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3 (1841) Berlin, Dresden, Hamburg, Mecklenburg, Weimar, Halberstadt und Göttingen : mit einem Anhange: Ausflüge nach Holland, Belgien, England, Schweiz, Polen, Russland, Schweden, Dänemark und Nord-Amerika
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AUSFLUG NACH ENGLAND.

zu machen; und schwerlich möchte sich hiezu noch einmal Gelegenheit finden *. — Ich sahdaselbst ein angefangenes grofses Gemälde, dessen Gegenstand aus den Feldzügen in Indienentnommen war. Es stellte den Augenblick dar, wo die Englischen Krieger den LeichnamTipposaibs auf dem Schlachtfelde finden. Der Englische Feldherr, Sir David Baird, nimmt dieMitte des Gemäldes ein.

Die Bildnisse Wilhelms III. in seinem Königsornate, und des Aldermans Lucas in seinerAmtstracht, befanden sich auch in der Werkstatt. In beiden ist die Pinselführung leicht, unddie Farbe glänzend. Ich glaube, in diesen Werken, und in allen anderen Bildnissen und histo-rischen Gemälden dieses Meisters, den Einflufs von Rubens, Rembrandt, Reynolds und La-wrence zu erkennen. Diese Art zu malen bringt einen gewifsen Zauber hervor, welcherdie Mehrheit entzückt. Ich habe schon oben meine Bewunderung für die Genrebilder vonWilkie, und mein Bedauern, dafs er keine mehr malt, ausgedrückt. Ich vermuthe, dafs ervon dieser Bahn, auf welcher er so rühmlich fortschritt, durch die Rathschläge und Aufträgehochgestellter Personen, ist abgelenkt worden, oder durch die Mode, die in London eine Ty-rannei übt, von welcher ich die Künstler wohl befreit sehen möchte.

Zu den bekanntesten Werken Sir Davids gehören: „Knox", den wir bei Sir Robert Peelgesehen haben; „die Jungfrau von Saragossa ftJie maid of Saragossa)", welches im Jahre1827 gemalte Bild ich nur aus einem Kupferstiche kenne; und die „Flucht der Königin MariaStuart von Schottland vom Lochleven", ein Viertel Lebensgröfse.

PARTRIDGE'S WERKSTATT.

Das erste Gemälde, welches mir bei diesem Künstler auffiel, war das lebensgröfse Bildnisder drei jungen Persischen Prinzen, Verwandten des Schachs, welche durch politische Ereig-nisse aus ihrem Vaterlande vertrieben, sich einige Jahre in London aufhielten. Die reicheKleidung, in welcher sie hier dargestellt sind, läfst ihre schlanken Gestallen vortlieilhaft her-vortreten. Der Farbenglanz kann nicht gröfser sein.

Die übrigen Bildnisse, welche ich bei demselben Künstler sah, waren die der Frau Throck-morton, Tochter des Sir Richard Acton; des Herrn Morier, Verfafser des Hadgibaba und meh-rerer anderer Romane; aufserdem noch einige Frauenbildnissc.

Miltons Allegro hat diesem Künstler den Gegenstand zu einem Gemälde hergegeben, wel-ches ich von zu leichter Ausführung fand. Hier folgt die Textstelle zu demselben:

„Come to me in spite of sorrow,And at my window hid good morrowThro the sweet briar and the vineAnd the Iwisted Eglantine".

hat mit diesen Conlrasten das Beispiel gegeben, und Callcott und Andere haben, um nicht im Nach-theile zu bleiben, sich derselben Methode genähert. Sie werden finden, dafs in einem Gemälde, womehr oder weniger dunkle Massen herrschen, die warmen Töne und die kräftigen Farben gemäfsigtoder, so zu sagen, harmonisirt erscheinen: aber die Anwendung solcher kräftigen Farben in einemsehr hellen Bilde, würde Gemälde hervorbringen, wie jene auf den altmodischen Damenfächern. Diesnun hat Turner in einigen von den Gemälden gethan, welche Sie gesehen haben".

* Was ich vorausgesehen, ist leider in Erfüllung gegangen: er starb am 1. Juni 1841 auf demMeere, unweit Gibraltar, als er vom Orient zurückkehrte.

Anmerkung des Verfafsers dieses Werkes.