits Heimgegangene Dichter, Max Schnecken-

Am 19. Juli trat in Berlinder Reichstag zusammen. DerKönig erösfnete ihn mit einerThronrede, worin es, nach Dar-legung der ungerechten ForderungenFrankreichs, hieß:Hat Deutsch-land derartige Vergewaltigungenseines Rechts und seiner Ehre infrüheren Jahrhunderten ertragen,so ertrutz^es sie nur, weil es inseiner Zerrissenheit seine eigeneStärke nicht kannte. Heute, woes stark gerüstet dasteht, trägt esin sich selbst die Kraft der Abwehrerneuerter französischer Gewaltthat.Jemehr die verbündeten Regierungen sich bewußt sind, Alles, was Ehreund Würde gestattet, zur Erhaltung des Friedens gethan zu haben,mit desto größerer Zuversicht wenden wir uns an die Vaterlandsliebeund Opferfreudigkeit des deutschen Volkes mit dem Aufrufe zur Verthei-digung seiner Ehre und Unabhängigkeit. Wir werden nach dem Beispieleunserer Väter für Freiheit und Recht kämpfen, und in diesem Kampfewird Gott mit uns sein, wie er mit unseren Vätern war."

Als hierauf der Bundeskanzler Graf Bismarck mittheilte, daß derfranzösische Geschäftsträger, Le Sourd, die Kriegserklärung Frankreichs

burger, leider nicht mehr vernahm.

Winisterxrästdent Graf Msinarck.