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1870 und 1871. Zwei Jahre deutschen Heldenthums
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Einleitung. 3

so harmlos sie war, einen Brand, der sich nur mit der sengenden Juli-gsuth vergleichen ließ, in welcher kurz vorher noch alle Thatkraft undStreitsucht erschlafft schien.

Am 4. Juli lief die erste Nachricht durch die Zeitungen, daß GeneralPnm im Einverständniß mit der spanischen Regierung den Beschlußgefaßt habe, dem Erbprinzen von Hohenzollern die spanische Krone an-zubieten, welche bekanntlich seit der Vertreibung der Königin Jsabellaerledigt war.

Obwohl Anton von Hohenzollern nur einer Nebenlinie des preußi-schen Königshauses angehört und in mindestens gleichem Grade auch derNapoleon'schen Dynastie verwandt ist, so wollte die französische Regierungin dem Throncaudidaten doch nichts Anderes als einen preußischenPrinzen erblicken, mittelst dessen Preußen in Spanien Fuß zu fassenbeabsichtige. Das Pariser Cabinet richtete daher sofort eine Anfragenach Berlin, und der französische Minister, Herzog v. Gramont, erklärteHerrn v. Werther, dem preußischen Gesandten in Paris, wenn derKönig den Prinzen von Hohenzollern nicht bestimmen werde, von seinerCandidatur zurückzutreten, so sei eine Katastrophe unvermeidlich. Aufdie Anfrage des Gesandten, wie dieses Wort zu verstehen sei, erwiederteGramont's mitanwesender College, Minister Ollivier, es handele sichum Krieg und Frieden. Infolge dessen reiste der preußische Gesandtenach Ems, wo der König sich zum Kurgebrauch aufhielt. Gleichzeitigerhielt auch Herr von Benedetti, der französische Gesandte am preußi-schen Hofe, Ordre, sich nach Ems zu begeben und mit dem König inVerhandlung zu treten, auch versäumte die französische Regierung nicht,die brennende Tagesfrage in den gesetzgebenden Körper zu bringen unddadurch die geschäftige Presse zu erhitzen und die Leidenschaftlichkeit desfranzösischen Volkes aufzustacheln.

Mittlerweile gab die spanische Regierung den Mächten offiziell be-kannt, daß sie dem Prinzen von Hohenzollern die Krone angetragenhabe, und berief die Cortes auf den 20. Juli.

Der König von Preußen beantwortete das ihm durch Benedettigestellte Ansinnen, dem Prinzen die Annahme der spanischen Krone zuverbieten, dahin, daß dies nicht in seiner Macht stehe, der Prinz viel-mehr seinen freien Willen habe, und verwies die französische Diplomatie

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