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3 (1841) Berlin, Dresden, Hamburg, Mecklenburg, Weimar, Halberstadt und Göttingen : mit einem Anhange: Ausflüge nach Holland, Belgien, England, Schweiz, Polen, Russland, Schweden, Dänemark und Nord-Amerika
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AUSFLUG NACH ENGLAND.

Übersetzter Auszug aus der dreimal im Jahre erscheinenden Englischen Zeitschrift:

BritisJi and Foreing Review *.

wo. XVII. JUII 1839.

KUNSTWERKE MD KÜNSTLER IST EUCGHLAIV».

(A) Seite 532. Herr Waagen beschränkt seine Betrachtungen über Sir Reynolds auf einigeoberflächliche Bemerkungen, und erinnert nicht einmal an diejenigen Gemälde dieses Meisters,welche mit vollem Rechte Berühmtheit erlangt haben. Reynolds besafs einen vortrefflichenGeschmack, Schönheitssinn und jene Kenntnifs der Gesichtszüge und des Charakters, die ihnin den Stand setzte, jedem Bildnisse den vollen Ausdruck zu geben, dessen das lebende Vor-bild nur fähig sein konnte. Aber seine Vorstellungskunst war beschränkt, und die wenigenhistorischen und poetischen Darstellungen, auf welche er sich eingelafsen hat, tragen die Spu-ren grofser Unsicherheit und Anstrengung.Herkules als Kind", in der Kaiserlichen Samm-lung zu St. Petersburg, ist vielleicht sein glücklichster Versuch dieser Art; dieses Bild ist kräf-tiger gezeichnet und mit mehr Sicherheit aufgefafst, als seinTod der Dido", oder der be-rühmteUgolin".Macbeth und die Hexen" ist eine wahrhafte Vcrirrung. SeinAct nachdem Kinde" ist nicht das Werk seiner eigenen Auffassung: er ist eine fast wörtliche Ab-schrift einer Vignette, welche wir in einem alten Französischen Werke gesehen haben, des-sen Titel uns entfallen ist.Garrick zwischen dem Trauerspiele und dem Lustspiele" ist viel-leicht seine untadeligste Composition. Nie wird Reynolds zu den Malern ersten Ranges ge-zählt werden, weil seine Auffassungskraft sehr beschränkt war und sich nie zu einer gewifsenHöhe hinaufschwang, ohne plötzlich wieder zu der Sphäre herabzusinken, von wo aus wirihn mit so viel Anstrengung und Unsicherheit sich erheben sahen. Der Grund davon war,dafs seine Zeichnung im Allgemeinen schwach und nicht selten unrichtig war, und dafs ernur den Ausdruck so wiederzugeben vermochte, wie er ihn an einer Persönlichkeit wahr-nahm. Dennoch gebührt ihm das Verdienst, die Bildnismalerei aus dem Staube hervorgezo-gen, und zu Gunsten eines reinen, züchtigen und übereinstimmenden Systems, das in derEnglischen Schule noch ohne Gleichen ist, die Kunstgriffe abgeschafft zu haben, welche inder Anwendung eines herkömmlichen Colorits bestanden.

* Die Französische Übersetzung ist nicht von mir, und die Deutsche ist nach derselben gemachtworden, daher ich auch für keine der Beiden mich verantwortlich machen kann.

Anmerkung des Verfafsers dieses Werkes.