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Einleitung.
an den Prinzen selbst und . an die spanische Regierung. Als der Prinzsah, welche Verwickelungen aus dem Festhalten an seiner Candidaturfür Europa entstehen könnten, trat er freiwillig zurück, womit sich Ollivierund Gramont zufriedengestellt erklärten. Wie es demnach schien, hatteNapoleon über die Partei, die ihn zum Kriege drängen wollte, einenkurzen Sieg davongetragen, — aber nur einen kurzen; denn kaum warder preußische Gesandte wieder auf seinen Posten nach Paris zurück-gekehrt, so schlug die französische Diplomatie plötzlich um, und der Herzogv. Gramont, der-Angesichts der einmal erregten öffentlichen MeinungFrankreichs eine größere Genugthuung für nöthig hielt, verlangte vonHerrn v. Weither, daß dieser seinen König bestimme, dem Kaiser einenfür die Veröffentlichung geeigneten Entschuldigungsbrief zu schreiben undüber die Thronentsagung des Prinzen seine besondere Billigung auszu-sprechen. Fast zu gleicher Zeit, am 13. Juli, suchte Benedetti in Emsden König zu einer schriftlichen Erklärung zu bestimmen, daß der Prinzvon Hohenzollern auch in Zukunft nicht auf feine Candidatur zurück-kommen werde. Der König, der schon während der VorhergegangenenVerhandlungen mehr Mäßigung bewiesen hatte, als nicht nur der Stolzdes preußischen, sondern auch des ganzen übrigen deutschen Volkes gut-hieß, wies natürlich diese unerhörte Zumuthung ab. Der zudringlicheGesandte erbat sich hierauf abermals eine Audienz, die jedoch der Königverweigerte, indem er durch feinen Adjutanten Herrn Benedetti sagenließ, daß er ihm keine weiteren Mittheilungen zu machen habe. Dasnahm Gramont als eine Beleidigung Frankreichs auf und in einerUnterredung mit dem englischen Botschafter, Lord Lyons, äußerte ersogar: Der König habe Herrn Benedetti nicht einmal mit der „rohenUnhöflichkeit" behandelt, mit welcher die preußische Regierung „prahle"!
Am 15. Juli verkündete Ollivier im gesetzgebenden Körper, daßFrankreich infolge der ihm widerfahrenen Beleidigung zum Kriege gegenPreußen entschlossen sei und demgemäß bereits Maßregeln getroffenhabe. Er ging so weit, die Thatsachen zu entstellen und von einer her-ausfordernden Note des Grafen Bismarck zu sprechen, deren Vorlegunger aber verweigerte, weil sie gar nicht vorhanden war. Der alte Thiers,gewiß kein Freund der Deutschen, welcher als Minister Louis Philipp'sim Jahre 1840 ^Deutschland sogar mit Krieg bedroht hatte, hielt den