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Die Glanzpunkte des Rheines in Wort und Bild : eine Erinnerung an die interessantesten Orte von Deutschlands schönstem Strom zwischen Niederwald und Drachenfels
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Stiefbruder Kaiser Friedrich I. Con-rad hatte keinen Sohn, sondern nur eineblühende Tochter. Mächtige Fürsten buhl-ten um die Gunst der reichen und schönenErbin, aber vergebens; denn Agnes hatteihr Herz schon an einen verschenkt, derherrlich in seiner Jugendfülle, zugleich einheldenmütiger, unerschrockener Mann war,voller Klugheit und Entschiedenheit. DerAuserwählte war Heinrich der Löwe,das Haupt der Weifen. Er hatte nämlichvon der unvergleichlichen Schönheit undAnmut des Mädchens gehört und kam alsPilger verkleidet an den Rhein und in dasSchloss des Pfalzgrafen, der zum Glück ab-wesend war. Staunend stand er vor derlieblichen Agnes, die unter seinen bewun-dernden Blicken errötete.

Als die Mutter erkannte, welche Gefahrihrer Tochter in der Nähe dieses Mannesdrohte, verabschiedete sie den Pilger nachwenigen Worten und nahm sich vor, seineAbkunft zu erforschen, denn dass es keinPilger, sondern ein Edler war, hatte sie anseinem ritterlichen Anstände gemerkt.

Nicht lange darauf liess sich der Pilger