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3 (1841) Berlin, Dresden, Hamburg, Mecklenburg, Weimar, Halberstadt und Göttingen : mit einem Anhange: Ausflüge nach Holland, Belgien, England, Schweiz, Polen, Russland, Schweden, Dänemark und Nord-Amerika
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AUSFLUG NACH ENGLAND.

erhob sich Reynolds zwar im Gedanken bis zur Höhe des Styls: seinen Werken aber feliltes, meiner Meinung nach, gänzlich daran (f. A.).

GAINSBOROUGH (THOMAS) geboren 1727, gestorben 1788, ist der Reynolds der Land-schaftsmalerei: aber er spricht mich mehr an, als dieser. Seine in der National-Galerie, un-ter dem Namen: „die Tränke (the wutering place)", befindliche Landschaft, 5 Fufs hoch und6 Fufs breit, erinnert an die Landschaften Rembrandls, und bekundet ein sehr grofses Talent.In der Galerie Bridgewater habe ich noch ein liebliches Gemälde, zwei Kühe in einer Land-schaft, von ihm gesehen. Herr Vernon besitzt von ihm zwei lobenswerthe Landschaften, un-ter denen ich besonders diejenige bewundere, wo zwei Pferde auf einem abschüfsigen Wegezur Tränke gehen; ein kleiner Knabe auf der hölzernen Brücke belebt den Vorgrand. Gains-borough hat auch Bildnisse gemalt (X).

"WILSON, geboren 1714, gestorben 1782. In einer Landschaft von ihm, die sich in derNational-Galerie befindet, und eine Ansicht von Tivoli darstellt, entdecke ich einige Ähnlich-keit zwischen ihm und dem Seemaler Vernet. Herr Samuel Rogers besitzt ebenfalls eineerwähnenswerthe Landschaft von ihm.

CONSTABLE (JOHANN), gestorben 1836. Die Kühnheit seiner Pinselfiihrung überbietetalles was man in dieser Art je gesehen hat. In der Nähe sind die Gegenstände nicht zu un-terscheiden; in der Ferne aber verlieren diese Buntscheckigkeit, diese dicken Kleckse grellerund schreiender Farben zum Theil ihr Geschmackwidriges, und man ist erstaunt, dennochin der Gesammtheit der dargestellten Gegenstände natürliche Wirkung wahrzunehmen. Ichglaube nicht, dafs diese Art zu malen bei Constable eine Anmaafsung oder Hochmuth ist;

denn er hatte stets die Natur im Auge: aber vielleicht hat er die Verachtur

& der gewöhnli-

chen Mittel und der allgemein üblichsten Arten zu malen etwas zu weit getrieben. Es giebtStellen in seinen Gemälden, wo er die schreiendsten Farben zusammengehäuft hat: Wcifsoder reinstes Gelb neben Grünspan und Zinnober, und wo sie mit dem Spatel aufgetragenstehen. Man wird seine Manier stets eine wunderliche nennen: aber Künstlern wie Liebha-bern enthüllt sie dennoch Geheimnisse. Manchmal sucht er, und nicht ohne Erfolg, das Fun-keln der Sonnenstralilen auf den regenbenetzten Bäumen wiederzugeben, oder die durch einGewitter erfrischte Landschaft, das Blinken eines klaren Baches, oder den Schaum der Sturz-bäche. Sein Gemälde in der National-Galerie, welches ein Kornfeld darstellt, ist keins vondenen, wo ein glücklicher Erfolg diese wunderliche Art zu malen übersehen liefse. DiesesBild ist mir in der Nähe wie in der Ferne geschmiert vorgekommen. Ich habe bei einemgerichtlichen Taxator viele skizzirte Landschaften und für fertig ausgegebene Gemälde von ihmgesehen, die nach seinem Tode öffentlich versteigert wurden. Es waren Bilder darunter, dietrotz der wunderlichen Malerei von überraschender Wirkung und von sehr grofser Wahrheitwaren: aber doch die meisten verletzen den Geschmack, zeugen gegen seine Art zu malen,und sind eine gute Lehre für alle Diejenigen, die ihm nachzuahmen Lust haben möchten.Manches Gemälde von ihm sieht aus wie eine Palette, auf welche der Maler lange keineneuen Farben aufgetragen hat, und die alten in einander gewischt sind.

Die übrigen, bereits verstorbeneu Landschafter, von denen man in dieser Sammlung einigeWerke sieht, sind PETHER, DECKER und Sir GEORGE BEAUMONT.

WEST (BENJAMIN) wurde im Jahre 1738 in Pennsylvanien geboren. Er ging 1760 nach

(X) „Einige von seinen Bildnissen sind sehr schön, und eins der berühmtesten darunter befindetsich in der Galerie des Marquis von Westminster."