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AUSFLUG NACH RUSSLAND.
„„Jcgoroff hat sich durch mehrere Gemälde der Heiligen Familie, im Geschmacke der Bo-logneser Maler, bekannt gemacht; desgleichen durch das grofse Gemälde, welches die „Geiße-lung Christi" darstellt, und durch viele andere Werke, die sich sämmtlich durch Erfindungs-gabe auszeichnen. In jedem Falle ist er mehr Zeichner als Colorist.""
„WARNYK und KIPRINSKY haben unter den Russischen Malern als Bildnis- und Gen-remaler, im edleren Style, eine bedeutende Stelle eingenommen. Zeichnung und Modellirungsind bei Warnyk lobenswerth, und seine Färbung ist wahr. Besonders gebührt dieses Lobseinen ersten Gemälden."
„„Warnyk hat „das Bildnis des verstorbenen Grafen A. Strogonoff", Präsidenten der Aka-demie, in Lebensgröfse gemalt; eben so das Portrait des gegenwärtigen Präsidenten, „HerrnOlenin", halbe Figur; sein eignes Bildnis, welches sich durch die Art seiner Beleuchtungauszeichnet, und viele andere Porlraits. Seine Farbe fällt etwas ins Graue.""
„Kiprinski, gestorben 1836, hat sich der Gunst des Publikums zu erfreuen gehabt; seineBilder gefielen durch die Kraft seines Pinsels, und durch die Wahrheit seiner Farbentöne.Sein Talent hatte ungemein viel Eigenthumlicb.es. Als er einst in Neapel ein Bildnis ausstellte,ohne sich zu nennen, hielt das ganze Publikum es für ein Werk Rembrandts. „Das PortraitThorwaldsens", eine „Sibylle", im Style Gerardo's delle Notte, eine „junge Gärtnerin" undeine „Wahrsagerin" sind diejenigen seiner Gemälde, welche man am meisten bewundert hat.Sein letztes Bild stellt den „Schutzengel der Kinder" dar."
„BASSIN, ein Schüler Schcbujeffs und einer der besten Russischen Maler, zeichnet sichaus durch richtige Zeichnung, durch angenehmen und leichten Pinsel. Er hat mehrere histo-rische Bilder, Genrestücke, und viele Bildnisse gemalt. Unter den letzten verdient das der Kai-serin Elisabeth besonderer Erwähnung."
Unstreitig ist BRÜLOFF der berühmteste unter den Russischen Malern, und vereinigt in sichmehrere Eigenschaften, die einen grofsen Künstler bilden. Einer der beiden Kunstfreunde,denen ich den grösten Theil dieser Nachrichten verdanke, ein grofser Bewunderer Brüloffsund sein Landsmann, sagt von ihm: „Seine Zeichnung ist durchaus correet, seine Composi-tionen sind grofsartig und angenehm zugleich; sein Pinsel ist breit, kräftig, und Niemand ver-
das Nackte malt; seinesie sind voller Leben und es fehlt ihnen
mag ihn lieblicher und anmuthiger zu führen, vornämlich wenn erGestallen scheinen sich von der Leinwand abzulösennichts als die Sprache. Sein Talent ist unendlich vielseitig; in seinen Genrebildern ist er lie-benswürdig und anmuthig, z. B. in seinem „ dolee far niente" und in jenem köstlichen Bilde,welches „die Kinder des Fürsten Wittgenstein am Ufer eines Baches mit einer ItalienischenBäuerin" darstellt. In seinem „Christus am Kreuze" und in seiner „Himmelfahrt Maria's" ister erhaben geworden. „Der letzte Tag Pompcji's", der ihm in Rom so viel Beifall, in Mai-land die Ehrenkrone, und in St. Petersburg hohe Ehrenbezeigungen erwarb, ist eine von denCompositionen, welche ein Künstler, der nicht das Feuer des Genies in sich fühlt, nicht ein-mal unternehmen dürfte; und wahrlich, es bedurfte auch mehr als des blofscn Talentes, umin ein Gemälde von solchem Umfange, welches die Natur in Zuckungen und alle Gestalten in
Bewegung darstellt.
so viel Einklang des Ganzen zu bringen.
Man hat dem Maler die dop-
pelte Beleuchtung, durch den Blitz und durch die Flamme des Vesuvs, zum Vorwurf gemacht,— aber der feurige Charakter des Künstlers ist einer Schwierigkeit entgegengetreten, die man
ihm als unbesiegbar schilderte,
und er hat sie besiegt."
Hören wir, was der andere Kunstfreund über denselben Künstler sagt:
ni.
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