und Klingen und das Reden und Singenwill eher kein Ende nehmen, bis der Mondzum Heimweg leuchtet. — „Ja glücklichfürwahr ist das Leben am Rhein!"
Ein Leben anderer Art, rege und geschäf-tig, entfaltet sieb drüben über der Nahe inBinger brück, das durch eine hübscheGitterbrücke mit Bingen verbunden, Kreu-zungspunkt der Bahnen aus fünf verschie-denen Richtungen ist.
Vom Bahnhof aus geniesst man einenprächtigen Anblick auf den Rhein, der ge-rade hier stets sehr belebt ist. — Da ziehenSchiffe stromauf und ab, hier schaukelndie buntbewimpelten Nachen hinüber undherüber und umschiffen den weissschäumen-den Strudel, der die Klippen der Felsen, diehier mitten im Bette des Rheines sich finden,bezeichnet, auf deren einem der Mäuse-turm mit seinem alten Gemäuer hervorragt.Den Namen Mäuseturm hat er von jenerbekannten und schauerlichen Sage, dass seinErbauer, der Erzbischof Hatto von Mainz,der sich hierher vor den Mäusen geflüchtet,zur Strafe für seinen Kornwucher lebendigaufgefressen wurde, die jedenfalls nur aus