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3 (1841) Berlin, Dresden, Hamburg, Mecklenburg, Weimar, Halberstadt und Göttingen : mit einem Anhange: Ausflüge nach Holland, Belgien, England, Schweiz, Polen, Russland, Schweden, Dänemark und Nord-Amerika
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AUSFLUG NACH ENGLAND.

Knalleffect hervorzubringen." (S. „Kunstwerke und Künstler" in England, von Dr. G. F. Waa-gen. Th. II. S. 419.)

Folgendes berichtet Allston, der Amerikanische Maler (History of the rise and progress ofthe arts in the United staies, by William Dunlap. New-York, 1834. Tom II. p. 159. J:„West hat mir von Wilson folgende sehr charakteristische Anekdote erzählt." (Es mufs die-ses nothvvendig vor dem Jahre 1816 geschehen sein.) „Vor der Errichtung der KöniglichenAkademie hielten die Maler ihre jährlichen Ausstellungen in Spring-Gardens. In einem Jahre,welches merkwürdig war durch die Grellheit der Malereien, vermuthlich wegen der grofsenAnzahl von Anfängern, die ihre Werke zur Ausstellung brachten, waren West und Wilsonmit der Anordnung der Gemälde beauftragt. Als alle Bilder aufgehängt waren, schnitt Wil-son ein bedeutsames Gesicht, und rieb sich die Augen, als wenn ihm etwas hineingeflogenwäre. „„Wifsen Sie was?"" sagte er zu West, „„das kann so nicht gehen; wir verlierendas Bischen Ansehen, das wir haben; das Publikum kann einen solchen Hagel von Kalk-und Steinschutt nicht ertragen."" .... „„Sie sollen sehen, was man mit indian ink undspanish liquorice ausrichten kann."" In der That schickte er den Thürsteher sogleich zumFarbcnhändlcr, um solches Zeug zu holen, und nachdem er es in Wasser aufgelöst hatte, über-zog er beinahe die Hälfte der ausgestellten Gemälde mit dieser ganz neuen Art Firnifs. . . .„„Sehen Sie, West"", fügte er hinzu, „„das ist so gut wie Asphalt, mit dem Unterschiede,dafs die Künstler, wenn sie sonst wollen, nach beendigter Ausstellung diese Glasur in ihrenWerkstätten wieder fortschaffen können." " West muste eingestehen, dafs die Bilder wirklichdadurch gewonnen hatten."

LANDSEER (EDWIN) hat diese Ausstellung mit mehreren seiner Werke bereichert. Esist hier gebräuchlich, die Gemälde in den Katalogen durch Sprüche zu bezeichnen. So wardas erste uns aufstofsende Bild von Landseer mit den Worten bezeichnet: „Ihe life's in theold dog yet (der alte Hund lebt noch)". Dasselbe, so wie die Bildnisse des Marquis Stafibrdund der Lady Evelin, scheint mir nur leicht hingeworfen, und alle schmecken zu sehr nachder Londoner Ausstellung. Diese Fehler aber, wenn überhaupt es Fehler sind, werden durchgrofse Schönheiten aufgewogen. So ist in dem ersteren Gemälde der weifse Hund, wonaches benannt ist, bewundernswürdig. In dem angeführten Portrait ist die jüngere Gestalt vonunübertrefflichem Reiz. Am meisten bewunderte ich unter den von Landseer diesmal ausge-stellten Werken mit dem Spruche „none Lue the brave deserve the fair (der Tapfere verdientdie Schöne zu besitzen)", und den Neufoundländischen Hund, der in dem Katalog „Distingui-sJied Member of the human society (achtbares Mitglied der menschlichen Gesellschaft)" genanntwird. Im ersteren sieht man den Kampf zweier Hirschböcke am Rande eines Abgrundes.Zwei Heerden Hirschkühe harren des Ausgangs des Kampfes, um den Muth des Siegers zubelohnen, und sich dem Stärkeren zu unterwerfen. Die Landschaft ist felsicht und mit vielerKunst behandelt; die Thiere sind vortrefflich gemalt, und das ganze Bild ist das Köstlichste,was man in dieser Art sehen kann. Es ist ungefähr 3 Fufs hoch und 2 Fufs breit, und dieThiere im Vordergrunde haben kaum 5 Zoll Höhe; dies sind die Hirschkühe zunächst demBeschauer; die beiden Kämpfer sind viel kleiner. Das dislinguished member scheint mir eineStudie zu sein, aber eine bewunderungswürdige. Auf derselben Ausstellung sah ich von Land-seer noch ein Bild, welches den „Papagey und die Lieblingshunde der Königin" darstellte.„ Das Portrait der Lady Fitzharris" schien mir von günstiger Wirkung.

Von demselben Künstler sah ich im British Institution mehrere treffliche Studien nach der