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AUSFLUG NACH RUSSLAND.
Degen mit dem Pinsel vertauscht,sehe Kirche in St. Petersburg
die Zöglinge der Akademie nach seinen Studien. „Das Opfer Isaaks", „der Heilige Andreas"und „der Grofsfürst Wladimir, wie er der Fürstin Rogneda von Polotzk seinen so eben überseinen Vater erfochtenen Sieg ankündigt", welche Gemälde sich in der Eremitage befinden,werden für seine besten Werke gehalten."
„Einer von Lossenko's vorzüglichsten Schülern war AKJEMOFF, gestorben im Jahre 1814,welcher die „Ikonostase des Alexander Newsky-Klosters" gemalt hat. Derselben Zeit gehörtauch SOKOLOFF an, gestorben 1791, ein talentvoller junger Mann, welchen der Tod denschönen Künsten in dem Augenblicke entrifs, als eben sein „Merkur, wie er den Argus ein-schläfert", die Aufmerksamkeit des Russischen Publikums erweckte."
„UGRUMOFF erhielt die durch Lossenko's Tod erledigte Professorstelle. Er hat sich durchreiche, verschiedenartige Compositionen von schöner Anordnung und leichter Ausführung her-vorgethan. Zu seinen bemerkenswerthen Gemälden gehören die „Eroberung Kasans", die„Thronbesteigung der Familie Romanoff", und der starke „Yan Ustimowitsch, wie er vordem Fürsten Wladimir seine Kraft an einem wüthenden Stiere versucht"."
„LEWITZKY lebte unter den Regierungen Katharina's II. und Pauls I.; er war der ausge-zeichneteste Bildnismaler seiner Zeit. Er hat mehrere Bilder in der Greuze'schen Manier ge-malt, und diese sind besonders durch anmuthige Malerei und zarte Färbung bemerkenswerth."
„BOROWIKOWSKY, gestorben 1825, war ein Schüler des Vorhergehenden, und hatte den
Er arbeitete viel für die Kirchen, namentlich für die Kasan-Hauptsächlich schätzt man seine Bildnisse, wegen ihrer Ähn-lichkeit, und wegen der Vollkommenheit, mit welcher die verschiedenen Stoffe gemalt sind.Seine Miniaturen in Öl sind Meisterstücke, von einer noch nie übertroffenen Vollendung."
„JEGOROFF und SCHEBUJEFF, beide gegenwärtig Professoren, nahmen bald nach ihremersten Auftreten, unter den Russischen Künstlern die erste Stelle ein. Jegoroff, etwas älter,ist ein sehr correcter Zeichner. Sein Styl hat Adel und Erhebung. Er hat eine unermefs-liche Menge Bilder gemalt, unter welchen sein „Christus", in der Akademie, und seine „Aus-giefsung des Heiligen Geistes", in der Kasanschen Kirche, sich besonders auszeichnen. Daer, aus Mangel an Zeit, nicht alle Gebilde seiner reichen Einbildungskraft in Gemälden vongrofsem Maafsstabe ausführen konnte, so malte er eine Menge kleiner Bilder, die voller An-muth sind, und deren Farbe an Albano erinnert."
„Schebujeff zeichnet sich durch grofsartige Composition, reinen Geschmack und leichtenPinsel aus." „„Die Werke, welche diesen Maler hauptsächlich berühmt gemacht haben, sind:die Bildnisse dreier Bischöfe in der Kirche der Mutter Gottes von Kasan; die Skizze zu einemgrofsen Gemälde, welches „Maria Himmelfahrt" darstellt, und sich in derselben Kirche be-findet; und eine grofse Anzahl anderer Werke für unsere Kirchen. Das grofse Deckenge-mälde in der Rotunde der Akademie der schönen Künste, welches die Stiftung dieser Anstaltallegorisch darstellt, ist ebenfalls das Werk dieses Künstlers, so wie auch das Deckengemäldein der Kirche zu Zarskoje-Selo. Aufserdem hat er noch ein grofses Bild: das „Heilige Abend-mahl", für die Hauptkirche in Tiflis gemalt, und ein andres, welches die „That des RussischenKaufmannes Igolkin" bei seiner Gefangenschaft in Schweden darstellt. Schebujeff hat sichdurch sein Buch: „Grundsätze der Zeichenkunst und der Anatomie", zum Gebrauche für Ma-ler, einen besonderen Anspruch auf die Dankbarkeit der Künstler erworben."" — „Er hatviele Schüler um sich vereinigt, die, nach dem Beispiele ihres Meisters, sich ein kräftigeresColorit zu eigen gemacht haben, als die Vorgänger desselben besafsen."