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3 (1841) Berlin, Dresden, Hamburg, Mecklenburg, Weimar, Halberstadt und Göttingen : mit einem Anhange: Ausflüge nach Holland, Belgien, England, Schweiz, Polen, Russland, Schweden, Dänemark und Nord-Amerika
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AUSFLUG NACH ENGLAND.

Natur: wenigstens lialte ich diese Bilder dafür; denn man kann nichts lebendigeres undnaturgetreueres sehen, nämlich: „the pointer, Hühnerhund"; „fallow deer, Damhirsch"; „roe-btieks, Rehbock"; „ifie (wo dogs, zwei Hunde"; „red deer, Hirsch"; „Tiare and stoat, Haseund Iltis". Ich würde kein Ende finden, wenn ich alle die Gemälde namentlich anführenwollte, die ich von Landseer in London entweder im Original gesehen oder durch Kupfer-stiche und Holzschnitte, die durch ganz England und das Ausland verbreitet sind, habe kennenlernen. Doch werden wir nothwendig auf dieselben zurückkommen, wenn von den Samm-lungen die Rede ist.

Als Thiermalcr nimmt Landseer eine sehr hohe Stelle ein. Ich stelle ihn über seine be-rühmtesten Vorgänger in diesem Fache, über Sncyders, Hondckoeter, Castiglione, Riedinger,Weenix.

Seine lebensgrofsen Thiere sind mit überaus keckem Pinsel gemalt: dennoch wird der Be-schauer, so nahe er auch dem Bilde stehe, nicht eher enttäuscht, als bis er fast die Leinwandberührt. Diese Thiere scheinen aus dem Rahmen herauszutreten; sie sind voller Leben; siehaben Verstand, Leidenschaften; sie sind liebenswürdig, oder jagen Furcht ein. Der Malergiebt uns durch die so mannigfaltigen Stellungen und Lagen, in welchen er sie darstellt, denBeweis, dafs er ihre Gewohnheiten belauscht hat, und diese mit bewunderungswürdiger Fein-heit wiederzugeben versteht. Ich bin schwärmerisch für Landseer eingenommen. Es wäreSchade um jede Zeit, die er auf andere als auf diejenigen Gegenstände verwendete, fürwelche sein Talent mir am geeignetesten scheint; auch glaube ich, ist zu wünschen, dafser den Farbcnglanz und die Keckheit seiner Pinselführung nicht noch weiter treibe; denn erscheint mir hierin schon an der äufsersten Gränzc zu stehen, die ohne Gefahr nicht zu über-schreiten ist.

Landseer hat nach meiner Anwesenheit in London, im Jahre 1838, ein neues Gemäldeausgestellt, von dem man sagt, dafs es allgemeine Bewunderung errege. Es ist: der „Blood-hotind, der Spürhund" und der „Scotch-terrier, der schottische Pintscher", die mit solcherWahrheit dargestellt sein sollen, dafs man sie lebend im Zimmer zu sehen wähnt.

WILKIE (Sir DAVID), geboren zu Cuts in Fifeshire.

In dem Verzeichnisse der grofsen Ausstellung dieses Jahres stehen sechs Gemälde diesesberühmten Künstlers: „Die Königin, nach ihrer Thronbesteigung, am 20sten Juni 1837 imRathe den Vorsitz führend"; das „Bildnis O'Connells"; die „Brauttoilette am Hochzeitstage";das „Portrait der Madame Maberley", und noch „zwei andere Bildnisse." So verdienstvollaber diese Gemälde auch sein mögen, so habe ich doch kaum diejenigen Schönheiten darinentdecken können, welche ich in jenen Bildern gefunden, durch die ich sein eigentliches Ta-lent kennen und bewundern lernte, und dies waren reine Genrebilder. Erst seit Kurzem hatsich Wilkic auf Geschichts- und Bildnismalerei gelegt. Ich kann dies nicht genug bedauern,da er, meines Erachtens, als Genrcmaler alle seine Zeitgenofscn übertrifft. Die hohe Meinung,welche seine Genrebilder mir von ihm gaben, ist durch seine in der National - Galerie undim Buckingham-Palast befindlichen Gemälde derselben Gattung noch erhöht worden. Es sinddies sein „blindfiddler, blinde Geiger"; sein „villagefeslival, ländliches Fest", und sein „Colinmaillard, Blindekuh". Alle diese drei Bilder sind durch die überall verbreiteten schönen Kupfer-stiche darnach sehr bekannt. Den blind fiddler malle er im Jahre 1806, wo er erst 21 Jahralt war. Sein historisches Bild, den „Einzug Georgs IV. in Holyroodhouse" darstellend, wel-ches ebenfalls im Buckingham-Palast, und zwar in demselben Saale sich befindet, in welchem