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Vom Rheine aus gesehen behält die Gegend nur noch andert-halb Stunden weit unter Bonn einiges Malerische, alsdannverflacht sich dieselbe immer mehr. Der Strom dessen Spiegelam Fuße des Siebengebirgcs 180 Fuß über der Mecrcsflächehat, bleibt noch immer ver majestätische, nur etwas langsamerfließend. Man passirt noch eine Anzahl Flecken und Dörfer,jedoch von geringer Bedeutung und ohne besonderes Interessefür den Reisenden. Plötzlich taucht eine großartige Häuser-masse, umgeben von einem Wald von Masten aus der Ferneauf; man kömmt näher und näher und befindet fich zuCöln, am linken Ufer; die älteste und bedeutendste Stadt amRheine; römischen Ursprungs. Früher war sie eine freieReichsstadt und Sitz des Erzbisthums gleichen Namens, jetztist sie die Hauptstadt der preußischen Rheinprovinz, Sitz einerOkegierung und Hauptort des Regierungsbezirks Cöln; ihreEinwohnerzahl beläuft sich auf 72,000, die Größe ihres Um-faugs auf 2 */2 Stunden. Ihre hohen Mauern und Wällegeben ihr auch als Festung eine ziemliche Bedeutung. Be-deutender Speditionshandel, Fabriken, besonders votr cölnischemWasser, bilden einen Hauptnahrungszweig. Sehenswürdigkeiten:Hierher gehört vor allen der Dom in seiner äußeren und innernHerrlichkeit. Im Jahre 1248 angefangen bis zum Jahre 1437fortgesetzt, beginnt für denselben eine neue Aera mit dem Jahre1842, in welchem Jahre der Ausbau definitiv beschlossen undnach der Grundsteinlegung auch sogleich in's Werk gesetztwurde. —- Die Peterskirche mit dein herrlichen Altarblatt, dieKreuzigung Cristi von Rubens. Die St. Martinskirche imCapitol, die älteste Kirche in Cöln; die Gereons-, Jesuiten-,Apostel- und St. Ursula-Kirche mit den Gebeinen der 11,000Jungfrauen. -— Das Rathhaus, Zeughaus jetzt Marstall, dasneue Schauspielhaus, das bischöfliche Haus, Jesuitencollegium,die Börse, Regierungsgebäude, das Kaufhaus Gürzenich mitdem großen Saale, worin die Carnavalsbelnstigungen stattfinden. — Das Haus in der Sterncngasse No. 10. In dem-selben wurde der berühmte Maler Rubens 1577 geboren, undMaria von Mcdicis, Wittwe Heinrichs IV. von Frankreich,starb darin, 1642, wie 2 Denktafeln berichten. Der Beyen-thurm; das Friedrich Wilhelms Gymnasium mit Bibliothekund botanischem Garten; das kölnische Gymnasium mit schönerBibliothek und physikalischer Sammlung. Die bekannte Wall-raff'sche Sammlung mit herrlichen Antiken re. rc., und nochmehrere andere Sammlungen sind jetzt im städtischen Museum