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AUSFLUG NACH BELGIEN.
ein eben so schön gedachtes, wie trefflich ausgeführtes Werk, welches, unsrer Meinung nachdiesem Künstler alle Ehre macht. Es stellt einen Zephyr dar, der in niedergehockter Stellungeinen Schmetterling anbläst, welchen er auf der einen Hand hält: ein Gedanke voller Frischeund Lieblichkeit. Lange Zeit mit anderen Arbeiten beschäftigt, hat Jeholte in den Jahren1833 und 1836 nur unbedeutende Arbeiten ausstellen können; dies waren einige Büsten, dieer in den Mufsestunden machte, welche ihm die Beschäftigung mit dem grofsen Denkmaleübrig liefs, dessen Ausführung für die erzbischöfliche Kirche in Blechern ihm aufgetragen war;wir meinen das Grabmal des Fürsten von Mcan letzten Fürstbischofs von Lüttich, der als Erz-bischof von Mecheln und Primas von Belgien im Jahre 1831 verstarb.
Dieses im Monat August des Jahres 1837 eingeweihte Denkmal stellt den Erzbischof dar,wie er knieend mit Ergebung die Ankündigung des Todesengcls vernimmt, der ihn in dieEwigkeit zu führen kömmt. Das Leben dieses tugendhaften Prälaten, dessen Andenken inAller Gedächtnis lebt, bot nichts Hervortretendes dar, welches der Künstler zu seiner Darstel-lung hätte benutzen können; aber dieses unter guten Werken, in thätiger Christlicher Liebeund Gottergebenheit hingebrachte Leben, ist in der höchst einfachen Gruppe vollkommen dar-gestellt. Das Bild des Greises drückt ganz die Ruhe und Güte aus, die ihm eigen war. Er istin seinem erzbischöflichen Kleide, und hört auf beiden Knien in Demuth den Bathschlufs desAllerhöchsten. Der vor ihm stehende geflügelte Genius erhebt seine Fackel gen Himmel, alsbezeichnete er damit, dort oben sei das wahre Leben; der Greis betrachtet ihn ruhigen Blickes;es scheint sogar, als bestrahlte seine Züge ein Vorgefühl der Glückseligkeit, und als sprächenleise seine Lippen, wie sein Herz im Innern, die Worte: Fiat voluntas tua; welche auf demHintergrunde der Gruppe stehen. Das Ganze dieses Denkmals ist von schöner Wirkung.
Wir haben eben gesagt, dafs auf den Ausstellungen der Jahre 1833 und 1836 von Jeholtenur einige Büsten zu sehen waren,ner Festigkeit des Meifsels ausgeführt.
Unter diesen war die des Generals Deprez mit ungemei-Vor allem aber erregte die allgemeine Aufmerksamkeit
ein in der Werkstatt des Künstlers selbst zur Schau gestellter Madonnenkopf: eine Studie zurAusführung einer für die Kapelle des Erzbischofs von Lütlich bestimmten grofsen Marmorbild-säule der Heiligen Jungfrau. Diese Statue ist mit grofser kindlicher Unbefangenheit aufgefafst,und im Style der Zeit des Wiederaufblühens der Kunst behandelt. Die Jungfrau, in aufrech-ter Stellung, hält das Christkind auf dem Arme, das sich an die Brust der Mutter schwingt.Mit der linken Hand hält sie einen Zipfel des Gewandes, das hinten von ihr herab wallt undden Arm bedeckt, auf welchem das göttliche Kind sitzt. Sie ist mit einem breitgefaltetenKleide angethan, ihren Leib umschlicfst ein Gürtel, und ein Tuch umwindet ihr Haupt. Indem Ganzen erscheint eine glückliche Verbindung der Linien und ein hoher Reiz der Einfalt.
Zugleich mit dem Modell dieser Jungfrau sah man in der Werkstatt des Künstlers das vonihm im Jahre 1834 in Florenz gefertigte Modell einer badenden jungen Frau, die sich ebenentkleidet bat, und mit einem Fufse vorschrcitet, um in das Wasser zu treten.
CARL GEERTS, geboren zu Antwerpen, ist Professor der Bildhauerkunst an der Akademiein Löwen. Er hat mehrere Büsten gemacht, unter denen die Büste Sr. Eminenz des Cardinal-Erzbischofs von Mecheln, die im Jahre 1836 in Brüssel zur Ausstellung kam, die bedeu-tendste ist. Auf derselben Ausstellung sah man von ilun das Modell einer Statue des QucntinMetsys, des bekannten Malers und Schmiedes von Antwerpen. Sie bildet ein sehr glücklichesund in sehr gutem Geschmack dargestelltes Ganze. Der kunstsinnige Schmied sitzt auf einemAmbofs, und hält in der linken Hand eine Schreibtafel, auf welche er einen Gegenstand zeichnen
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